Auf dem Donatusplatz wurde die Ockenfelser Kirmes gefeiert
Tolle Stimmung auf der „Rheinterrasse“
Königswalzer von Rudi und Adele Krupp und das Championsleague-Finale waren die Highlights
Ockenfels. „Wann wird hier denn wieder die Sonne rausgehängt“, fragte eine Ockenfelserin ungeduldig ihren Bürgermeister, als dieser gerade den Donatusplatz absperrte. „Die hat sich doch eben nur hinter einer kleinen Wolke verzogen und kommt gleich wieder zum Vorschein, damit wir zumindest heute unsere Kirmes im Warmen feiern können“, erwiderte Kurt Pape. Trotzdem war neben dem Grillstand und der Bon-Kasse mitten auf dem Platz im Schatten der Donatuskapelle ein großes weißes Zelt aufgebaut, in dem nicht nur der DJ von „Just Music“ mit seiner Anlage Schutz fand. An den langen zwölf Biergarnituren bot es auch etlichen Kirmesbesuchern Platz.
„Jedes Jahr im Winter, wenn et wieder schneit!“, spielte das Tambourcorps „Rheinklänge“, als es zur offiziellen Kirmeseröffnung auf den Donatusplatz einbog. Aber eben nicht in der vierten oder fünften Jahreszeit, sondern im Frühling, dieses Jahr im Wonnemonat Mai, standen die Ockenfelser zur Kirmes parat, als et Trömmelche jing. Ja schon lange zuvor hatte die jungen Gäste die Hüpfburg hinter dem Festzelt erobert und mächtig ins Schwanken gebracht. Und da das benachbarte Spielmobil der JuLis seine Schätze noch nicht preis gegeben hatte, mussten eben die den heiligen Donatus säumenden Bäume für waghalsige Kletterpartien herhalten.
Musik und Tanz sorgten für Unterhaltung
„Da hat doch ein Politiker tatsächlich mal die Wahrheit gesagt“, kommentierte ein Besucher die Vorhersage von Kurt Pape hinsichtlich des Sonnenscheins. In diesem spielte das Tambourcorps unter Leitung von Frank Wilkening für das „Rheinklänge“-Schützenkönigspaar, Rudi und Adele Krupp, zunächst den Königswalzer, um nach dem Königstanz dann sogar mit Schalmeinklängen „Die Fischerin vom Bodensee“ nach Ockenfels einzuladen. „Freut Euch des Lebens, weil noch das Lämpchen glüht; pflücket die Rose, eh‘ sie verblüht!“, empfahlen die Musiker schließlich ihren Mitbürgern, um ihnen dann mit dem Regimentsgruß-Marsch zu verraten: „Das Lieben bringt groß Freud!“ Die hatten auf der „Terrasse von Linz“ wie der kleine Rheinhöhenort auch genannt wird, vor allem Großeltern und Eltern, als der Kindergarten „Pusteblume“ die Programmgestaltung übernahm. „Wir werden immer größer, das weiß, ein jedes Schaf, wir werden größer, sogar im Schlaf!“, verrieten die kleinen Sänger, bevor sie auch noch Rolf Zuckowskis „Eulenlied“ anstimmten. „Wir haben auch dieses Jahr keine Mühen gescheut, um wieder eine kleine Kirmes auf die Beine zu stellen“, erklärte Kurt Pape in seiner Begrüßungsrede.
So lud die Gemeinde nach Musik und Tanz am Abend ins Wembley-Stadion ein mittels Public-Viewing, um so die Entscheidung im Championsleague-Finale miterleben zu können. „Ob morgen nach dem Fest-Hochamt zur Kirchweih hier viele Ockenfelser die Kirmes trotz des vorhergesagten Regens weiterfeiern werden, müssen wir abwarten“, gab sich der Ortschef zurückhaltend bis skeptisch.
Zusammen mit seinem Schützenkönigspaar, Rudi und Adele Krupp, eröffnete das Tambourcorps „Rheinklänge“ die Ockenfelser Kirmes auf dem Donatusplatz.
