Zehn Künstlerinnen stellten in der Oberen Burg Rheinbreitbach aus
„Novemberleuchten“ verzauberte
Rheinbreitbach. Ein strahlender Lichterbogen umwölbte am Wochenende das große Portal zum Eingang des Konzertsaals in der Oberen Burg von Rheinbreitbach. Sein Glanz wies auf den Titel der Ausstellung hin, die zehn Künstlerinnen und Kunsthandwerkerinnen dort aufgebaut hatten. „Novemberleuchten“ erstrahlte zum vierten Mal kurz vor der Adventszeit in dem ehrwürdigen Gemäuer und zählt somit bereits zu den Traditionsveranstaltungen des Ortes, „deren Eröffnung als ein Ereignis gilt“, so der Erste Beigeordnete Hermann-Josef Sich. Wenn man seine Kreativität entfalte, dann sei der Weg in eine Ausstellung eben nicht mehr weit. „Diesen Weg habe Sie erfolgreich beschritten, in dem Sie hier drei Tage lang ihre Arbeiten der Öffentlichkeit präsentieren“, lobte der Kommunalpolitiker die Ausstellerinnen, von denen Doris Buchbender die zahlreichen Besucher willkommen hieß, darunter auch die Magdalena Stolle, deren frühere Ausstellung „Porzellanmalerei“ die Keimzelle für „Novemberleuchten“ gewesen war. Leider mussten ihre Kolleginnen aus gesundheitlichen oder Altersgründen nach und nach ausscheiden, sodass im Vorjahr erstmals keine von ihnen mehr in Rheinbreitbach vertreten war. „Dafür gibt es jetzt hier ganz unterschiedlichen Arbeiten zu sehen und vor allem auch zu kaufen“, so Hermann-Josef Sich. Vorbei an wärmenden Socken stieß man zunächst auf den großen Tiffany-Glas-Stand von Renate Severin. Wie im Vorjahr hatte die Königswintererin neben zahlreichen Teelichterständern unterschiedlich große Fensterbilder mitgebracht, auf denen Engel und Sterne, Schneemänner und Nikoläuse sowie ein auf einem Steckenpferd reitender Weihnachtsmann auf das nahe Fest hinwiesen. Für das konnten sich die männlichen Besucher geschenkmäßig bestens bei der Erpelerin Romy Grundgeier eindecken, die zusammen mit Monika Dodemont aus Bad Honnef Perlen und wertvolle Steine zu Ketten- und Armband-Unikaten verarbeitet hatte.
Die handgefertigten Glückwunschkarten für die unterschiedlichsten Anlässe, die Doris Buchbender an ihrem Stand mit Papierkunst aller Art anbot, sind ebenso universell nützlich wie ihre Papiertüten mit den niedlichen Teddys oder die verzierten Streichholzschachteln. Das ganze Jahr über genießen kann man auch die „Marmeladen wie von Mutter“, die Annelie Guthjar anbot. Während sie den Geschmack von Aprikosen und Mangos, Birnen und Jasmin, oder von Erdbeeren und Prosecco gemischt hat, hat Helga Kurtenbach den Duft etwa von Zimtäpfeln, Mandelbisquits oder Lindenblüten, Amber, Ingwer oder Lavendel in ihren auf Olivenöl- und Milchbasis handgefertigten Seifen, Badekugeln und Körpercremes eingefangen. Auf den Herbst eingestellt hatte sich die Floristin Simone Ott, an deren Kränzen aus unterschiedlichen Zapfen oder getrockneten Blütenständen sowie den mit Kürbissen kombinierten Gestecken vorbei man zu Doris Beyer gelangte, die „Schönes aus Stoff“ präsentierte. Dabei dominierten an ihrem Stand vor allem Taschen jeder Art und Größe neben den Säckchen mit niedlichen Elchen. Motive der unterschiedlichsten Art hatte dagegen die Künstlerin Dani Niemeyer neben ihren großen Fotografien in zahlreichen Aquarellen eingefangen, die auch für den kleinen Geldbeutel erschwinglich waren. Musiklalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung wie im Vorjahr von der Gitarristin Kanaho Debinski, während die Enoteca „Luna“ erstmals die Besucher von „Novemberleuchten“ Wein und Olio di Rosmarino probieren ließ.
