Außerordentliche Mitgliederversammlung der Rheinbreitbacher KG „Me haalen et us“
Rudi Martin übernahm den Vorsitz
Rita Cabione, Dana Klebs, Dieter Krahl und Thomas Saß sind ebenfalls mit im Boot
Rheinbreitbach. Rudi Martin ist der Nachfolger von Michael Siegel, der vor Monaten als Vorsitzender der Rheinbreitbacher KG „Me haalen et us“ zurückgetreten war. Einstimmig wurde er von den Karnevalisten auf der von Thomas Saß geleiteten, außerordentlichen Mitgliederversammlung gewählt. Diese war notwendig geworden, nachdem man auf der Jahreshauptversammlung keinen neuen Vorstand gefunden hatte. Der Grund waren tiefgreifende Zerwürfnisse und Unstimmigkeiten, so das Elferratsmitglied Falk Arnold. Es drohte sogar die Auflösung des Traditionsvereins. Das konnte dank eines Antrags von Ex-Siebengebirgsprinz Ralf Rother gerade noch rechtzeitig abgewendet werden.
Satzungsänderung stand zur Diskussion
„Die alte Satzung, die Wahlen von insgesamt 18 Vorstandsmitgliedern vorsieht, stranguliert uns. Nötig, um als Verein anerkannt zu werden, sind nur zwei Vorsitzende und ein Kassenwart“, argumentierte er. Präsident und Literat, aber auch Hallenwart oder Zugleiter hätten im Grunde im Vorstand nichts zu suchen. Dagegen sollten seiner Meinung nach noch ein Geschäfts- sowie ein Schriftführer den geschäftsführenden Vorstand komplettieren. Dieser könne dann die übrigen Aufgaben an von ihm ernannte Beisitzer delegieren, erläuterte er die von ihm beantragte Satzungsänderung. Zu dieser kam es dann jedoch nicht. Grund waren nicht die Bedenken des langjährigen KG-Präsidenten Georg Frings, der Literat und Präsident durchaus im Vorstand wissen wollte, da sie die „Politik“ der Gesellschaft maßgeblich beeinflussen und gestalten würden. Auch Rita Cabiones Einwand, mindestens zwei Beisitzer müssten in den Vorstand gewählt, statt von diesem ernannt zu werden, verhinderte nicht die Abstimmung. „Diese wäre nicht rechtmäßig, da dieser Antrag zur Satzungsänderung nicht auf der Tagesordnung gestanden hat“, erklärte Bürgermeister Karsten Fehr. Als äußerst sinnvolle Anregung könne man die Verschlankung aber allemal beraten, so der Jurist. Georg Frings brachte es als Erster auf den Punkt: „Heute geht es doch darum, dass wir weiter kommen, denn immerhin steht die Session vor der Tür. In die Details, wer neben dem fünfköpfigen geschäftsführenden Vorstand doch noch gewählt werden soll, können wir später gehen“, argumentierte er, bevor Peter Zollers Einwand den Durchbruch schaffte: „Wir müssen die Satzung ja gar nicht ändern, sondern nur nach der alten zunächst die fünf Posten besetzen. Denn schließlich geht es heute in erster Linie darum, die drohende Auflösung abzuwenden“, rückte er das eigentliche Ziel der Versammlung wieder in den Blickpunkt.
Das wurde nicht nur mit der von Karsten Fehr geleiteten Wahl von Rudi Martin erreicht, sondern auch durch die Wiederwahl vom Thomas Saß als 2. Vorsitzenden sowie von Rita Cabione als Schatzmeisterin. Nachfolger des langjährigen Geschäftsführers Martin Wensing wurde Dana Kleps, während Dieter Krahl von Gerda Wensing die Aufgaben des Schriftführers übernahm. Auf Antrag von Ralf Rother wurde die Entscheidung über die weiteren Vorstandsposten bis zur nächsten Mitgliederversammlung vertagt. Auf deren Tagesordnung steht dann der ursprüngliche Antrag von Ralf Rother, über den dann abgestimmt werden kann.
