Veranstaltung der Vettelschosser CDU zur Energiewende
Von A wie Atomausstieg bis Z wie Zeitschaltuhr
Vettelschoss. Einen ausgesprochen informativen Abend erlebten die anwesenden Bürger bei der Veranstaltung der Vettelschosser CDU zur Energiewende. Unter dem Motto „Energieeffizienz im Kleinen - Energiewende im Großen“ stellte zunächst Dipl.-Ing. Martin Knopp von der Verbraucherzentrale Mainz eine Vielzahl von Möglichkeiten der Energieeinsparung vor.
Schnell wurde dabei klar, dass es nicht die eine, allumfassende Maßnahme gibt, sondern Energieeffizienz nur durch das Zusammenwirken vieler kleiner oder auch größerer Maßnahmen erreicht wird. Das reicht von einfachen und quasi kostenfreien Änderungen des individuellen Verbrauchsverhaltens (auf Stand by- Funktionen verzichten; Spül- und Waschmaschinen oder Trockner stets auslasten; Zeitschaltuhr an Zirkulationspumpen der Heizung und, und, und) bis hin zu erheblichen Investitionen in Wärmedämmung, Heizanlage oder Anlagen zur Erzeugung regenerativer Energien.
„Aha-Effekt“
Dem Publikums war anzumerken, dass es eine Fülle von „Aha-Effekten“ gab, sei es bei der Vorstellung von typischen Verbrauchswerten privater Haushalte, dem erreichbaren Energieverbrauchsniveau nach Passivhaus-Standard oder der übers Jahr anfallenden Kosten für einzelne Haushaltsgeräte vom Fön bis zum Gefrierschrank.
Die Verbraucherzentralen in Rheinland-Pfalz bieten jedem Bürger eine kostenlose Energieberatung an. Für jeden, der sich mit dem Gedanken trägt, zu bauen oder sein Haus energetisch zu sanieren ist eine solche Beratung mit Sicherheit bares Geld wert. Hier erhält man eine unabhängige Beratung auf höchstem fachlichen Niveau.
Stand der Energiewende
Im Anschluss gab der Bundestagsabgeordnete Erwin Rüddel einen Überblick über den Stand der Energiewende aus Berliner Sicht: die grundsätzliche Ausrichtung der Energieversorgung in Richtung erneuerbarer Energien ist und bleibt richtig, der Atomausstieg nach Fukushima gesellschaftlich unumkehrbar. Schwierigkeiten gibt es vor allem in der nicht hinreichenden Synchronisation des Ausbaus der Energieerzeugung, der Möglichkeiten zur Energiespeicherung und des Netzausbaus. Dies ist vor allem den stark divergierenden Interessen der vielen Teilnehmer in diesem „Spiel“ geschuldet:
Bund, Länder und Kommunen, Energieversorger und Anlagenbauer, private Anlagenbetreiber, industrielle und private Verbraucher haben je eigene Interessenlagen, die nur schwer zu koordinieren sind. Hinzu kommt, dass die bevorstehende Bundestagswahl die Kompromissfähigkeit der beteiligten politischen Instanzen nicht gerade erhöht. Rüddel zeigte sich aber überzeugt, dass nach der Bundestagswahl eine Rückkehr zu sachgerechten Lösungen wieder möglich sein wird und dann auch notwendige Maßnahmen zur Stabilisierung der Energiepreise für den Endverbraucher umgesetzt werden können. Auch die in der Region derzeit in Rede stehenden Windrad-Projekte wurden von Erwin Rüddel thematisiert und mit den Bürgern lebhaft und durchaus kontrovers diskutiert. Schade, dass nur eine vergleichsweise kleine Zahl von Bürgern die Möglichkeit genutzt hat, sich aus erster Hand über ein zentrales Thema sowohl der großen Politik als auch des privaten Geldbeutels zu informieren. Ohne Übertreibung kann man festhalten, dass alle, die nicht da waren, „etwas verpasst haben“.
Pressemitteilung
CDU Vettelschoss
