Allgemeine Berichte | 16.12.2015

Heimatverein Rheinbreitbach lud ins Heimatmuseum ein

Weihnachtliche Melodien erklangen an der historischen Krippe

Figuren zierten jahrzehntelang die Pfarrkirche - Geselliges Beisammensein und Einblicke in die Ortsgeschichte

Vor dem Wirtschaftsraum des Heimatmuseums sang die Festgesellschaft bekannte Weihnachtslieder. DL

Rheinbreitbach. Vorweihnachtliche Stimmung herrschte am Nachmittag des dritten Adventssonntags im Rheinbreitbacher Heimatmuseum. Einige Mitglieder des Heimatvereins hatten wieder liebevoll die Krippenfiguren passend im rustikalen Stall des ehemaligen Winzerhofs aufgebaut und ließen diesen in weihnachtlichem Glanz erstrahlen. „Einige unserer Besucher werden sich vielleicht noch daran erinnern, dass er diese Figuren in der Pfarrkirche Sankt Maria Magdalena einst bewundert hat“, so der Vorsitzende Dankward Heinrich im Empfangsraum zwischen der Schusterwerkstatt und dem „Blauen Salon“, in dem fleißige Mitglieder Brote mit delikatem Belag vorbereitet hatten, während Weihnachtsplätzchen und -kuchen auf Naschkatzen warteten. Zunächst aber galt es, sich angesichts der nass-kalten Witterung mit Glühwein und Punsch zu wärmen, bevor es nach draußen zum Wirtschaftstrakt des Winzerhofs ging.

Nach einem ersten Blick auf Maria und Josef mit dem Christuskind in der Krippe, dem sich nicht nur Hirten mit ihren Schafen, sondern lange vor ihrer Zeit auch schon die Heiligen Drei Könige näherten, versammelte Dankwart Heinrich mit seiner Stellvertreterin Heike Riznar die Gäste, unter diesen auch Verbandsbürgermeister Karsten Fehr, trotz anhaltenden Nieselregens vor dem westlichen Raum des Wirtschaftstrakts, in dem jede Menge uralte Gerätschaften ausgestellt sind. „Nach Berichten von Franz-Josef Federhen, unserem Ehrenvorsitzenden, hat Pfarrer Alfred Ermert, der von Juli 1923 an 30 Jahre lang im Ort Seelsorger war, schon in den 20er-Jahren die Krippenfiguren für die Kirchengemeinde gekauft“, so der Vorsitzende. Den Hochaltar von St. Maria Magdalena habe man dann in der Weihnachtszeit zu einem riesigen Felsen umfunktioniert. In dessen Schatten habe der armselige Stall zu Bethlehem Platz gefunden, während die Hirten mit ihrer Schafherde über die mit Moos ausgelegten Altarstufen zum Jesuskind gezogen seien.

„Nach Ansicht älterer Rheinbreitbacher wurde die Krippe dann nach der Erweiterung der Kirche Mitte der 60er-Jahre dort nicht mehr aufgebaut, sondern ist durch eine neue ersetzt worden.“ Verstaut habe man die schönen alten Gipsfiguren in der Dorfkapelle, „bis mein Mann Bernd sie vor fünf Jahren im Frühjahr für das Heimatmuseum gekauft und sie so im Advent 2010 erstmals wieder von ihrem Schattendasein erlöst hat“, erinnerte sich Maria Hamacher, bevor die kleine Festgesellschaft, instrumental von ihrem Archivar, dem Burgbläser Thomas Napp auf tiefem Blech begleitet, das bekannte Weihnachtslied „Es ist ein Ros‘ entsprungen“ anstimmte, dem sie dann natürlich auch die „Stille Nacht, heilige Nacht“ folgen ließ, bevor sie sich zum Feiern in den Blauen Salon und damit ins Trockene zurückzog.

Zwischen Schürreskarr und anderen hölzernen Feldgerätschaften konnte am Sonntagnachmittag die alten Rheinbreitbacher Krippe bestaunt werden.

Zwischen Schürreskarr und anderen hölzernen Feldgerätschaften konnte am Sonntagnachmittag die alten Rheinbreitbacher Krippe bestaunt werden.

Vor dem Wirtschaftsraum des Heimatmuseums sang die Festgesellschaft bekannte Weihnachtslieder. Fotos: DL

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