„Kunst in Unkeler Höfen“ am 5. und 6. September
Wo Rheinromantik und moderne Kunst sich begegnen
47 Künstler stellen am Wochenende ihre Arbeiten an 15 historischen Stätten aus
Unkel. Nicht nur Freunde des Unkeler Weinfestes werden am Wochenende, 5. und 6. September, wieder in die „Kulturstadt am Rhein“ pilgern. Traditionell öffnen sich dann nämlich auch wieder idyllische Innenhöfe und Gärten, um mit zeitgenössischer Kunst ganz neue Akzente zu setzen und kunstinteressierten Gästen Gelegenheit zu geben, mit den Exponaten, vor allem aber auch mit den jeweiligen Künstlern in einen intensiven Dialog zu treten. „Aus kleinen feinen Anfängen vor weit über zehn Jahren haben die engagierten Veranstalter, Eleonore ‚Ellen‘ und Hans Joachim ‚Jochen‘ Seidel, einen etablierten, innovativen Veranstaltungshöhepunkt im Kulturkalender des nördlichen Rheinland-Pfalz entwickelt, der mit seiner stetig zunehmenden Qualität und einer außerordentlichen Vielfalt der Arbeiten die zahlreichen Besucher unserer schönen Stadt immer wieder begeistert“, so Stadtbürgermeister Gerhard Hausen.
Das Konzept, Kunstwerke nicht in Museen und Galerien zu „verstecken“, sondern ihnen in Höfen und Gärten, die ansonsten der Öffentlichkeit nicht zugänglich sind, Raum zu bieten, habe eine einzigartige Form der Auseinandersetzung von Kunst und Raum geschaffen, lobte auch Landrat Rainer Kaul als Schirmherr den Unkeler Kunsterlebnispfad. Dieser präsentiert an den Kunsttagen 2015 wieder Malerei, Skulptur, Keramik, Objekte und Fotografie von 47 Künstlern. Ein Garant für die Vielfalt und ständige Erneuerung der künstlerischen Beiträge ist der Wechsel der Aussteller, die sich für eine Teilnahme an „Kunst in Unkeler Höfen“ jährlich bewerben müssen.
Installation aus Fundstücken
Zu den vielen neuen Gesichtern zählt dieses Jahr auch die in Bonn lebende und arbeitende Künstlerin Barbara Schmitz. Bereits Mitte voriger Woche hat sie zusammen mit ihrem Mann Udo Brockmeier die Installation „Fenster zur Rheinromantik“ im Garten des alten Pfarrhauses am Corneliaweg aufgebaut. „Begonnen hat alles schon vor knapp zwei Monaten, als mir Ellen und Jochen Seidel während einer ausführlichen Begehung die Stadt mit ihrer historischen Bausubstanz, aber auch mit ihren berühmten Bürgern näher gebracht haben“, erinnerte sich die Künstlerin. Als sie dann den Garten des alten Pfarrhauses als den für sie vorgesehenen Ausstellungsort erlebt habe, sei ihr sofort klar gewesen, dass sie für diesen idyllischen Standort etwa ganz Besonderes schaffen müsse. „Mir war sofort klar, dass ich für die Kunsttage eine Installation schaffen muss, die den Betrachter mit einbezieht, indem sie zum Runterkommen, zur kontemplativen Betrachtung der idyllischen Gegend einlädt“, so Schmitz. Entsprechend schweift der Blick durch einen schweren Fensterrahmen über den Rhein bis hin zum Drachenfels, einem der Highlights und bekanntestem Ausgangspunkt der Rheinromantik.
Ausführliche Informationen zu den Kulturtagen „Kunst in Unkeler Höfen“ findet man im Internet unter www.unkeler-hoefe.de.
