Allgemeine Berichte | 05.03.2013

Puppentheater in der Oberen Burg

Die jungen, wie die erwachsenen Gäste verfolgten begeistert das Märchen von der klugen Bauerntochter

Hinter seiner kleinen Bühne bei seinen Handpuppen ist Gerd Pohl in seinem Element. DL

Rheinbreitbach. Knollennase und rote Zipfelmütze, der Kasper von Puppenspieler Gerd Pohl war wieder in der Oberen Burg zu Gast. Dieses Mal hatte er das Märchen „Die kluge Bauertochter“ mitgebracht, und natürlich war der Saal bis auf den letzten Platz ausverkauft. „Ich zeige Euch heute ein Märchen der Brüder Grimm, das die wenigsten von Euch kennen werden“, erklärte Gerd Pohl den Kindern, der seine Aufführungen mit Handpuppen der großen Puppenspielerin Friedesine Strüver (1923 - 2010) bestreitet. Voller Mitleid hörten die jungen Zuschauer dann von dem armen Bauern, dass sein Acker voller Wurzeln und Steine ist, seine Kühe zu alt sind, um Milch zu geben und die Hühner zu alt, um Eier legen zu können. „Verkauf sie doch einfach als Hühner für ne Suppe“, kam der kluge Rat aus dem Zuschauerraum. Aber Kasper wusste besseren Rat: „Ich bitte den König um Hilfe“, versprach er dem Bauern, der ihn vor dem gestrengen und griesgrämigen Haushofmeister warnte, der keinen vorlassen würde. Der aber war für das pfiffige Kerlchen kein Hindernis. „Ich bin mit einem Purzelbaum zwischen seinen Beinen hindurch bis zum König gekommen, der Dir einen neuen Acker besorgt“, berichtet er dem alten Bauern.

Als der dann beim Pflügen eine goldene Schatztruhe findet, in die der Puppenspieler den Grimmschen Mörser zeitgemäß umgewandelt hatte, die aber leider leer ist, rieten ihm die Kinder lautstark: „Verkauf die, dann biste reich!“ Auch die kluge Tochter riet dem Vater, die Schatztruhe nicht dem König zu bringen, weil dieser dann vermuten werde, er wolle ihm den Schatz vorenthalten. Und es kommt, wie es kommen muss: Der Bauer wird direkt wegen Unterschlagung verhaftet. Erst durch die Klugheit der Tochter, die sogar eine vermeintlich unlösbare Aufgabe löst, kommt er wieder frei, ja der König heiratet sogar die Bauerntochter.

Dass sie sich aber in seine Rechtsprechung einmischt, hat er ihr nicht zugestanden. Als sie es dann doch tut, wird sie verstoßen, darf aber das aus dem Schloss in das Bauernhaus mitnehmen, was für sie am kostbarsten ist. Natürlich mit Kaspers Hilfe schafft sie den tief schlafenden Regenten dorthin. Als dieser im Bauernhaus aufwacht, erkennt er erst, wie sehr ihn seine Frau liebt, und kehrt mit ihr auf’s Schloss zurück. „Und da werden sie wohl noch bis zum heutigen Tage leben“, beendete Gerd Pohl seine Aufführung unter dem begeisterten Beifall der kleinen wie großen Zuschauer.

Hinter seiner kleinen Bühne bei seinen Handpuppen ist Gerd Pohl in seinem Element. Foto: DL

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