Allgemeine Berichte | 25.02.2014

Rathaussturm der Großen Erpeler Karnevalsgesellschaft

Prinz Hans III. schwingt nun das Zepter der Macht

Bis Aschermittwoch wird in Erpel - der Perle am Rhein - getanzt, gelacht, gefeiert und gesungen

Nur verächtliche Blicke hatten die Jecken für den schnöden Mammon übrig, der sie vom Rathaussturm hatte abhalten sollen. DL

Erpel. Ganz in „rut un wiess“ dekoriert war Sankt Severinus am Sonntag. Und diese Farben herrschten auch vor, als die Große Erpeler Karnevalsgesellschaft um ihren Prinzen Hans III. mit Elferrat, Stadtsoldaten und Prinzengarde zur traditionellen, von Pfarrer Günter Lülsdorf zelebrierten Karnevalsmesse einzog.

„En unserer Kirch he, Severinus am Rhing, do bedde mir Jecke op Kölsch statt Lating“, sangen die Narren dabei, die sich Gottes Segen für den anschließenden Rathaussturm versichern lassen wollten. Nach der Predigt in Reimform, in welcher der Geistliche zu Fröhlichkeit und Geselligkeit aufgerufen hatte, zeigte sich die Narrenschar äußerst zuversichtlich. Mit Trömmelchen und Piefetön führte das Tambourcorps dann die Rotröcke, unter die sich neben dem Ordenskapitel „Alt Erpilla“ auch der Möhnenclub mit Verstärkung durch die Heisterer Möhnen gemischt hatten, zunächst zur Prinzenburg, um nach dem Besuch der verstorbenen Kameraden auf dem Friedhof am Neutor zum Sammeln zu blasen. Da versuchte Bürgermeisterin Cilly Adenauer bereits verzweifelt, die Reihen der Verteidiger zu stärken. „Obwohl - die Jecken können eigentlich ruhig die Macht übernehmen. Dann bin ich wenigstens die Sorgen um die Sanierung der Grundschule los, von den Brückentürmen ganz zu schweigen“, überlegte die Orts-Chefin mit ihren drei Beigeordneten, während ihre Vorgänger, Heinrich Schwarz und Edgar Neustein, mit weiteren Heimatordensträgern bereits in den Ratssaal strömten.

„Von denen bin ich noch nie unterstützt worden“, so Cilly Adenauer. Dafür näherte sich der Unkeler Oberschraat, VG-Chef Karsten Fehr, um seine Hilfe anzubieten. Gerade noch rechtzeitig - war doch schon das Tambourcorps zu hören, das die versammelten Heerscharen von Hans III. vor das Rathaus führte. „Lass die Poorts ruhig auf, mir han den Schlüssel für dein Heilichtum eh schon“, frotzelte Adjutant Andreas Schwager und wies dabei auf die Standarte der Stadtsoldaten. An der baumelte tatsächlich der überdimensionale Rathausschlüssel, den sich der treulose Mandatsträger als Adjutant von Prinz Karel nach dem erfolgreichen Rathaussturm im Vorjahr hatte aushändigen lassen.

„Natürlich haben wir gemerkt, dass Du den als Trophäe behalten hast. Deshalb haben wir ja auch das Schloss hier unter ausgewechselt“, verhöhnte Cilly Adenauer siegessicher in der offenen Tür stehend die Narrenschar. Eben dies erwies sich aber als äußerst fatal. Denn Karsten Fehr verharrte bewegungslos im Eingang und verhinderte so, dass Cilly Adenauer die Eingangstür rechtzeitig schließen konnte.

Nur Sekunden später verkündete die Tollität Hans III. dann vom Rathausbalkon: „Mir hann et jeschafft. Jetzt jilt ming Jesetz! Et jit nur noch Jubel, Trubel, Heiterkeit!“ Um dies zu unterstreichen, ließ Hans III. vor allem auf die Jüngsten Kamelle regnen, um dann in den Ratssaal einzuziehen, wo er, flankiert von seinen Ehrendamen, Ex-Prinzessin Sandra Schürmann und Tochter Kerstin, am Ratstisch vor Kopf auf dem Herrscher-Sessel Platz nahm.

„Mir maache nix kapott und geben alles so zurück, wie mer et bekommen haben“, wiegelte er alle Versuche der erfahrenen Kommunalpolitikerin ab, ihm als Regent auf Zeit die finanziellen Lasten der Gemeinde aufzudrücken. Entsprechend widerstand er auch eisern Gersten- wie Rebensaft, sondern orderte für sich ein Wässerchen, bevor er sich ins Goldene Buch des Ortes eintrug.

Nur verächtliche Blicke hatten die Jecken für den schnöden Mammon übrig, der sie vom Rathaussturm hatte abhalten sollen. Foto: DL

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