Dreikönigsfest der Feuerwehr Rheinbreitbach
Rheinbreitbacher Löschzug hatte zum traditionellen Dreikönigsfest eingeladen
Enorme Resonanz unterstrich das Ansehen von Ralf Horschels Mannschaft als Brandschützer und Festorganisatoren
Rheinbreitbach. Die Zeiten, in denen es sich der Löschzug Rheinbreitbach erlauben konnte, zu seinem legendären Dreikönigsfest in den nicht gerade kleinen Versammlungsraum im Feuerwehrgerätehaus einzuladen sind längst vorbei.
Selbst der Bürgersaal über der Hans-Dahmen-Halle war am Samstagabend bis auf den letzten Platz besetzt, als Wehrführer Ralf Horschel die Gäste begrüßte.
„Wie in allen verbandsangehörigen Gemeinden der VG könnte auch bei Ihnen der Leitspruch der Feuerwehr ’Retten - Löschen - Schützen‘ um ein ’Feiern‘ erweitert werden“, konstatierte Bürgermeistern Karsten Fehr in seiner Begrüßungsrede. Feste seien nicht nur ein Highlight im Alltagstrott, sondern auch ein Zeichen der Verbundenheit. Menschen, die sich gemeinsam einer verantwortungsvollen, viel Kraft fordernden Aufgabe unterziehen würden wie die Mitglieder der Feuerwehr, müssten auch gemeinsam lachen und zusammen ein paar unbeschwerte Stunden erleben können. „Das stärkt den Zusammenhalt und erhöht damit auch die Motivation zu weiterem Tun“, so der Chef der Wehr, der sich dann dem Wehrführer widmete.
Ralf Horschel - das Rheinbreitbacher Supertalent
Es gebe TV-Sendungen, in den das Supertalent oder der Superstar gesucht werde. „Das haben wir nicht nötig. Wir haben ja einen Ralf Horschel“, spielte Karsten Fehr auf den Beitrag im WDR an, der den Rheinbreitbacher bei seinem Brandschutzunterricht in der Gebrüder-Grimm-Grundschule zeigt. „Das ist ein so kurzweiliger Bericht, bei dem er den Kindern etwa zeigt, wie man sich im Brandfall wegen der Rauchentwicklung kriechend dem Treppenhaus nähern sollte, dass nun auch der SWR an diesem Beitrag interessiert ist“, berichtete der VG-Chef.
Feuerwehr als Säule der Gesellschaft
In dieser zeigte er sich bei allen Feuerwehrkameraden, die er als wichtige Säule der Gesellschaft bezeichnete, für ihr Engagement erkenntlich. „Eine so toll ausgebildete Truppe vor Ort zu haben, ist für alle Rheinbreitbacher und bei Großeinsätzen natürlich auch für die benachbarten Gemeinden von unschätzbarem Wert. Auf Euch ist immer Verlass“, lobte er die 37 Feuerwehrmänner um Ralf Horschel, die im Vorjahr zu elf Brandeinsätzen und 18 Hilfeleistungen ausgerückt waren und damit zu 35,8 Prozent der 81 Einsätze in der Verbandsgemeinde Unkel.
Mit zu der stattlichen Mitgliederzahl des Löschzugs trugen die vier Feuerwehrmann-Anwärter Konrad Bursch, Jens Menden, Daniel Scheika und Niklas Zagermann bei, die Karsten Fehr per Handschlag verpflichtete. Anschließend beförderte er zusammen mit Ulrich Rechmann die Feuerwehrmänner Florian Hammerschmidt und Stephan Homey zu Oberfeuerwehrmännern. Thomas Schmitz, der 30 Fortbildungen absolviert hat, wurde zum Hauptlöschmeister befördert und zusätzlich zum Gruppenführer bestellt. Diese Funktion übt Andreas Kroheck, der nun als Brandmeister den Löschzug verstärkt, bereits seit Anfang vorigen Jahres aus.
Dann stand Klaus Niederkorn im Mittelpunkt des offiziellen Teils des Festes, konnte Karsten Fehr dem Löschmeister doch zusammen mit Ulrich Rechmann im Namen von Innenminister Roger Lewentz das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen für seinen 25-jährigen, aktiven Dienst in der Freiwilligen Feuerwehr überreichen. F
Damit war der offizielle Teil des Festes beendet und alles strömte an das opulente Büffet, um sich für die Fete mit Musik der 70er und 80er Jahre ausreichend zu stärken. „Außerdem erwarten wir auch noch Baffy Scorpion, der als Elvis über die Bühne rocken wird, ganz abgesehen von unseren ’Fire-Tigers‘, die mit grazilen Bewegungen eine Reise durch die Tanzfilme von Dirty Dancing bis zu Grease aufs Parkett legen werden und so längst vergessenes ‚Saturday Night Fever‘ wach werden lassen“, verriet der stellvertretende Wehrführer Michael Maihöfer.
