Allgemeine Berichte | 19.11.2013

Erster Ehrenamtstag zum Thema Demenz fand unter Schirmherrschaft der Heinz Gries Stiftung in Münstermaifeld statt

Demenz - Gemeinsam(e) Wege finden

Akteure und Organisatoren des Ehrenamtstages (v.l.) Robert Müller, Dr. Verena Wetzstein, Katrin Urbanek, Susanne Gries, Martina Beyrowski-Krause, Axel Holz, Martina Pickhardt, Wolfgang Bons, Ulrike Flick, Andrea Frevel, Sabine Kraft, Franz-Josef Euteneuer, Ellen Schäfer, Thomas Borggrefe, Olaf Spohr. Barbara Bartz

Kreis Mayen-Koblenz. In der Stadthalle Münstermaifeld fand der erste Ehrenamtstag im Kreis Mayen-Koblenz mit dem Schwerpunktthema Demenz statt. Hierzu hatte das Netzwerk Demenz alle eingeladen, die im Landkreis Mayen-Koblenz ehrenamtlich in der Betreuung von Menschen mit Demenz, sei es in Altenheimen, bei ambulanten Diensten, bei Verbänden der Wohlfahrtspflege oder in Kirchengemeinden, tätig sind. Bereits eine Stunde vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung füllte sich die herbstlich dekorierte Stadthalle mit zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern.

Um 10 Uhr eröffnete Moderator Axel Holz aus Mayen die Veranstaltung und begrüßte etwa 230 anwesende Gäste. Anschließend bat er Stadtbürgermeister Robert Müller, Olaf Spohr als Sprecher des Netzwerkes Demenz, Susanne Gries von der Heinz Gries Stiftung und den ersten Kreisbeigeordneten Bernhard Mauel für ihre Grußworte ans Rednerpult.

Nach der kurzen Begrüßung folgte der Vortrag „Vergiss mein nicht! - Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz“. Hierfür hatte der Veranstalter die Theologin Dr. Verena Wetzstein von der katholischen Akademie Freiburg eingeladen. Anhand von sieben Thesen beleuchtete Frau Dr. Wetzstein das Thema Demenz aus ethischer Sicht und bereicherte ihren Vortrag mit Textpassagen aus dem Buch „Oskar und die Dame in Rosa“ von Eric-Emmanuel Schmitt.

Nach der Kaffeepause folgte der humorvolle Vortrag „Kraftquell Demenz!? - Kraftquell Ehrenamt?!“ des bekannten Erzählkabarettisten Franz-Josef Euteneuer aus Trier, der in Anlehnung an seine Vorrednerin auf unterhaltsame aber auch nachdenkliche Weise auf die Themen Demenz und Ehrenamt einging und hierfür minutenlagen Applaus erntete.

Zur Mittagszeit waren alle Anwesenden zum Kartoffeleintopf mit Bockwurst eingeladen. Viele Ehrenamtliche nutzten die Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen und um neue Kontakte zu knüpfen. Andere ließen sich auf dem „Markt der Möglichkeiten“ von den zahlreichen, ehrenamtlichen Angeboten und Projekten im Kreis Mayen-Koblenz inspirieren oder erfreuten sich an der Ausstellung „Demensch“ des Kölner Cartoonisten Peter Gaymann.

Nach der Mittagspause folgte die Theaterinszenierung „Dachstube“ von und mit Thomas Borggrefe aus Utrecht. Der studierte Schauspieler und Theologe schlüpfte in diesem Ein-Mann-Theaterstück in die Rolle eines an Alzheimer erkrankten Dirigenten und fesselte dabei das Publikum mit seinem schauspielerischen Talent. Anschließend reflektierte er seinen Auftritt und stand den Anwesenden für zahlreiche Fragen und Rückmeldungen zur Verfügung.

Um 16 Uhr läutete Moderator Axel Holz das Ende des 1. Ehrenamtstages ein und bedankte sich bei den Akteuren und Organisatoren für die tolle Veranstaltung.

Sichtlich begeistert über den gelungenen Tag waren nicht nur die Helferinnen und Helfer, denen dieser Tag als „Danke schön“ für ihr ehrenamtliches Engagement gewidmet war, sondern auch der Veranstalter, allen voran die Mitglieder der Arbeitsgruppe, die den Ehrenamtstag über Monate hinweg vorbereitet hatten.

Eine Teilnehmerin brachte es nach der Veranstaltung auf den Punkt:

„Ich möchte den Organisatoren herzlich gratulieren zu einem wirklich gelungenen Ehrenamtstag! Die Organisation vor Ort war hervorragend, die Halle perfekt. Ich habe mit acht Ehrenamtlichen teilgenommen, sie waren restlos begeistert. Die Räumlichkeit war sehr einladend, wir haben uns willkommen gefühlt, die Vorträge waren spitzenmäßig, eine gute Mischung. Hinterher sagten mir die Damen vom Ehrenamt: Endlich mal eine Veranstaltung von der wir was mitnehmen können. Herzlichen Dank für diesen wunderbaren, informativen, leckeren und kommunikativen Tag.“

Auch Wolfgang Bons und Olaf Spohr als Sprecher vom Netzwerk Demenz Mayen-Koblenz waren von der großen Resonanz und dem reibungslosen Ablauf angetan.

„Mit dieser Veranstaltung haben wir in unserer Region einen Meilenstein gesetzt. Ein ganz besonderer Dank hierbei gilt unserem Schirmherrn, der Heinz Gries Stiftung, ohne deren finanzielle Unterstützung der Ehrenamtstag in dieser Form nicht möglich gewesen wäre“, so Spohr.

Pressemitteilung

des Netzwerks Demenz

Mayen-Koblenz in Mendig

Der Trierer Humorist Franz-Josef Euteneuer mit dem Vortrag „Kraftquell Demenz!? - Kraftquell Ehrenamt?!“

Der Trierer Humorist Franz-Josef Euteneuer mit dem Vortrag „Kraftquell Demenz!? - Kraftquell Ehrenamt?!“

Thomas Borggrefe aus Utrecht als dementer Dirigent im Theaterstück „Dachstube“.

Thomas Borggrefe aus Utrecht als dementer Dirigent im Theaterstück „Dachstube“.

Akteure und Organisatoren des Ehrenamtstages (v.l.) Robert Müller, Dr. Verena Wetzstein, Katrin Urbanek, Susanne Gries, Martina Beyrowski-Krause, Axel Holz, Martina Pickhardt, Wolfgang Bons, Ulrike Flick, Andrea Frevel, Sabine Kraft, Franz-Josef Euteneuer, Ellen Schäfer, Thomas Borggrefe, Olaf Spohr. Fotos: Barbara Bartz

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