Linzer Antik- und Trödelmarkt - ein Publikumsmagnet
Wikingerfestung und Schaukelpferd
Linz. Zweimal im Jahr, in Mai und August, findet seit über 30 Jahren rund um die Linzer Burg, vom Rheintor und am Gestade entlang vor sowie unter dem Viaduktes und fast bis hinauf zum Schulplatz, der Internationale Antik- und Trödelmarkt statt, um gekoppelt mit dem nostalgische Flair der mittelalterlichen Stadt an Zeiten von „anno dazumal“ zu erinnern. Und wie immer zeigten Sammler, Schnäppchenjäger und so genannten „Alträucherer“ auch dieses Mal großes Interesse an dem riesigen Angebot an Antiquitäten, Raritäten und Kitsch.
Die jüngsten Flohmarkthändler
Die jüngsten Flohmarkhändler boten auf dem Marktplatz alles an, was im Kinderzimmer nicht mehr zur ersten Wahl gehörte.
Dazu zählte ein großes, ausrangiertes Schaukelpferd ebenso wie Traumschlösser und Barbiepuppen im Abendkleid oder auf einem Pony reitend, Power-Miners und eine Wikingerfestung von Play Mobil oder ein exotischer Lego-Zoo.
Ja sogar Bollerwagen und Cityroller hatten die Kinder und Jugendlichen im Angebot, dazu Bücher, Spiele und jede Menge Kleidung in allen Größen. Während angesichts des unsicheren Wetters am Samstag schon vor dem am späten Nachmittag einsetzenden Regen der Besucherstrom merklich abebbte, herrschte am Sonntag absoluter Hochbetrieb.
Menschenmassen schlenderten zwischen den Ständen hindurch, bestaunten uralte Kameras und Taschenuhren, Ölbilder, Grafiken und schwere Ofenplatten mit Christophorus, den vier Jahreszeiten, Justitia oder Jagdgöttin Diana. Daneben türmen sich Küchen- und Messgeräte, Porzellan mit kompletten Servicen wie etwa der berühmten „Wildrose“ von Villroy & Bosch oder mit Einzelstücken wie großen Suppenterrinen und ausladenden Kuchenplatten. Nach dem Motto „Das nächste Weihnachtsfest kommt bestimmt“, wurden uralte Christbaumkugeln in allen Größen und Farben sowie Krippenfiguren bis hin zu einer riesigen Schafherde angeboten.
Nostalgische Erinnerungen
Puppen mit Porzellanköpfen weckten bei älteren Damen nostalgische Erinnerungen, deren männliche Begleiter die Modelleisenbahnen und Waggons bestaunten, die sie als Jungen so gerne besessen hätten.
Angesichts des strahlenden Sonnenscheins widmeten sich viel Besucher nun auch den Brunnen, die von einer Kupferschale hoch oben je nach Größe Wasserkaskaden in darunter angebrachte Schalen plätschern ließen.
Und da das Schlendern, Staunen und Begutachten müde macht, nahmen manche Besucher gerne die Gelegenheit wahr, ausgiebig die Gartenstühle aus Metall auf ihre Bequemlichkeit zu testen oder sich doch lieber gleich in weitausladenden Korbmöbeln niederzulassen, bevor sie sich dann gut ausgeruht mit oder ohne Beute auf den Heimweg machten.
