1. Mannschaft des TV Welling
Dezimierte Wellinger verlieren beim Spitzenreiter Bitburg
Niederlage in der Rheinlandliga war vorab erwartet worden
Welling. Die Rheinlandliga-Handballer des TV Welling haben beim Tabellenführer TV Bitburg die erwartete 22:31 (12:14)-Niederlage bezogen. Ohne die Stammkräfte Kai Orth und Jan Schwartz angetreten, verkauften sich die Maifelder aber lange Zeit deutlich besser, als es zu erwarten war. Erst als den nur mit einem Elfer-Kader angetretenen Gästen nach 50 Minuten allmählich die Kräfte schwanden, schraubte der verlustpunktfreie Ligaprimus das Resultat mit einer 6:2-Serie noch von 26:20 auf neun Tore Differenz. TV-Spielertrainer Kai Schäfer meinte nach der Partie, die Mannschaft habe sich wirklich ordentlich aus der Affäre gezogen. Es sei nur ärgerlich, dass sich das nicht ganz im Ergebnis widerspiegele. Insbesondere in der ersten Spielhälfte konnten die Zuschauer erstaunt registrieren, dass der krasse Außenseiter mit Moral, Disziplin und Mut nicht gewillt war, den reinen Sparringspartner abzugeben. Schäfer: „Wir haben mit gezielter Tempoverschleppung dafür gesorgt, dass es ein unattraktives Spiel wurde – und das ganz bewusst. Wir wollten schließlich nicht ins offene Messer laufen." Unattraktiv hieß in diesem Fall nicht schlecht, denn nur wenigen Gästen der Bitburger ist es bislang gelungen, diese lange Zeit einzuschläfern. Belegresultat für die erfolgreichen Wellinger Bemühungen war ein 3:3 nach zehn Minuten, zu dem Schäfer ergänzend meinte, der TV Bitburg, der sich für ihn schon vor der Saison zum glasklaren Meisterschaftsfavoriten gemacht habe, hätte eine individuelle Qualität im Angriff, mit der man manchen Gegner schon in der ersten Viertelstunde mit acht, neun Toren Unterschied überrollt habe. Bis zum 10:10 gelang es den Gastgebern gar nicht, die Wellinger abzuschütteln, ehe sie zumindest noch einen Zwei-Tore-Vorsprung bis zur Pause rauswarfen. Selbst anschließend blieb der TVW bis zum 15:17 noch dran. Bitburg zog dann aber etwas das Tempo an und setzte sich beim 20:15 erstmals deutlicher ab. Schäfer gab offen zu, dass die Differenz auch größer hätte ausfallen können. Einmal fünf Tore vorne, spielte der Aufstiegsaspirant Nummer Eins nun zunächst seinen Stiefel runter, sodass die Wellinger, angefeuert von ihren mitgereisten Anhängern, auch weiter mithalten konnten. Bis zu jenem 20:25 eben. Dann zog der TVB nochmals etwas an. Bitburgs Trainer Janosh Klimek war trotzdem nicht ganz zufrieden; man habe es zu oft mit der Brechstange versucht und in der zweiten Hälfte mehr den Ball laufen lassen. Beim 20:15 sei die Vorentscheidung gefallen gewesen. Solche Spiele wie gegen Welling müsse man erst einmal gewinnen, und viele seiner Spieler hätten wohl bereits das anstehende Topspiel gegen den Tabellenzweiten aus Schweich im Kopf gehabt. Positiv fiel hingegen Schäfers Fazit aus: „Es ist für uns im Gegensatz zu vielen anderen Teams, die hier verloren haben, nicht zweistellig geworden. Unsere mitgereisten Fans waren zufrieden und ich bin es alles in Allem auch." Aufgebot des TV Welling: Esch, S. Monschauer; Schäfer (6), Hürter (5/1), Lichtl (3), F. Monschauer (3/1), Welsch (3/1), Gilles-Schulden (2), Bolz, Loos und Schnor.
