Politik | 26.02.2013

Rüddel: Bahnlärm wird halbiert

Heimischer Bundestagsabgeordneter im Gespräch mit Bahn-Vorstand Dr. Rüdiger Grube

V.li. Jürgen Konz, Konzernbevollmächtigter der DB AG für RLP und Saarland, Erwin Rüddel MdB mit Dr. Rüdiger Grube Vorstandsvorsitzender der DB AG, rechts im Profil Georg Brunnhuber, politischer Beauftragter der DB AG. privat

Berlin / Wahlkreis. Der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel traf sich in Berlin zum direkten Gespräch mit dem Vorstandsvorsitzenden der DB AG, Dr. Rüdiger Grube und dem DB-Konzernbevollmächtigten für Rheinland-Pfalz, Jürgen Konz. Thema waren konkrete Schritte der Bahnlärmsanierung im Mittelrheintal und Verbesserungen des Leistungsangebotes der Bahn.

Dr. Grube sicherte Erwin Rüddel zu, dass Zug um Zug die Waggons, die im Zugriff der Bahn AG stehen, durch neue, leisere ersetzt oder auf Flüsterbremsen umgebaut werden. Mit dieser Zusage antwortete der Bahnchef auf die Bedenken des Bundestagsabgeordneten, die Bahn könne die Umrüstung der Waggons hinauszögern. In einem Brief an Volker Kauder, der auf Einladung von Erwin Rüddels vor einigen Wochen die Bahnlärmproblematik vor Ort in Leutesdorf begutachtet hatte, hatte Dr. Grube noch über höhere Betriebskosten nach der Umrüstung auf die LL-Sohle geklagt. Dies hatte bei Rüddel die Sorge ausgelöst, die Bahn beabsichtige die Umrüstung hinauszuzögern.

Erwin Rüddel: „Wir haben konstruktive Gespräche geführt und die Bahn AG hat glaubwürdig erläutert, dass sie nachhaltig und zügig an einer Halbierung des Bahnlärms arbeitet.“ Die Waggonbesitzer erhalten über den Bundeshaushalt und über die neu eingeführten lärmabhängigen Trassenpreise Geld, um in den nächsten Jahren das rollende Material auf „leise Sohlen“ umzurüsten. Die ca. 180.000 Waggons, die in Deutschland unterwegs sind, gehören zu einem Drittel Bahn-Töchtern. Ein weiteres Drittel gehören anderen deutschen Betreibern. Ein Drittel kommt aus dem Ausland. „Jetzt muss auch auf die anderen Betreiber Druck aufgebaut werden, damit ebenso zügig eine Umrüstung der Bremssysteme erfolgt“, fordert der CDU-MdB. Die anderen Wagenhalter müssen davon abgehalten werden, solange es eben rechtlich möglich ist, mit altem Material zu fahren, um Betriebskosten zu sparen. Das hätte zur Folge, dass die übrigen Wagenhalter versuchten, die Umrüstung bis Ende 2020 hinauszuschieben. Hier will Rüddel künftig politisch ansetzen.

Ab 2021 darf durch die Schweiz kein lauter Zug mehr fahren. Das bringt auch Druck auf den deutschen Güterverkehrsmarkt. Das bedeutet wiederum, dass all Waggons spätestens bis 2020 umgerüstet sein müssten, was eine Halbierung des Lärms möglich macht. Rüddel will aber erreichen, dass diese Umrüstung früher abgeschlossen ist.

„Ich werde auch weiterhin mit aller Kraft in Berlin darauf hinwirken, dass bereits ab 2018 keine lauten Züge mehr durch das Mittelrheintal fahren“, bekräftigte der CDU-Politiker. Die technischen Kapazitäten und ausreichende finanzielle Mittel sind vorhanden. „Deshalb werde ich im Interesse der Menschen im Rheintal hartnäckig an dieser Sache dranbleiben und weiterhin alle Hebel in Bewegung setzen, um die Lärmbelastung möglichst bald und möglichst wirksam zu reduzieren“, bekräftigte Erwin Rüddel.

Unverständnis zeigt Erwin Rüddel für den „Windmühlen-Kampf“ der SPD, bei dem es um den Schienenbonus geht. Dabei will der Bund eine Reduzierung der Lärmgrenzen um 5% für Neubautrassen beschließen. „Ich kämpfe heute für die konkreten Anliegen der Menschen im Rheintal. Eine Neubaustrecke wird es frühestens in 40 Jahren geben.“

Pressemitteilung

Büro des MdB Erwin Rüddel (CDU)

V.li. Jürgen Konz, Konzernbevollmächtigter der DB AG für RLP und Saarland, Erwin Rüddel MdB mit Dr. Rüdiger Grube Vorstandsvorsitzender der DB AG, rechts im Profil Georg Brunnhuber, politischer Beauftragter der DB AG. Foto: privat

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Neueste Artikel-Kommentare
  • Daniela Jacobs: Auch Fußgänger ????? sollten beachtet werden!Wenn jeder nur ein bisschen, wäre vieles einfacher!
  • K. Schmidt: Die nächste Demo, gerade wenn sie sich an Familien richtet, sollte dann mal unter dem Motto stehen: "Fahrradhelme für alle!"

Kruft: Zwischen Dauerkritik und Tatendrang

  • Rolf Stern : Der Text wirkt weniger wie eine Einordnung, sondern eher wie der Versuch, berechtigte Kritik abzuwürgen. Gerade bei öffentlichen Geldern ist Nachfragen keine Dauerschleife, sondern demokratische Pflicht.
  • Andreas Lung: Liebe Frau Schumacher, Sie haben offensichtlich überhaupt nicht verstanden, worum es geht.
  • Thomas Sebastian Napp: Ich kann der Gemeinde zu dieser Aktion nur gratulieren. Vor allem den Bauhofmitarbeitern muss ich hier ein Lob aussprecheb. Gleichzeitig kann ich es nicht verstehen, dass eine große Naturfläche auf dem...
Anzeige Haushaltsauflösungen und Ankauf
Kreishandwerkerschaft
Ostergruß
Kreishandwerkerschaft - Anzeige Pool
Kreishandwerkerschaft
Innovatives rund um Andernach
Stellenanzeige
Ostergrußanzeige
Stellenanzeige Kita
Empfohlene Artikel
Besuch der Leubsdorfer Schützen im Bundestag.
36

Leubsdorf. Auf Einladung der heimischen Bundestagsabgeordneten Ellen Demuth unternahm die St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft Leubsdorf eine viertägige politische Bildungsreise in die Bundeshauptstadt Berlin. Die Teilnehmer erhielten dabei spannende Einblicke in die Arbeit der Bundespolitik und besuchten zentrale Orte des politischen Geschehens.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Symbolbild.
23

Aufgrund von Wartungsarbeiten muss´die Stromversorgung zeitweise eingestellt werden

Kein Strom in Sinzig-Westum und Löhndorf

Sinzig. Am Dienstag, 14. April, führt die Rhein-Ahr-AöR Arbeiten an der Wasserversorgung in Sinzig-Westum durch. Zur Sicherheit der Arbeiter muss dazu ein Mittelspannungskabel der Energienetze Mittelrhein (enm) zeitweise abgeschaltet werden.

Weiterlesen

Pfarrer Dr. Arno-Lutz Henkel.  Foto:privat
11

Allgemeine Berichte

EIN-Spruch: Fest(e) der Befreiung

Vom 01.-09. April wird die jüdische Pessach Woche begangen, die nahezu zeitgleich zusammenfällt mit der von den Christen begangene Kar- und Osterwoche. Durch Jesus bedingt hängen beide Festtraditionen, auch inhaltlich, miteinander zusammen.

Weiterlesen

Symbolbild. Foto: pixabay.com
279

Leserbrief zu „HeimatCheck: Bad Neuenahr: Zu viele unangeleinte Hunde im Stadtgebiet?“

Leserbrief: „Das ist keine Tierliebe, das ist Egoismus!“

Ich bin fast 75 Jahre alt. Seit meinem 17. Lebensjahr habe ich Hunde. Zwei dieser Hunde wurden von unangeleinten Hunden angefallen, und so schwer verletzt, dass sie nur durch hohe tierärztliche Kunst gerettet werden konnten. Beide hatten ihr Leben lang mit den Folgen zu kämpfen.

Weiterlesen

Rund um´s Haus
Essen auf Rädern
Holz Loth-Entsorgung
Anzeige "Rund ums Haus"
Rund ums Haus
Innovatives rund um Andernach
Koblenz blüht 2026
Imageanzeige Dauerauftrag 04/2026
Rund ums Hause Mayen/Mendig
Osterangebot
Rund ums Haus
Rund ums Haus
Stellenanzeige mehrere Stellen
Koblenz blüht // Frohe Ostern 2026
Angebotsanzeige (April)
Anzeige Lange Samstage
Stellenanzeige Personalreferent/in
Stellenanzeige Personalsachbearbeiter/in