Seniorenbeirat Linz hatte Bundes- uns Landespolitiker geladen
Podiumsdiskussion in Linz
VG erntete viel Lob für das Gemeindecafé und den Bürger-Fahrdienst
Linz. Bis auf den allerletzten Platz besetzt war der Sitzungssaal der Verbandsgemeinde Linz Mitte voriger Woche bei der Veranstaltung des Seniorenbeirates um den Vorsitzenden Hans-Günter Fischer, der zu einer Podiumsdiskussion zum demografischen Wandel und seinen Folgen im ländlichen Raum mit den Bundestagsabgeordneten Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD) und Erwin Rüddel (CDU) sowie mit den Landtagsabgeordneten Elisabeth Bröskamp (Bündnis 90/Die Grünen) und Ellen Demuth (CDU) eingeladen hatte. Zentraler Punkt waren Projekte, um einer Vereinsamung älterer Menschen nicht zuletzt bedingt durch ihre zunehmende Immobilität entgegen zu wirken.
„Wir brauchen neue Strukturen für den dritten und vierten Lebensabschnitt, also für fitte Pensionäre und pflegebedürftige Senioren“, forderte Bürgerbeauftragter für „Gesundheit und Betreuung“ Bruno Kirchhof als Beiratssprecher. Vorstellen konnte er bereits das Projekt „Gemeindecafé“, das zu einem Ort der Begegnung für ältere Bürger werden soll. Räumlichkeiten sind bereits vorhanden, gefunden werden müssen allerdings noch Bürger, welche die Cafés zwei bis drei Mal pro Woche als Anlaufstelle für die Senioren öffnen. „Geplant ist zudem ein ehrenamtlicher Bürger-Fahrdienst für Senioren, der sie vor allem zu Terminen bei Ärzten, aber auch zu Veranstaltungen begleitet und der notfalls für Weinkäufe zur Verfügung steht“, berichtete der Beiratssprecher. Für dieses Projekt steht das erforderliche Personal bereits zur Verfügung und auch ein Fahrzeug, das für „Essen auf Rädern“ unterwegs ist, ist vorhanden, vorausgesetzt der Verbandsgemeinderat stimmt der besseren Ausnutzung des Autos zu, was aber als relativ sicher angesehen werden kann. „Der Mensch wird heute jährlich, dank guter medizinischer Versorgung, sechs Wochen älter, sodass sich damit auch die Lebensphase verlängert, in der man einsatzfähig ist“, betonte Erwin Rüddel, der in Berlin Mitglied im Familien- und Gesundheitsausschuss ist. Voll des Lobes für die Linzer Projekte und bereits vorhandenen Aktivitäten war auch Elisabeth Bröskamp. „Ich hätte mich gefreut, wenn der auf meine Initiative von der grünen Fraktion gestellte Antrag im Verbandsgemeinderat von Asbach direkt angenommen worden wäre, statt ihn mit den Stimmen der CDU-Mehrheit in den Sozialausschuss zu verweisen“, kritisierte sie die Entscheidung der östlichen Nachbarn von Linz. Hocherfreut über das generelle Lob der Bundes- und Landespolitiker zeigte sich der Vorsitzende des Linzer Seniorenbeirates. „Dieses gebührt allerdings den vielen Ehrenamtlichen, die sich in der Verbandsgemeinde diesem wichtigen Thema engagiert widmen“, so Hans-Günter Fischer.
