Martinus-Gymnasium Linz
Per Unterschriftstafel zum Leitbild verpflichtet
Tafel zeigt neben dem Logo die Erklärung von Schülern, Eltern und Pädagogen
Linz. Halbstündige Führungen starteten kürzlich im Martinus-Gymnasium Linz (MGL), das vor allem Eltern potenzieller Neuzugänge zum Tag der offenen Tür in die Schule eingeladen hatte. Ihnen, aber auch allen anderen Interessierten wurde neben einem breit gefächerten Unterrichtsangebot ein Einblick in die Arbeit der Fachbereiche geboten. So luden spannende Experimente der Physik und Chemie zum Mitmachen ein. Schokoküsse wurden zum Platzen gebracht, man erfuhr, wie Lichtgeschwindigkeit gemessen werden kann und wie der MGL-Mars-Rover fährt. Die Geisteswissenschaften wiederum luden im philosophischen Café zum Mitdenken ein, der Fachbereich Geschichte zu einer Zeitreise nach Amsterdam zu Anne Frank. Vorgestellt wurden zudem die vielfältigen Austauschprogramme mit Partnerschulen, dem „Lycée du Pays de Retz“ und dem Collège Jean Mounès in Pornic/Frankreich, der King Edward School in Norwich/England, der High School in Marietta in Georgia/USA und dem Istituto Linguistico Alessandro Greppi in Monticello nahe Mailand. „Eine weitere Partnerschule ist die Shambyu Combined School in Namibia, mit der die Linzer Englischschüler einen regen E-Mail-Kontakt pflegen“, so Claudia Herzog. Innerhalb der Schulleitung ist die Studiendirektorin für Koordination der Schulentwicklung, der Veranstaltungen und Charity zuständig. „Erst im Frühjahr waren afrikanische Lehrer in Linz zu Gast und haben unseren Schülern vielfältige Eindrücke über ihr Land und die Schüler dort vermittelt“, erinnerte sie am Samstagvormittag, an dem auch Rita Kurth vom Verein Deutsch-namibische Schulpartnerschaft wieder nach Linz gekommen war.
„Wir freuen uns, Ihnen heute gleich zwei Schecks überreichen zu können“, so Schulleiter Axel Brott. Zum einen hatte die Ex-Schülerfirma „Key of heart“ mit ihren Bärchen-Schlüsselanhängern einen Gewinn erwirtschaftet. Ein Scheck in Höhe von 150 Euro konnte die Belegschaft um ihren Vorstandsvorsitzenden Garry Heinze Rita Kurth überreichen. Hinzu kamen weitere 117,20 Euro, die als Kollekte bei dem traditionell von Schülern gestalteten Martins-Gottesdienst gesammelt worden waren, die von Juliana Becker, Simon Bednarz und Amelie Fehrenschild übergeben wurden.
„Das entspricht genau unserem Leitbild“, so der Oberstudiendirektor. „Im Sinne des heiligen Martin von Tours, unseres Namenspatrons, sollen Werte der Mitmenschlichkeit, des sozialen Engagements, der Toleranz und der Zivilcourage bewusst gemacht und gelebt werden“, ist in der Präambel zu lesen. Das aber war Lehrern, Eltern und Schülern noch zu vage gehalten. Deshalb hatten sie in einer paritätisch besetzten Arbeitsgruppe für jede der drei Parteien einen speziellen Vertragstext erarbeitet, über den demokratisch abgestimmt worden war. Zu lesen sind diese drei Absätze seit Samstag auf einer großen Wandtafel rund um das Logo des MGL, in dessen Mitte der römische Offizier auf seinem Pferd gerade einen Teil seines Mantels dem frierenden Bettler schenkt.
„Wir haben uns im Frühjahr zusammengesetzt und das vor vier Jahren erstellte Leitbild konkretisiert“, so Oberstudiendirektor Axel Brott, kurz vor der Enthüllung durch die Schülersprecherinnen des Vorjahres, Lea Sattler und Anne Wagener. Zu diesem kleinen Festakt konnte der Schulleiter neben der Vertreterin des Schulelternbeirates, Ingrid Borgmann, auch die MGL-Ehemalige Marlene Exner begrüßen, die das Layout für die Tafel entworfen hatte. „Als Vertrag der partnerschaftlichen Erziehungsarbeit, der von Lehrern, Eltern und Schülern unterschrieben worden ist, verpflichtet er alle drei Parteien, das Leitbild in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Leben zu füllen und es stetig weiterzuentwickeln“, betonte Claudia Herzog.
