Stadt Linz lud Helfer nach der Hangrutsch-Katastrophe ein
„Professionelle, zielorientierte Arbeit einer eingeschworenen Gemeinschaft“
Bürgermeister Hans Georg Faust dankte den vielen Helfern aus Behörden, Organisationen und Bevölkerung
Linz. Vor einigen Wochen hatte Linz ein „Naturereignis“ am Kaiserberg oberhalb des Amtsgerichts erlebt, bei dem das Haus einer Familie zerstört wurde. Die Familie, aber auch ihre Nachbarn, die jedoch zumindest von schwereren Sachschäden verschont wurden, hatten erhebliche seelische Belastungen zu verarbeiten. „Während dieses Ereignisses sind wir Zeuge eines Einsatzes aller Mitarbeitern von Behörden, Hilfsorganisationen, Versorgungsbetrieben, Unternehmen und sachkundigen Privatpersonen geworden, wie er besser nicht hätte sein können“, so Bürgermeister Hans Georg Faust. Deshalb bedankte sich die Stadt bei allen Beteiligten für diesen beispielhaften Einsatz und hatte sie zu einem „Helfertreff“ in die Stadthalle eingeladen.
„Schön, dass unserer Einladung so viele gefolgt sind, die vor einigen Wochen in einer absolut schwierigen Situation mit einem vorzüglichen Engagement gegen ein Naturereignis angekämpft haben“, freute sich Faust, waren doch knapp 100 Gäste der Einladung gefolgt.
Er habe die Beteiligten für die Begrüßung in fünf Gruppen eingeteilt, zunächst die Einsatzkräfte der ersten Stunde von der Feuerwehr um Wehrleiter Thomas Nelles und Wehrführer Lars Pörzgen, DRK und THW sowie die Polizei, nicht zu vergessen der Beigeordnete Karl-Heinz „Flippo“ Wölbert. „Als nächste trafen dann die Fachleute mit geologischem Wissenshintergrund am Einsatzort ein, Statiker Werner Henneker, Vermessungsingenieure vom Bonner Büro Walter und Martin Pilhatsch sowie nicht zuletzt die Kräfte der Struktur- und Genehmigungsdirektion um Wolfgang Beck“, fasste der Stadtchef. „Dank gebührt vor allem aber den Fachleuten der handwerklichen Praxis, die mit einem schier unermüdlichen Elan unter schwierigsten Bedingungen Tag und Nacht im Einsatz waren, um die Schäden für die betroffenen Bürger so gering wie eben möglich zu halten“, hob Faust hervor. Nicht vergessen wurden die Verwaltungen von Kreis und Verbandsgemeinde und der Bauhof sowie die Kräfte, die sich um die soziale Betreuung und Begleitung der Betroffenen gekümmert hatten. „Ich danke aber auch ausdrücklich der lokalen Presse, die sehr sachlich und mit angemessenem Feingefühl berichtet hat“, betonte der Stadtbürgermeister.
Mit hoher Professionalität hätten alle unter schwierigsten Bedingungen und unter extremem Zeitdruck Hand in Hand gearbeitet. Dieser eingeschworenen Gemeinschaft sei es zu verdanken, dass niemand Schaden an Leib und Leben genommen habe und dass nur das Haus Nummer 13 den massiven Hangbewegungen zum Opfer gefallen sei. „Es war ein erhebendes Gefühl, diese Kameradschaft mitzuerleben“, so Faust, bevor er auch auf die Solidaritäts-Aktionen einging, die in der Benefiz-CD des „Pack an“-Teams gipfelten. Das habe auf beispielhaften Zusammenhalt bei den Linzern bauen können, wie auch der Erfolg des Corps-Biawaks auf dem Marktplatz überdeutlich belegt habe. „Ich bin stolz auf diese Stadt“, hob Hans-Georg Faust hervor. Dank dieser Bemühungen sei auch für die Familie, die ihr Haus verloren habe, allmählich so etwas wie Normalität eingekehrt. „Die professionelle Arbeit zur endgültigen Sicherung des Hangs am Kaiserberg ist natürlich noch nicht zu Ende, aber wir werden dabei nicht mehr von der Naturgewalt getrieben“, so der Bürgermeister abschließend.
