Sportverein 1919 Ochtendung e.V.
Der Schuss ging nach hinten los
Niederlage gegen Kempenich und Löf - Winterpause zum Kräftesammeln
Spessart/Ochtendung. Die Hoffnungen der Ochtendunger, für einen positiven Jahresabschluss zu sorgen, haben sich zerschlagen. Nach der 1:3-Niederlage in Spessart gegen die SG Kempenich und die 0:5-Schlappe im Heimspiel gegen die SG Löf hapert es vor allem am Fehlen eines durchschlagskräftigen Sturmführers.
Sowohl in Spessart als auch gegen Löf bot man jeweils über weite Strecken Paroli und zog erst im Endspurt entscheidend den Kürzeren.
In der Eifel traf man an einem kalten Mittwochabend auf leicht schneebedecktem Untergrund auf einen motivierten Gastgeber, der mit Vehemenz an seiner Chance arbeitete, der Tabellenführung nahe zu kommen. Allerdings waren die Ochtendunger augenscheinlich nicht gewillt, die Segel bereitwillig zu streichen. Der 1:0-Führung der gastgebenden SG (20.) setzte Reinhard Midziol nur fünf Minuten später den 1:1-Ausgleich entgegen. Und die Blauen stellten auch in der Folge ihre gefestigte Offensivkraft unter Beweis, ohne allerdings einen möglichen zweiten erfolgreichen Torabschluss zu erreichen. Da waren die Kempenicher erfolgreicher. In der 65. Spielminute zappelte das Ochtendunger Tornetz nach einer unglücklichen Abwehraktion zum zweiten Mal. Eine Viertelstunde späte sorgte das 1:3 der SGler für die Entscheidung.
Die SG Löf schien ihren selbst formulierten „Ochtendung-Fluch“ der Vorsaison nach dem 3:0 im Hinspiel auch im Jakob-Vogt-Stadion erneut schnell abschütteln zu können, als ihr Sturmführer sich bereits in der 6. Spielminute über die linke Angriffsseite vehement durchsetzte und zum 0:1 einschoss.
Aber die SV-Akteure ließen sich nicht beeindrucken, sondern brachten sich selbst mehr und mehr in Szene; nur versäumten sie es, ihre nicht wenigen Möglichkeiten auszunutzen.
Da waren die Moselaner erneut zielsicherer und stellten kurz vor der Pause mit einem direkt zum 0:2 verwandelten Freistoß den Spielverlauf auf den Kopf.
Wenig vom deutlichen Rückstand beeindruckt schienen die Weiß-Blauen nach der Pause, denn nach dem Motto, ein schneller Anschlusstreffer eröffnet alle Möglichkeiten, setzten sie ihr angriffsfreudiges Spiel fort und erarbeiteten sich auch weitere Möglichkeiten. Doch weiterhin fehlte ein erfolgreicher Abschluss. Als die SG Löf nach 81 Minuten einen vermeidbaren Ballverlust der Ochtendunger zum 0:3 ausnutzten, waren alle Messen gelesen. Leicht kamen sie noch zu zwei weiteren Treffern (88. und 90.) und damit zu einem viel zu hoch ausfallenden 0:5-Erfolg.
„Wir gehen zwar etwas missmutig, aber nicht gesenkten Kopfes in die Winterpause und werden die zum Klassenerhalt benötigten Punkte in jedem Fall im Frühjahr einfahren“, bilanziert Trainer Bernhard Spurzem mit dem Blick nach vorne.
