Politik | 22.07.2015

DIE GRÜNEN im VG-Rat Maifeld: Windkraft auf der Pilliger Heck?

1000 Meter sollen laut Beschluss eingehalten werden

Die GRÜNEN-VG-Ratsmitglieder Klaus Meurer und Birgit Meyreis besichtigen das Gelände der Pilliger Heck. privat

VG Maifeld. Gemeinsam mit Tilman Boehlkau, Ortsbürgermeister von Pillig, besichtigten die GRÜNEN-VG-Ratsmitglieder Birgit Meyreis und Klaus Meurer das Gelände der Pilliger Heck, dass zwar auf der Gemarkung der Stadt Münstermaifeld liegt, sich jedoch im Eigentum der Gemeinde Pillig befindet. Anlass war die Beschlusslage bei der VG-Ratssitzung im Juni, bei der Tabu-Kriterien für Windkraftstandorte festgelegt werden sollten, die der Windkraft entgegen stehen. Möglich ist dies dem Rat nur bei den sogenannten „weichen Ausschlusskriterien“, die über die zwingenden Kriterien wie beispielsweise Belange des Naturschutzes, der Gewässer und bei Straßen- und Schienenanlagen hinausgehen. Einen besonderen Diskussionsbedarf erforderten die Abstände, die zu allgemeinen Wohngebieten sowie zu Erholungsgebieten (1000 m) eingehalten werden sollen. Besonders hart wurde um die in der Sitzungsvorlage vorgeschlagene Entfernung zu Einzelgehöften und Splittersiedlungen im Außenbereich gerungen, die allgemein üblich bei 500 Metern liegt. Ein Antrag der FWG lautete jedoch auf Einhaltung von 1000 Metern, mit der Begründung, dass auch hier der Mensch einen Anspruch auf Schutz, ebenso wie jedes Tier, habe. Seitens der SPD und der Grünen folgte eine Reihe von Argumenten, wie zum Beispiel die Wertschöpfung durch Windkraft von den Eigentümern der Einzelgehöfte und dem Umland, die nun verhindert werden sollen. Viele Bauern seien aufgrund der Wirtschaftslage gezwungen, sich um alternative Einnahmequellen im Bereich der erneuerbaren Energien zu bemühen. Die größte Fraktion im Rat, die CDU, setzte sich jedoch gemeinsam mit der FWG bei der Abstimmung durch: 1000 Meter sollen nun rund um Einzelgehöfte und Splittersiedlungen eingehalten werden.

Klaus Meurer von der Fraktion der GRÜNEN äußert sich hierzu: „Wir haben uns zu dem Thema im Wirtschaftsministerium erkundigt. Es ist tatsächlich allgemein üblich und auch so umgesetzt, dass um Einzelgehöfte lediglich 500 Meter Abstand eingehalten werden müssen. Ein anderer Fall ist dort nicht bekannt. Mit der Entscheidung, 1000 Meter einzuhalten, bleibt im Maifeld an geeigneten Flächen für Windenergie fast nichts mehr übrig. Insbesondere wird das Errichten eines Windparks auf der Pilliger Heck erheblich erschwert. Zwischen den Einzelgehöften „Pilliger Heck“ und der geplanten Windfläche liegen etwa 600 Meter sowie ein bewaldeter Hügel. Diese Ratsentscheidung ist ein harter Schlag für die Gemeinden und deren klamme Kassen.“

Solidarpakt angestrebt

„Die Gemeinde Pillig strebt den Abschluss eines Solidarpaktes mit den umliegenden Kommunen an. Der Sinn eines kommunalen Solidarpaktes besteht darin, dass Aufwand und Gewinn bei der Errichtung von Windkraftanlagen gerecht verteilt werden. Auch die direkte Bürgerbeteiligung werden wir intensiv prüfen und in einer Informationsveranstaltung den Bürgerinnen und Bürgern der umliegenden Kommunen das Konzept ausführlich erläutern,“ erklärt Tilman Boehlkau, Ortsbürgermeister Pillig.

Weitere Informationen zu diesem Thema erhalten Interessierte per E-Mail an vg-rat-maifeld@gruene-myk.de und auf der Homepage www.gruene-myk.de.

Pressemitteilung

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

im Verbandsgemeinderat Maifeld

Die GRÜNEN-VG-Ratsmitglieder Klaus Meurer und Birgit Meyreis besichtigen das Gelände der Pilliger Heck. Foto: privat

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