Allgemeine Berichte | 12.11.2015

Einmaleins der Verkehrssicherheit rechtzeitig im Vorschulalter lernen

„Sicher zur Schule“

Was macht man im Auto als Erstes? „Anschnallen, ist doch klar“.Privat

Sankt Katherinen. St. Katharinen Verkehrssicherheitstraining gehört in Kindertagesstätten zum Alltag. Auch in der Kita St. Katharinen. „Wenn wir mit unseren Mädchen und Jungen die Kita verlassen – Verkehrssicherheit ist immer aktuell. Wir üben regelmäßig mit den Kindern bei Spaziergängen oder auf Ausflügen. Zusätzlich tragen alle eine leuchtende Warnweste und sind so als Gruppe für alle Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer gut zu sehen“, berichtete Leiterin Ingrid Brabender. Die Kita beteiligt sich an der Kampagne „Sicher zur Schule“ der Unfallkasse und der Landesverkehrswacht, die von der Polizei, den Kreisverkehrswachten und vom Forum Verkehrssicherheit Rheinland-Pfalz unterstützt wird. Eine Arbeitsbroschüre hilft beim Verkehrssicherheitstraining, bei dem die Kinder lernen, Gefahren im Straßenverkehr zu meistern oder – noch besser – zu umgehen. Mit einem Ratgeber wendet sich die Kampagne direkt an die Eltern. Während einer Aktionsveranstaltung in der Kita St. Katharinen zeigten die Kinder, dass sie die wichtigsten Regeln zum Überqueren der Straße kennen. „Unsere Gemeinde ist stolz über die gut funktionierende Einrichtung. In unserer Kita lernen die Kinder viel für ihre spätere Schulzeit“, richtete Beigeordneter Robert Pütz ein Lob an das gesamte Kita-Team. „In St. Katharinen haben die Bildungseinrichtungen, ob nun Kita oder Schule, einen sehr hohen Stellenwert“, so Robert Pütz weiter. Die Zahl der Wegeunfälle von Schul- und Kindergartenkindern ist zwar im vergangenen Jahr um sechs Meldungen gesunken, doch insgesamt gingen bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz in 2014 immer noch 5.255 Wegeunfallmeldungen ein, an denen Kita- und Schulkinder beteiligt waren. „Und genau hier möchten wir mit dem Schulungsprojekt gegensteuern und uns gemeinsam mit unseren Partnern gezielt dafür einsetzen, die Unfälle mit Kindern drastisch zu reduzieren beziehungsweise zu vermeiden und damit auf ‚Null‘ zu setzen. Dieses Vorhaben hat jedoch nur mit einem gut funktionierenden Netzwerk eine wirkliche Chance“, betonte Manfred Breitbach, stellvertretender Geschäftsführer der Unfallkasse Rheinland-Pfalz. Die enge Zusammenarbeit der verantwortlichen Akteure im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Linz zeigt Wirkung: „Unsere Unfallstatistik im Verkehrsgeschehen verzeichnet keinen Unfall mit Kindern auf dem Schulweg. Im Gesamtunfallgeschehen mit Beteiligung von Kindern konnten wir einen Rückgang um 50 Prozent beobachten“, hob Polizeioberkommissarin Nadine Engebrecht hervor.

Eltern sind gefordert

„Das Projekt spricht bewusst auch die Eltern an, denn ihnen obliegt die Vorarbeit bei der Verkehrserziehung ihrer Kinder“, informierte Lothar Lenz von der Kreisverkehrswacht Neuwied. Kein Erwachsener dürfte sein Vorbildverhalten unterschätzen, denn Kinder lernen durch Nachahmen.

Polizei hat guten Kontakt

Nadine Engebrecht, die Verkehrssicherheitsberaterin bei der Polizeiinspektion Linz, besucht die Kita regelmäßig und hat einen guten Kontakt zu den Kindern aufgebaut. Ein besonderes Highlight war für die Mädchen und Jungen ein Besuch in der Polizeiinspektion Linz. Weiter plant die Verkehrsexpertin im Januar/Februar 2016 Verkehrssicherheitstage. „Das sichere Verhalten im Straßenverkehr erfassen Kinder am besten, wenn sie es über einen längeren Zeitraum in der Praxis üben. Die neuen Broschüren ‚Sicher zur Schule‘ eignen sich bestens dazu, bereits jetzt mit den Vorschulkindern richtiges Verhalten im Straßenverkehr zu trainieren“, ist Nadine Engebrecht überzeugt. So können sie wichtige Sicherheitsregeln gut verinnerlichen und sind bei der Einschulung im nächsten Jahr bestens gerüstet.

Elterntaxi

An vielen Schulen tritt zur Rushhour ein massives Verkehrschaos auf. In vielen Fällen gefährden Eltern durch regelwidriges Anhalten oder riskante Wendemanöver die Sicherheit der Schulkinder erheblich. „Die Eltern meinen es gut, wenn sie ihre Jüngsten so nah wie möglich zur Schule bringen. Manche trauen ihren Kindern den Schulweg auch einfach nicht zu. Doch durch diese Besorgnis sind andere Menschen, die zu Fuß unterwegs sind, erheblich gefährdet“, berichtete Andrea Winkelmann von der Grundschule Bad Hönningen aus ihrer Erfahrung als Fachberaterin für Verkehrserziehung im Bereich Neuwied. In manchen Schulen ist zu beobachten, dass in sicherer Entfernung eingerichtete „Elterntaxi-Haltestellen“ die brisante Verkehrssituation zum Unterrichtsbeginn und –ende wirksam entschärfen. Die Broschüren für die Kinder und die Eltern erhalten Kitas kostenfrei bei der Unfallkasse Rheinland-Pfalz: Tel. (0 26 32) 9 60 33 00, E-Mail: praevention@ukrlp.de.

„Lasst euch nicht von anderen Kindern beeinflussen. Jeder schaut für sich alleine und entscheidet selbst, ob die Straße frei ist.“ An diese Anweisung von Polizistin Nadine Engebrecht halten sich die Kinder.

„Lasst euch nicht von anderen Kindern beeinflussen. Jeder schaut für sich alleine und entscheidet selbst, ob die Straße frei ist.“ An diese Anweisung von Polizistin Nadine Engebrecht halten sich die Kinder.

Was macht man im Auto als Erstes? „Anschnallen, ist doch klar“.Fotos: Privat

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