29. Verbandsgemeinde-Feuerwehrtag in Bruchhausen
„Stetiger Einsatz für Leib und Leben“
Im Mittelpunkt standen fünf Ehrungen und die Verabschiedung von Ewald Heinrichs aus dem aktiven Dienst
Bruchhausen. Im Festzug marschierten die Delegationen der Unkeler Löschzüge nach der von Subsidiär Klaus Theis zelebrierten Messe in Sankt Johann Baptist zum Dorfgemeinschaftshaus von Bruchhausen, in welches der Unkeler Wehrleiter Ulrich Rechmann zusammen mit dem Chef der Wehr, Verbandsbürgermeister Karsten Fehr, zum 29. VG-Feuerwehrtag eingeladen hatten. Begrüßen konnte er zahlreiche Ehrengäste. Sein besonderer Dank galt dem Förderverein des Gastgebers um den Vorsitzenden Stefan Heinrich für die Ausrichtung der Veranstaltung, die vom Blasorchester Bruchhausen musikalisch gerahmt wurde. „Es ist keineswegs selbstverständlich, dass sich Menschen derart für das Gemeinwohl ehrenamtlich einsetzen, wie Sie es tun, um Leben und Gesundheit sowie Hab und Gut ihrer Mitmenschen zu schützen“, dankte Karsten Fehr den Feuerwehrleuten. Deren Dienst bezeichnet er nicht nur als unschätzbar, sondern auch als unverzichtbar, da die Freiwilligen aus dem Rettungs- und Sicherheitskonzept der VG längst nicht mehr wegzudenken seien. Die Einstellung der Feuerwehrleute sei grundlegend für ein Gemeinwesen, da jede Gesellschaft nur funktionieren könne, wenn sich ihre Bürger einbringen und aktiv würden. „Und Sie engagieren sich in ganz besonders vorbildlicher Weise“, schloss der VG-Chef seine Rede. Vor allem die Bedeutung der starken Jugendwehr hob Hausherr Markus Fischer hervor. „Da wird nichts dem Zufall überlassen, vielmehr ist die hohe Teilnehmerzahl das Ergebnis harter Arbeit“, dankte er den Ausbildern, bevor Wehrführer Michael Frings den Bogen zu den älteren Feuerwehrleuten bis hin zur Alterswehr schloss, die ihr Wissen an die Jugend weitergeben würden. „Im Vorjahr sind von unseren 134 Feuerwehrangehörigen zu insgesamt 92 Einsätze ausgerückt. 42 Prozent waren technische Hilfeleistungen, 58 Prozent Brände“, so Wehrleiter Ulrich Rechmann. Insgesamt seien 6.420 Stunden Einsatz- und Übungsdienst zusammengekommen, 4.166 Stunden entfielen auf die Aus- und Fortbildung. „Für dieses Jahr war eigentlich eine Ersatzbeschaffung für das Tanklöschfahrzeug in Erpel vorgesehen, eins von zwei im Kreis vorhandenen Waldbrand-Bekämpfungsfahrzeugen“, erinnerte er. Entsprechend habe man auf einen Neukauf verzichtet und sich für eine Generalüberholung des 30 Jahre alten TLF entscheiden, sodass rund 70.000 Euro eingespart werden konnten. „Unsere Wehren brauchen die bestmöglichen Rahmenbedingungen in Technik, Ausstattung und Ausbildung, damit sie ihr ehrenamtliches Engagement für unsere Sicherheit praktizieren können“, hob Achim Hallerbach hervor, bevor er auf die Brandschutzerziehung einging. Weitere Themen der Kreisbeigeordneten waren der Digitalfunk und die Erstellung eines Solarkatasters sowie der Einbau von verschiedenen Möglichkeiten, Photovoltaikanlagen bei einem Brandeinsatz vom Netz zu nehmen.
Ehrung für verdiente Kameraden
Dann stand der Orsberger Wehrführer Dieter Rosen im Mittelpunkt der Veranstaltung. Für seinen 35-jährigen aktiven Dienst in der Feuerwehr zeichnete Holger Kurz den Hauptbrandmeister mit dem Goldenen Feuerwehr-Ehrenzeichen aus. „Herr Rosen ist schon seit 17 Jahren Wehrführer und erfüllt diese Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit seiner Kameraden wie der Wehrleitung“ erklärte Achim Hallerbach in seiner Laudatio. Vor allem die Pflege der Kameradschaft liege dem beliebten und geachteten Feuerwehrmann, auf den man sich stets verlassen könne, am Herzen. Anschließend verabschiedete der Chef der Unkeler Wehr Oberbandmeister Ewald Heinrichs aus dem aktiven Dienst. Der ehemaligen Wehrführer des Bruchhausener Löschzugs ist Träger des Silbernen und Goldenen Feuerwehrehrenzeichens, wurde mit den Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold ausgezeichnet und erhielt 2009 das Silberne Feuerwehr-Ehrenzeichen am Bande, erinnerte Karsten Fehr. Und der Vorsitzende des Kreisfeuerverbandes konnte gleich noch eine weitere Auszeichnung hinzufügen. Wie dem Erpeler Theo Schlüter sowie den beiden Unkeler Feuerwehrleuten, Manfred Stieger und Rainer Menden, überreichte Dirk Elberskirch auch Ewald Heinrichs die Ehrennadel des Verbandes für 40 Jahre aktiver Tätigkeit in der Feuerwehr.
Vorsichtig heftet der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur dem Orsberger Dieter Rosen das Ehrenzeichen in Gold an.
