Eifelverein Ortsgruppe Linz auf Tagesausflug nach Schwammenauel am Rursee
Rund um den Rursee
Linz. Die diesjährige Herbsttour des Eifelverein Ortsgruppe Linz hatte den schönen Rursee als Ziel. Im Naturpark Eifel gelegen, bietet er eine Vielzahl an Freizeitaktivitäten. Zu der geplanten Tagesfahrt mit Wanderung, Schiffstour und Besichtigung hatten sich 35 Mitglieder und acht Gäste angemeldet. Der Bus brachte die Gruppe nach Schwammenauel, wo sie von ihrem Wanderfreund Egon Foulonge und Partnerin Helga empfangen wurden. Am Rursee angekommen, galt es sich zu entscheiden: Gemütlich auf dem See die Seele baumeln zu lassen oder mit Wanderfreund Egon den Kermeter hinauf, um von oben die schöne Landschaft zugenießen. Für die 27 Wanderer ging es erst einmal moderat bergauf. Egon Foulonge führte sie an schöne Ausblicke, bestaunte mit ihnen Pilze und erörterte mit auch die Naturparkproblematik. Nach einem steileren Aufstieg erreichten sie die Zisterzienserabtei Mariawald. Sie besichtigten die alte Klosterkirche und ließen sich anschließend die berühmte Erbsensuppe munden. Am Kraftwerk trafen sie dann wieder mit den „Kreuzfahrern“ zusammen. Die Wandergruppe trennte sich von den Personen, die es beschaulich angehen wollten und sich für eine Schiffspartie auf dem Rursee entschieden hatten. Nachdem der Kapitän und seine Crew die „Aachen“ startklar gemacht hatte, konnten sie mit 18 Personen an Bord gehen. Bei Kaffee und einem kleinen Imbiss konnten sie die vorbeiziehende Landschaft des Naturparks Eifel mit seinem herbstlich gefärbten Laubwald genießen. Über Lautsprecher wurden sie über die Größe des Schiffes sowie die technischen Daten informiert. Außerdem erfuhren sie, dass viele Tierarten im Nationalpark wieder heimisch geworden sind, hier sei vor allem die Wildkatze erwähnt. Sie liefen die Schiffsanlegestellen Eschauel, Kermeterufer und Woffelsbach an, von wo aus Wanderwege zum Beispiel nach Heimbach, Hasenfeld, Schwammenauel oder in den Nationalpark führten. Die felsigen Uferformationen sind imponierend und wechseln sich ab mit Sandstränden, an denen im Sommer reger Badebetrieb herrscht. Nach knapp zwei Stunden war die Rundfahrt beendet. Sie hatten zwar während der Fahrt immer noch auf Sonnenschein gehofft, aber vergeblich. Trotzdem übte auch der herbstlich verhangene Himmel über dem Rursee einen besonderen Reiz aus.
Weitere Highlights
Die nächste Attraktion war die Rursee Bahn, mit der sie über Hasenfeld zur Stadt Heimbach, dem Tor zum Nationalpark Eifel, entlang der Rur zum Jugendstil-Kraftwerk fuhren, wo sie auf ihre Wandergruppe warten mussten. Auf der Tagesordnung erwartete sie ein weiteres Highlight. Die Besichtigung des Jugendstilwasserkraftwerks, durch das sie von einer sehr sachkundigen, freundlichen Besucherbetreuerin mit vielen Informationen zur Geschichte und der heutigen Leistung des Kraftwerks (erbaut in der Zeit von 1899 bis 1904, in Betrieb genommen im Jahr 1905, nach den beiden Weltkriegen wieder aufgebaut, im Jahr 1974 komplett modernisiert) geführt wurden. Es werden jährlich circa 25 Mio.KW h elektrischer Strom in das Verbundnetz des RWE eingespeist. Beim Besuch des hauseigenen Museums wurden bei vielen Vereinsmitgliedern Erinnerungen an ihre Kindheit geweckt. Gab es doch hier fast alle Generationen der gebräuchlichsten Elektrogeräte seit Erfindung der Elektrizität wie Beleuchtungskörper, Herde, Kühlschränke, Kaffee,- und Küchenmaschinen, Waschmaschinen, Rundfunk,-und Fernsehgeräte und viele Erfindungen, die wahrscheinlich gar nicht in den Handel kamen, zu bewundern. Es gab sogar eine Erfindung Konrad Adenauers, der bekanntlich ein großer Tüftler und Erfinder war, zu bestaunen, nämlich einen beleuchteten Stopfpilz. Damit waren die Löcher in den Socken viel leichter zu erkennen. Mit ganz vielen interessanten Informationen und Eindrücken ging es dann nach einem Café-Besuch auf die Heimreise, die um 19:30 Uhr in Linz endete.
Pressemitteilung von
Ursula Herrig, Eva Kirschbaum und Hiltrud Ruwoldt-Leidig,
Eifelverein OG Linz
