Lokalsport | 19.02.2013

BBC Linz Oberliga Damen

Teilnahme am BVRP Top 4 Turnier gesichert

Ein gutes Viertel reicht zum Sieg - Lutzerath musste sich geschlagen geben

Linz. Es war schon fast ein wenig gespenstisch am Samstagabend in der Sporthalle der SSG Lutzerath: So gut wie keine Menschenseele fand sich ein, um dem Pokalwettbewerb , immerhin Viertelfinale, beizuwohnen. Den Linzer Damen war es egal, pünktlich angereist, umgezogen, Teambesprechung, Warm-up, und schon ging es los.Wie von Coach Modrack erwartet, startete Lutzerath mit hohem Tempo in die Partie und wollte sich auch über die folgenden 40 Minuten zu keinem Zeitpunkt in die Rolle des „ Underdogs“ drängen lassen. Dennoch waren die Linzer Damen zunächst sicherer und führten nach zwei Minuten mit 5:0. Es gestaltete sich dann aber ein ausgeglichenes Viertel, in dem Lutzerath immer wieder zu viel zu leichten Abschlüssen kam. Bei den Linzerinnen fehlte hier ein wenig die Entschlossenheit in der Defense. In der Offense drehte vor allem Johanna Marger auf, zeigte sich variabel, unaufhaltsam und markierte schon 12 ihrer insgesamt 24 Punkte. Nach 21:24 ging es mit veränderter Defense für die Linzerinnen in das 2. Viertel. Nach nur zwei Minuten startete ein furioser 13:0 Lauf. Uta Marx, Jennifer Friedsam und Carolin Hundrieser punkteten aus allen Positionen. Ein kurzes Lebenszeichen von Lutzrath wurde umgehend mit dem zweiten Dreier von Carolin Hundrieser beantwortet. Sophie Marger setzte den Schlussakkord zum 27:46, das Viertelergebnis lautete 6:26.Nach dem Seitenwechsel zeigte Lutzerath, dass sie sich nicht aufgeben wollten, und machten die ersten 4 Punkte. Doch Johanna Marger hielt dagegen, gefolgt von zwei sicher verwandelten Freiwürfen von Teamcaptain Sophia Esser. In der fünften Minute stand es schon 33:52. Dann aber verloren die Linzerinnen ein wenig ihren Faden: Nachlässig in der Defense und zu ungeduldig im Abschluss baute die Mannschaft den Gegner auf und musste so das Viertel mit 19:16 abgeben. Insgesamt wurde die Partie immer zerfahrener und ruppiger. Darunter hatte insbesondere Sophia Esser zu leiden, die am Spielfeldrand blutend behandelt werden musste. Coach Modrack schwor sein Team darauf ein sich mehr auf das eigentliche Spiel zu konzentrieren, und sich nicht von der harten Gangart provozieren zu lassen.

Mit kontinuierlicher Rotation ließen sich die Linzerinnen im Schlussabschnitt die Butter nicht mehr vom Brot nehmen. Insgesamt kam Linz durch geduldig gespielte Sets immer wieder zu attraktiven Abschlüssen. Lutzerath blieb außerordentlich kampfbetont und konnte das letzte Viertel mit 15:15 ausgeglichen gestalten.

Mit 61:77 ging eine insgesamt nicht allzu attraktive Partie zu Ende. Das aber hielt die Linzerinnen selbstverständlich nicht davon ab, ihre Qualifikation für das BVRP Top 4 Turnier zu bejubeln.

Coach Modrack zeigte sich nach dem Spiel kritisch, aber nicht unzufrieden: „Wir hatten uns ein paar Sachen vorgenommen, einiges davon hat nicht funktioniert. Ich selbst habe sicherlich den Fehler gemacht, dass ich den Fokus zu sehr auf die Umsetzung der Aufgaben gerichtet habe, anstatt das aktuelle Spielgeschehen zu coachen. Wir wollten aber das Spiel nutzen, um noch ein paar Dinge zu verbessern

. Das ist uns nur teilweise gelungen. Andererseits haben wir ein wichtiges Spiel gegen einen guten und aggressiven Gegner gewonnen. Unsere individuelle Überlegenheit war trotz einiger Fehler die ganze Zeit spürbar.

Dann muss man auch mit einem nicht so ansehnlichen Spiel zufrieden sein.“ Für die Mannschaft geht es in der Liga weiter: Schon am kommenden Sonntag muss die weite Auswärtsfahrt nach Bad Bergzabern angetreten werden. Dort müssen sich Modracks Schützlinge gegen den derzeitigen Tabellenersten beweisen. Da die Hinrunden-Partie mit nur sieben Zählern verloren wurde, werden sich alle auf ein spannendes Match einstellen.

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