Vettelschoßer Löschzug hatte eingeladen
Tag der offenen Tür auf der Linzer Höhe
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand die Einsegnung eines neuen Mehrzweck-Transportfahrzeugs
Vettelschoß.Zum Tag der offenen Tür hatte die Mannschaft des Vettelschoßer Wehrführers Martin Homscheid und seines Stellvertreters Wilfried Müller am Sonntag ans Gerätehaus neben dem DRK-Heim eingeladen. Begrüßen konnten sie dazu neben dem Chef der Wehr, Verbandsbürgermeister Hans Günter Fischer, und Wehrleiter Thomas Nelles mit seinem Stellvertreter Christoph Teuner auch die Landtagsabgeordnete Ellen Demuth, Bürgermeister Heinrich Freidel und seinen Vorgänger Falk Schneider, den Bürgermeister aus dem Nachbarort St. Katharinen, Willi Knopp, und nicht zuletzt mit Diakon Eberhard Roevenstrunk und Pfarrer Bernd Peters die beiden Geistlichen, die am Nachmittag das „Mehrzweck-Transportfahrzeug mit Ladehilfe“ MZF2 einsegnen sollten. Gekommen waren neben Vertretern des DRK und des THW auch große Delegationen der anderen Löschzüge aus der Verbandsgemeinde sowie Kameraden der Feuerwehr Wallerfangen aus dem Saarland, mit der seit Oktober 1990 eine Partnerschaft besteht.
Leistungsstärke bewiesen
„Ein Tag der offenen Tür ist eine gute Möglichkeit zu zeigen, was man leisten kann und wie man ausgestattet ist. Man kann aber auch spüren, wie stark die Anerkennung der Bevölkerung ausgeprägt ist und wie sich die Bewohner der Region mit ihrem Löschzug identifizieren“, so Bürgermeister Fischer, der hoch erfreut über die große Resonanz war, auf die die Veranstaltung gestoßen war. Die Linzer Höhe habe sich in den zurückliegenden Jahren besonders dynamisch entwickelt, was für die Löschzüge eine enorme Herausforderung bedeute, wie sich beim Brand einer Lager- und Produktionshalle Ende Mai deutlich gezeigt habe. „Um dieses Großfeuer zu löschen, ist die Feuerwehr ganze 65 Stunden im Dauereinsatz gewesen“, so Fischer. Wie professionell sie dafür gesorgt habe, weitere Schäden zu minimieren, das habe ihn sehr stolz gemacht, erklärte er unter dem Applaus der Zuhörer, bevor Thomas Nelles das neue Fahrzeug vorstellte.
MZF2 kostete 138.000 Euro
„Das Mehrzweck-Transportfahrzeug mit Ladehilfe ist kein Löschfahrzeug im eigentlichen Sinn, vielmehr ist es generell einsetzbar“, so der Wehrleiter. Besonders geeignet sei es für den Nachschub, etwa von Sonderlöschmittel. Darüber hinaus biete das Fahrzeug sechs Einsatzkräften Raum und könne 1,5 Tonnen zuladen. Ausgestattet ist das MZF 2, das Vorauswagen und Logistikfahrzeug ersetzt, zudem mit einem Lichtmast und einer Heck-Warnmarkierung. „Gekostet hat das Fahrzeug, dessen Beschaffung die Verbandsgemeinde im Juli 2014 beschlossen hatte und das im März abholt werden konnte, stolze 138.000 Euro, von denen das Land 26.000 Euro übernimmt“, erklärte Fischer, bevor er Martin Homscheid den Schlüssel für den 220 PS starken Automatik-Wagen übergab.
Da standen die „Kuhlen Musikanten“ um Dirk Wachtler schon bereit, um nach der Einsegnung mit dem „Schützenmarsch“ das Platzkonzert zu beginnen, das zeitlich - leider - mit einem Platzregen zusammenfiel.
Vor allem die Ladehilfe des MZF 2 wurde von den Feuerwehrmännern fachmännisch begutachtet.
