Mosaikausstellung im historischen Ratssaal
Vernissage war von Erfolg gekrönt
Unkel. Im Rahmen „Kunst in Unkeler Höfen“ fand im historischen Ratssaal der Stadt Unkel die Vernissage einer Mosaikausstellung der Deutschen Organisation für Mosaikkunst e.V. statt. Die Wanderausstellung mit vielen wunderschönen, fantasievollen, vorwiegend bunten Mosaiken faszinierte die Besucher. Der 1. Vorsitzende, Dr. Thomas Denker, begrüßte alle Anwesenden und wünschte Ihnen viel Freude und Vergnügen bei der Betrachtung der Mosaiken, Masken als Spiegel der Gesellschaft. Sein Vortrag war sehr anschaulich und interessant. Während des Betrachtens wurde man unwillkürlich an den Karneval in Venedig und die bezaubernden, venezianischen Masken erinnert, die alle etwas Mystisches haben und man nicht weiß, welche Person dahinter steckt. Die DOMO (Deutsche Organisation für Mosaikkunst e.V.) ist die Vereinigung der Mosaikliebhaber und Mosaik schaffenden in Deutschland. Der Verein, der sich der Förderung der Mosaikkunst widmet, wurde im Jahre 2008 von 22 Mosaikkünstlern gegründet. Dr. Thomas Denker ist einer der Mitbegründer des Vereins. Mittlerweile ist der Verein auf rund 130 Mitglieder angewachsen. Seine Aktivitäten bestehen vor allem aus der Organisation von Mosaikausstellungen, der Förderung von Mosaikprojekten in Deutschland sowie der Durchführung von Lehrgängen und Symposien. Für die Ausstellung ist den Künstlern zur Auflage gemacht worden, je ein Werk in einem vorgeschriebenen standardisierten Holzrahmen von 40 × 40 cm Kantenlänge zum Thema Masken - Spiegel der Gesellschaft anzufertigen. Wem das Format partout nicht gefiel, der durfte auch etwas in einem „freien Format“ erstellen. Diese Art der Ausstellung, bei der das Thema vorgegeben ist und bei der jeder sich dann im gleichen Rahmen von 40 mal 40 cm „austoben“ darf, hat mittlerweile eine Tradition bei der DOMO. Es ist die dritte Ausstellung dieser Art und die Vierte befindet sich bereits in Vorbereitung. Das Besondere dabei ist, dass man so eine Gruppenausstellung erzwingt, bei der die Leistung verschiedener Künstler verglichen werden kann wie sonst nie. Dieses Mal entstanden 34 Werke, die mit unterschiedlichsten Interpretationen der Maske als Spiegel der Gesellschaft aufwarten. Man begegnet der klassischen venezianischen Maske, der Maske als Versteck, als Tarnung und Verstellung. So unterschiedlich wie die Interpretation des Themas, so verschiedenartig sind auch die eingesetzten Materialien. Es dominieren farbige Gläser aber auch Gold, Natursteine, Keramik oder Spiegelteile blicken dem Besucher ins Auge. Sie alle zusammen tragen zu einer Farbintensität bei, die das Mosaik allen anderen Techniken voraus hat. Die meisten Mosaike sind verkäuflich, wobei die Käufer sich mit der Inbesitznahme bis zum Frühjahr 2014 gedulden müssen. Masken - Spiegel der Gesellschaftsliste eine Wanderausstellung, die in Unkel ihre fünfte Station erreicht hat und danach noch an mindestens vier anderen Orten dem Publikum präsentiert werden wird. Die Ausstellungsorte und -termine werden auf der Homepage der DOMO www.domo-ev.de bekantgegeben. Für die musikalische Untermalung sorgte das Duo Brackelberg & Müllenschläder Miriam und Ralph mit bekannten Liedern in neuem Outfit - das ist der Ursprung von Brackelsberg & Müllenschläder. Der Fantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt: Ob Songs aus Rock, Pop, Oldies oder Jazz - entdeckt durch diese wunderbar warme Stimme, gepaart mit einem begeisternden Gitarrenspiel Lieblingslieder neu. Zum umfangreichen Repertoire des Duos gehören auch neue Lieder in der „alten“ Originalfassung. Brackelsberg & Müllenschläder machen jede Veranstaltung musikalisch zu einem besonderen Erlebnis. Leider waren nur drei Künstler anwesend: Rhonda Dönges hat für diese Ausstellung „La Catrina“ dias de los muertos (Catrinas Todestag)“, die Skelelett-Dame in Gestalt einer geschminkten Frau geschaffen, die zu einer der populärsten Darstellungen gehört, besonders im Mexico. Die verwendeten Materialien sind: Tiffany-Glas, Millefiori, Perlen, Spitze. Dr. Thomas Denker präsentierte ein Selbstbildnis mit der Technik Smalten (Murano-Glas, Italien). Günter Bruchhof kreierte die „Sartyrmaske aus Pompeji“ Kopie aus Naturstein und Ziegelmehl. Der Künstler ist ebenfalls Mitbegründer des Vereins. Die Ausstellung ist geöffnet vom 7. bis 28. Juli, Dienstag bis Freitag, 14 bis 18 Uhr und Samstag/Sonntag von 11 bis 17 Uhr.
Mystisch und auch witzig sieht die „Sartyrmaske aus Popeji aus, die Günter Bruchhof geschaffen hat.
