Stadtspaziergang durch die Altstadt von Linz
Tag der Städtebauförderung 2015
Linz. Nicht nur mit dem Antik- und Trödelmarkt stand die Bunte Stadt am Rhein vor Kurzem im Blickpunkt. Anlässlich des „Tages der Städtebauförderung 2015“ hatten Stadtbürgermeister Hans Georg Faust und Norman Kratz vom Bopparder Büro für Städtebau und Umweltplanung „Stadt-Land-plus“ auch zu einem „Stadtspaziergang Linz am Rhein“ eingeladen. „Von der Resonanz, auf welche diese Einladung gestoßen ist, bin ich mehr als angenehm überrascht“, so der Stadtchef angesichts von gut 100 Teilnehmern, die sich vor dem Rathaus versammelt hatten. Begrüßen konnte Hans Georg Faust dort nicht nur Vertreter der Linzer Verwaltung um Joachim Reifert sowie viele Ratsmitglieder, namentlich willkommen heißen konnte er auch seinen Unkeler Kollegen Gerhard Hausen sowie Reinhard Lahr von der Unteren Denkmalbehörde Neuwied. „Städtebauförderprogramm gibt es seit den 70-er Jahren. Die Stadt Linz ist mit dem Altstadt-Gebiet in die Fördermaßnahme ‚Historische Stadtbereiche‘ aufgenommen worden, so dass in den kommenden zwölf Jahren durch das Bund-Länder-Programm private und öffentliche Maßnahmen gefördert werden, damit der historische Stadtkern mit seiner Bausubstanz gesichert und erhalten werden kann“, erklärte Norman Kratz.
Sanierter Bestand
Grundlage für die Förderung sei das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK), das von „Stadt-Land-plus“ seit Februar erstellt werde. „Zuvor haben wir hier alle denkmalgeschützten Gebäude von außen bewertet und dann eine Eigentümerbefragung durchgeführt, bei der wir eine hohe Rücklaufquote verzeichnen konnten“, berichtete der Planer. Einige Hausbesitzer wie Thomas Nelles, dem es in der Brüdergasse 3 gelungen sei, die Ensembleoptik zu erhalten, oder Markus Bouillon, der den „Totenborn“ 4-8 im Bestand saniert habe, seien schon mit gutem Beispiel vorangegangen und hätten gezeigt, wie man die Stadt optisch weiter nach vorne bringen könne. Gleiches gelte auch für die Architektin Barbara Bussmann, die zusammen mit dem Dattenberger Günter Boden dabei sei, den Gebäudekomplex Marktplatz1/Ecke Commenderiestraße zu optimieren. „Neben diesen Beispielen gelungener privater Gebäudesanierung werden wir bei dem Stadtspaziergang auch andere Potenziale und Handlungsschwerpunkt besuchen. Beginnen werden wir mit dem Haus Cafitz am Marktplatz 4“, so Hans Georg Faust. Über das Haus Bouillon und Haus Nelles führte der Stadtspaziergang zur Mühlengasse, wo die Potenziale der Platz- und Straßengestaltung erläutert wurden, und weiter zur Baustellenbesichtigungen am Marktplatz 1. „Auch in der Strohgasse sind wir vorangekommen“, berichtete Joachim Reifert. Haus 15 werde abgerissen und altersgerecht neu gebaut. Der benachbarte, so genannte „Isenburger Hof“, sei verkauft. Diesen herrschaftlichen Bau mit der doppelläufigen Außentreppe, über der im 4. Stock ein barocker Schweifgiebel thront, hatte Hofkammerrat Johann Michael Flöcker errichten lassen. In der Stadthalle hatten alle Teilnehmer Gelegenheit, sich über den aktuelle Arbeitsstand des ISEK zu informieren. Zudem erhielten sie die Möglichkeit, ihre Ideen für eine zukünftige Entwicklung der Stadt in dass Konzept einzubringen und sich über die Möglichkeiten der Förderung bei geplanten Sanierungen zu informieren. Das können Interessierte weiterhin bei der Verbandsgemeinde am Schoppbüchel 5, auch bei Hansjörg Scholl, (0 26 44) 56 01 89 49, E-Mail: hansjoerg.scholl@vg-linz.de
