Allgemeine Berichte | 12.03.2013

Ausstellungseröffnung und Matinee des Fördervereins Ehemalige Synagoge Polch e.V.

„Begegnungen“ verschiedenster ART

Das Ausonius Quartett der Musikfreunde Koblenz e.V. sorgte bei der Matinee für den passenden musikalischen Rahmen.LP

Polch. Vor einem interessierten Publikum wurde mittlerweile zum dreißigsten Male eine Künstlerausstellung in der ehemaligen Synagoge Polch eröffnet. Im Rahmen einer Matinee hatte der Förderverein Ehemalige Synagoge Polch e.V. zu „Begegnungen“ mit Horst Janssen (1929-1995) und Georg Grimm-Eifert (geboren 1929) eingeladen. Der Vorsitzende des Fördervereins Dieter Georgi wies in seinen Begrüßungsworten daraufhin, dass es sich hierbei um zwei Künstler handele, deren Vita nicht unterschiedlicher sein könnte. Erstmals begegneten sich beide im Jahre 1958 in Hamburg. Horst Janssen war bereits als großer Zeichner und Grafiker in der Kunstszene bekannt und veröffentlichte erste Zeichnungen in der überregionalen Wochenzeitung „Die Zeit“. Später fand der als Exzentriker und jähzorniges Genie beschriebene Künstler weltweit große Beachtung in der Kunstwelt. Die Stadt Oldenburg verlieh ihm die Ehrenbürgerrechte und benannte ein Museum nach ihm.

Georg Grimm-Eifert, der durch Janssen an die Hochschule für bildende Kunst in Hamburg kam, studierte dort Kunstgeschichte und übernahm einen Lehrauftrag. Aus finanziellen Gründen konnte er seinen künstlerischen Weg nicht weiterverfolgen. Dieter Georgi beschrieb in seiner Laudatio den persönlich anwesenden und in Neuwied lebenden Grimm-Eifert als einen Künstler mit einem unauffälligen Leben, das, stets ganz der Kunst gewidmet, ohne jegliche Allüren und Skandale verlief. Ganz im Gegensatz zu seinem gleichaltrigen Weggefährten aus Hamburg, der bereits 1995 im Alter von 66 Jahren verstarb.

Der Großteil der in der ehemaligen Synagoge gezeigten Werke stammt von Georg Grimm-Eifert. Es sind fantastische Motive von Pflanzen, Tieren und Landschaften, durchweg mit mystischem Inhalt. Von Horst Janssen werden zwölf Radierungen gezeigt, darunter zwei Selbstporträts, ein Porträt von Bertolt Brecht und das Motiv „Totentanz“.

Neben den Arbeiten der beiden Künstler werden in der ehemaligen Synagoge Exponate des Bildhauers und Keramikers Gustaf Grimm, Vater von Georg Grimm-Eifert, sowie Schmuckunikate von Volker Hentschel aus Münstermaifeld-Lasserg ausgestellt..

Den musikalischen Rahmen der Ausstellungseröffnung bildete wie bereits in den vergangenen Jahren das Ausonius-Quartett (Fritz Gorzny - Violine, Heinz Engel - Violine, Wolfgang Dahlmann - Viola, Volkhart Lehmann - Violoncello), ein Streichquartett des Vereins der Musikfreunde Koblenz e.V. Das Ensemble spielte das Streichquartett von C-Dur von Mozart und das Quintett B-Dur von Anton Reicha. Unterstützt wurden die Musiker von dem Klarinettisten Walter Oswald.

Im Anschluss an den offiziellen Teil hatten die Gäste die Möglichkeit den anwesenden Künstler persönlich anzusprechen.

Die Ausstellung kann bis 15. April 2013 nach Absprache mit Gisela Ackermann-Minwegen (Tel. 02654/1847) besichtigt werden.

Der Vorsitzende des Fördervereins Dieter Georgi eröffnete die Ausstellung.

Der Vorsitzende des Fördervereins Dieter Georgi eröffnete die Ausstellung.

Künstler Georg Grimm-Eifert vor einem seiner Werke.

Künstler Georg Grimm-Eifert vor einem seiner Werke.

Das Ausonius Quartett der Musikfreunde Koblenz e.V. sorgte bei der Matinee für den passenden musikalischen Rahmen.Fotos: LP

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