Eine ausgelassene Narrenschar feierte bis nach Mitternacht
Prinz Christian I. trat seine Regentschaft an
Linz. Nicht nur ein Trömmelche kündigte den Einzug des Husarencorps Grün-Weiß in den Saal von Hotel Weinstock an, in den die Große Linzer KG um Präsident Alfons Daub traditionell zur Prinzenproklamation eingeladen hatte. Alfons Daub begrüßte die zahlreichen Jecken im Saal, unter diesen, neben Stadtbürgermeister Adi Buchwald und seinem designierten Nachfolger, dem 1. Beigeordneten Hans-Georg „Jörg“ Faust, auch die Gäste von Mi-Careme um ihren Roi Jean-Claude (Thebaut), Präsidenten Yves Vallée sowie Stadträtin Christiane van Goethem.
Prinz Christian I. „Commodore der Schweren Artillerie“ wurde mit seinen Adjutanten, Markus „Bully“ Bouillon und Patrick „Stone“ Stein, mit seinem Corps von den Fanfaren jähle und rosa, wiesse un ruude Ruuse werfend in den Saal geleitet, wo ihn die Jecken frenetisch feierten.
Auf der Bühne stellte Alfons Daub das Dreigestirn kurz vor, um dann das Nahen von Kurfürst Kerkys Adjutanten anzukündigen. Diese überbrachten Glückwünsche und Geschenke des Kurfürsten. Mit dabei war eine rote Kiste, in der die lang ersehnte Narrenpritsch versteckt lag, die Christian I. sogleich in die Höhe reckte. „Da ist dat Dinge“, triumphierte er und ließ sein jeckes Völkchen ein dreifaches „GLKG-Artillerie-Christan I. - „Alaaf !“ anstimmen. Bei der Proklamation 1995 hatten sich die Freunde bereits vorgenommen: „Mir werden Prinz von Linz!“ Anlässlich des Jubiläums seines Korps war der Traum nun endlich Wirklichkeit geworden. „Es erfüllt mich mit Stolz, Euer Prinz ze sinn“, kannte die Tollität und versprach: „Mir fiere mit Üch knatsch verdötscht un Ruusenmondaach räänt et Kamelle bei tollem Sonnesching!“
Der Prinz und seine Adjutanten „Stone“ und „Bully“ haben vor die Säle zum Kochen zu bringen. „Wir geben alles für den Linzer Karneval“, versprach Christian I., um dann vor der einsetzenden Ordensflut sein Prinzenlied vorzustellen, das von seinen Jahren in der Domstadt beeinflusst sein dürfte.
