Allgemeine Berichte | 25.03.2014

Der Erpeler Kirchenchor lud zum Konzert mit Elke Tamaru und Wolfgang Nieß ein

„Zwischen Himmel und Erde“ wurde das Publikum geführt

Elke Tamaru und Wolfgang Nieß begeisterten mit geistlichen und weltlichen Melodien. DL

Erpel. Vor zehn Jahren hatte der Vorsitzende des Kirchenchors Sankt Severinus Erpel, Hans Simon , die Sopranistin Elke Tamaru zusammen mit dem von ihr gegründeten Barockensemble „Con Anima“ in der Evangelischen Kirchen von Linz gehört. Von diesem Konzert war er so angetan, dass er die Künstlerin mit ihren Kollegen für den Kirchentag der Musik 2004 nach Erpel geholt hatte. „Die Künstlerin ist uns allen in bester Erinnerung geblieben. Obwohl ich die ganze Zeit über immer mit ihr in Kontakt geblieben bin, hat es fast zehn Jahren gedauert, bis das heutige Konzert zustande gekommen ist, bei dem sich geistliche und weltliche Themen mit ausgewählten Werken aus Barock, Klassik und Romantik berührten“, berichtete Hans Simon. Der konnte sich über ein volles Haus freuen. „Schön, dass Sie so zahlreich in unsere ehrwürdige Emporenbasilika gekommen sind und damit meinen Alptraum beenden, Elke Tamaru und den Pianisten Wolfgang Nieß vor leeren Bankreihen ankündigen zu müssen“, erklärte er, bevor die beiden Künstler das Konzert „Zwischen Himmel und Erde - Klassik zum Träumen“ mit der Arie „How beautiful are the feet of them“ aus Georg Händels „Messias“ eröffneten. „Den nächsten Komponisten, den Böhmen Antonin Dvoràk, verbindet man eigentlich mehr mit weltlicher Musik“, so der gebürtige Neuwieder über den aus einer bodenständigen Gastwirt- und Metzgerfamilie stammenden Künstler. Zum Vortrag brachten er und die Sopranistin nach „Hör‘, o Vater, wie ich dich bitte“ aus Psalm 61,64 und 59 auch opus 99 „Singet ein neues Lied“ aus „Biblische Lieder“.

Mit weltlichen Werken ging es weiter, allerdings ohne die himmlische Sphäre zu verlassen. So intonierte Wolfgang Nieß zunächst Claude Debussys „Clair de lune“ aus der „Bergamasque Suite“, bevor Elke Tamaru die „Nuit d’Etoiles“ des Franzosen vortrug. Als ein „Geschenk des Himmels“ bezeichnete der Pianist den Tatbestand, dass Franz Schuberts „Kupelwieser-Walzer“ der Nachwelt erhalten geblieben ist.

„Den hat er anlässlich der Hochzeit seines Freundes, des Porträt- und Historienmalers Leopold Kupelwieser, 1826 komponiert, jedoch ohne die Noten festzuhalten. Glücklicherweise ist der Walzer in der Familie lediglich mündlich tradiert worden, sodass Richard Strauß als Gast im Hause Mautner-Markhof 1943 die Noten aufzeichnen konnte“, berichtete Wolfgang Nieß vor seinem Solo.

Bei der „Vocalise“, Opus 34, Nr. 14 wiederum handele es sich um so eine himmlische Melodie, dass sie mit nur einem einzigen Buchstaben, dem A auskomme, beschrieb er den nächsten Konzertpunkt. Dass Franz Schuberts Lieder, die angesichts ihres Übermaßes an Gefühl weibliche Zuhörer zu Tränen gerührt hätten, auch ohne Text ihre Wirkung nicht verloren, habe Franz Liszt erkannt, wie dessen „Transkription“ Schuberts Ständchen deutlich belege, erklärte der Pianist, bevor er sich mit Elke Tamaru wieder geistlichen Melodien zuwandte. Johann Sebastian Bachs „Brunnquell aller Güte“ und seiner Cantate „Gott, wie groß ist deine Güte“ ließen sie das „Alleluja“ aus Wolfgang Amadeus Mozarts Motette „Exsultate jubilate“ folgen.

Nach dem „Liebestraum“ von Franz Liszt als Piano solo kehrten beide mit der Arie „Lascia, ch’io pianga“ aus Händels Oper „Rinaldo“ in die Barockzeit zurück, bevor Wolfgang Nieß mit dem „Frühlingsrauschen“ von Christian Sinding der aktuellen Jahreszeit seine Reverenz erwies, um dann mit Elke Tamaru das „Amen“ aus der Motette „Laudate pueri“ des Venezianers Antonio Vivaldi anzustimmen, mit dem ein tolles Konzert seinen Abschluss fand.

Elke Tamaru und Wolfgang Nieß begeisterten mit geistlichen und weltlichen Melodien. Foto: DL

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