Allgemeine Berichte | 06.09.2013

40 Jahre BUND Jubiläum in Andernach

Die Erde braucht Freunde

Ronald Maltha (l.) vom Kreisvorstand des BUND Mayen-Koblenz begrüßte zahlreiche Ehrengäste.privat

Andernach. Der BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland), Kreisgruppe Mayen-Koblenz, feierte im historischen Rathaus Andernach das 40-jährige BUND-Jubiläum.

Zur Begrüßung konnte der Zweite Vorsitzende Ronald Maltha die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz Ulrike Höfken, den Oberbürgermeister der Stadt Achim Hütten, den Landesvorsitzenden des BUND Harry Neumann sowie zahlreiche weitere Gäste aus Politik, Stadt- und Kreisverwaltung und anderen Naturschutz- und Umweltverbänden willkommen heißen.

Zuvor war die Gruppe gemeinsam mit den Gästen zum Andernacher Geysir gefahren, um eines der erfolgreichsten Projekte zu besichtigen, bei dem Stadtverwaltung, Umweltverbände und Politik zusammenarbeiten.

„Die Erde braucht Freunde - das ist das Motto, unter dem der BUND auch in unserer Region aktiv ist“, so Maltha. „Und wenn ich mich hier umschaue, dann kann ich viele Freunde der Erde begrüßen, die sich hier in unserem Land und in unserer Region in Politik, Verwaltung und in den Naturschutzverbänden für eine Erhaltung der natürlichen Grundlagen und eine umweltgerechte Entwicklung tagtäglich engagieren.“

„Der BUND ist allerdings auch ein oft unbequemer Gesprächspartner, denn er versteht sich auch als Anwalt für die Umwelt“, ergänzte er.

Oberbürgermeister Achim Hütten unterstrich dies und hob besonders die Erschließung des Geysirs in Andernach und die damit verbundenen Naturschutzmaßnahmen sowie den Aspekt der Umweltbildung vor Ort hervor. Ein erfolgreiches Projekt für die Stadt mit inzwischen fast 120.000 Besuchern pro Jahr bei weiter steigender Tendenz. An der Projektentwicklung Geysir hatte der BUND im naturkundlichen Bereich maßgeblich mitgewirkt.

Umweltministerin Höfken lobte das starke ehrenamtliche Engagement in der Region. Besonders im Hinblick auf die Energiewende, die auch örtlich in konkrete Projekte münden muss, sind die Ansprechpartner in den Naturschutz- und Umweltschutzverbänden wichtige Multiplikatoren, um die Notwendigkeit für den regionalen Klimaschutz einerseits zu unterstreichen und andererseits die Planungen kritisch und mit Kenntnis der Örtlichkeiten zu begleiten. „Gute nachhaltige Ergebnisse erzielt man nur im Konsens“, so Höfken. „Und da sind wir mit unserem ständigen Dialog als Landesregierung mit den Umweltverbänden auf einem guten Weg,“ so Höfken.

Der Landesvorsitzende des BUND Harry Neumann beglückwünschte die Kreisgruppe Mayen-Koblenz zu ihrem Jubiläum. Vor allem die Sachkompetenz der Vorsitzenden Annette Lehnigk-Emden, die als Juristin zahlreiche Stellungnahmen für den BUND zu den unterschiedlichsten Industrie-, Wirtschafts-, Bau- und Straßenplanungen verfasst, sei sehr gefragt. „Wir haben hier eine sehr aktive BUND-Gruppe mit vielen sichtbaren Ergebnissen. Das ist sehr erfreulich.“

Zum Abschluss der Veranstaltung kamen im Rahmen einer Gesprächsrunde noch einmal die Aktiven der Kreisgruppe zu Wort. Norbert Dümpelfeld, der als Schwerpunkt den Naturschutz und den technischen Umweltschutz betreut, engagiert sich in der Entwicklung der Region. „Ob am Laacher See, beim IHKW Rasselstein, dem Basaltabbau in Ochtendung oder dem Pöntertal“, so Dümpelfeld, „viele Projekte brauchen einen langen Atem und eine lange Diskussion, bis wir die Ergebnisse erreichen, die Naturschutz und Ökonomie sinnvoll zusammenbringen. So ein Entwicklungsprozess kann sich über Jahre ziehen. Die Arbeit lohnt sich allerdings, wie man gerade hier in Andernach an vielen Projekten sehen kann,“.

Schließlich wurde noch die Kinder- und Jugendarbeit von der Leiterin der Kinder- und Jugendgruppe des BUND, Anke Kuchar vorgestellt. Unter fachlicher Anleitung von Kuchar treffen sich die „Wilden Eichhörnchen“ regelmäßig zu Aktivitäten in Andernach-Eich und der Umgebung. Dort wurde auch von Kindern und Eltern ein überdachtes Basislager gebaut. „Als ehemalige Erzieherin in einem Andernacher Kindergarten macht es mir große Freude, alle vier Wochen zusammen mit Eltern und Kindern hinaus in die Natur zu gehen und dort die unterschiedlichsten Projekte umzusetzen“, so Kuchar, die erst in diesem Jahr den Umweltpreis des Landkreises Mayen-Koblenz für ihre monatlichen Kinder- und Jugendworkshops in der Andernacher Perma-Kultur“ erhielt.

Die Angebote richten sich an Kinder im Alter von etwa sechs bis zwölf Jahren. Jüngere Kinder in Begleitung ihrer Eltern sind ebenfalls willkommen. Weitere Infos zu den vielfältigen Aktivitäten des BUND finden sich unter www.myk.bund-rlp.de.

Umweltministerin Ulrike Höfken (2. v. r.) besichtigte zusammen mit dem Vorstand des BUND Mayen-Koblenz den Andernacher Geysir.

Umweltministerin Ulrike Höfken (2. v. r.) besichtigte zusammen mit dem Vorstand des BUND Mayen-Koblenz den Andernacher Geysir.

Ronald Maltha (l.) vom Kreisvorstand des BUND Mayen-Koblenz begrüßte zahlreiche Ehrengäste.Fotos: privat

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