Frauen der kfd St. Katharinen erkunden Bad Kreuznach
Spaziergang durch die Bäderstadt
St. Katharinen. Bei wolkigem Himmel startete die kfd St. Katharinen mit 40 Frauen zu ihrer diesjährigen Jahrestour. Mit einem Morgengebet und Lied begann die Fahrt mit dem Bus nach Bad Kreuznach. Nach verspäteter Ankunft wurden sie von den Stadtführern bereits erwartet. Diese informierten die Teilnehmerinnen ausführlich über die Geschichte der Stadt. Los ging es am Bäderhaus mit angeschlossenem Kurhaus und einem Gradierwerk für Asthmakranke. Der Kurbetrieb, vorrangig Heilbad für Rheumaerkrankungen und Asthma, ist das zweite Standbein der Stadt neben der Industrie. Das ehemalige Kurhaus, das von Emanuel v. Seidl 1913 errichtete neubarocke Gebäude, war nach dem 1. Weltkrieg Hauptquartier der französischen Armee und 1958 Begegnungsort des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle und des deutschen Bundeskanzlers Konrad Adenauer zur deutsch-französischen Versöhnung (heute Hotel).
Ein Gedenkstein vor dem ehemaligen Kurhaus erinnert an dieses historische Ereignis von 1958. Weiter ging es entlang des Mühlenteichs durch die älteste Platanenallee Deutschlands vorbei an der evangelischen Pauluskirche zu den Brückenhäusern auf der Alten Nahebrücke. Diese gepflegten Häuser aus dem 15. Jahrhundert sind das Wahrzeichen der Stadt Bad Kreuznach. Über die Brücke ging es in die Bad Kreuznacher Neustadt, der mittelalterlich geprägte Stadtteil am Fuße der Kauzenburg. Die Burg wurde 1689 zerstört und nach verschiedenen Umbauten erhielt sie 1972 ihr heutiges Aussehen und dient heute als Hotel und Restaurant mit einem beeindruckenden Panoramablick. In der Neustadt erfuhren sie Interessantes über den Eiermarkt, der für Jahrhunderte das Zentrum der Neustadt war. Der Platz ist umgeben von der katholischen Nikolauskirche (ältester Sakralbau der Stadt und gehörte einst zum Karmeliterorden), Fachwerkbauten und dem mittelalterlichen Metzgerviertel mit seinen engen Gassen und dem Salzmarkt im Herzen der Neustadt. Auf dem Eiermarkt fand auch der Markt für Frucht-, Fisch- und Töpferwaren statt. Die Stadtführung endete auf der Nahebrücke. In unmittelbarer Nähe befand sich auch das schöne Restaurant, wo die kfd-Frauen zum gemeinsamen Mittagessen erwartet wurden. Der Nachmittag war verregnet und viele nutzten die Zeit zum gemütlichen Kaffeetrinken oder Eis essen. Als die Sonne sich wieder meldete, stand der Bus zur Rückfahrt bereit. Alles in allem war es ein schöner Tag.
