25 Jahre Stadtführung erleben
Ehrenamtliche Stadtführer prägen Münstermaifelds Geschichte und Tourismus
aus Münstermaifeld
Münstermaifeld. Seit nunmehr 25 Jahren prägen die ehrenamtlichen Stadtführer das kulturelle Leben von Münstermaifeld entscheidend mit. Was einst aus einem gemeinsamen Interesse an der Geschichte der kleinen, aber traditionsreichen Stadt entstand, hat sich zu einer festen Institution entwickelt -
„Die Arbeitsgemeinschaft der Stadtführer für Münstermaifeld“
Münstermaifeld selbst blickt auf eine über 1400-jährige Geschichte zurück und gehört zu den ältesten Städten in Rheinland-Pfalz.
Die Stadtführer haben es sich zur Aufgabe gemacht, diese lange und vielschichtige Vergangenheit lebendig zu halten und Besuchern wie Einheimischen zugänglich zu machen.
Die Anfänge: Engagement aus Leidenschaft
Die Wurzeln der heutigen Arbeitsgemeinschaft reichen auf das Jahr 1999 zurück. Ein VHS-Kurs zur Stadtgeschichte brachte interessierte Bürger zusammen – aus dieser Gruppe entwickelte sich schließlich die Initiative, Besucher künftig selbst durch Münstermaifeld zu führen.
Von Beginn an stand dabei eines im Mittelpunkt: die Begeisterung für die eigene Stadt. Diese verbindet die Mitglieder bis heute – unabhängig von ihren individuellen beruflichen Hintergründen und persönlichen Schwerpunkten.
Vielfalt der Persönlichkeiten – Stärke der Gemeinschaft
Die Stadtführer sind keine einheitliche Gruppe im klassischen Sinne. Vielmehr bringen sie unterschiedliche Perspektiven, Kenntnisse und Erfahrungen ein:
• Lehrer, Handwerker, Historiker oder Kulturschaffende
• Einheimische ebenso wie Zugezogene
• Spezialisten für Architektur, jüdische Geschichte oder Alltagskultur
Jeder Stadtführer setzt eigene thematische Akzente und gestaltet Führungen individuell. Gerade diese Vielfalt macht den besonderen Reiz der Rundgänge aus.
Mehr als nur Fakten: Geschichte zum Erleben
Die Stadtführungen in Münstermaifeld sind weit mehr als reine Informationsvermittlung. Ziel ist es, Geschichte erlebbar zu machen:
• Erzählungen über das Leben im Mittelalter
• Einblicke in die Bedeutung der Stiftskirche
• Geschichten über Bürger, Handwerker und Pilger
• Anekdoten, die das historische Wissen lebendig machen
Die Rundgänge dauern in der Regel etwa 90 Minuten und führen zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Stadt.
Dabei setzen die Stadtführer bewusst auf Dialog mit den Gästen – Fragen, Gespräche und persönliche Eindrücke sind ausdrücklich erwünscht.
Engagement für den Erhalt der Stadt
Ein besonderes Merkmal der Arbeitsgemeinschaft ist ihr Einsatz über die Führungen hinaus. Die Gruppe arbeitet auf Selbstkostenbasis und verwendet eingenommene Führungsentgelte für die Herrichtung und den Erhalt historischer Objekte in Münstermaifeld. So wurden in den vergangenen Jahren unter anderem der Eulenturm, ein Waschfrauenhäuschen am Bur, ein Wehrturm mit der Stadtmauer und der sogenannte „Stadtführerkeller“ erhalten, gepflegt und eingerichtet.
Bildung und Nachwuchsarbeit
Auch für die lokale Bildungsarbeit spielen die Stadtführer eine wichtige Rolle. Regelmäßig begleiten sie Schulklassen und Kindergartengruppen durch die Stadt und vermitteln Geschichte altersgerecht und anschaulich.
Solche Projekte fördern nicht nur historisches Wissen, sondern auch die Identifikation junger Menschen mit ihrer Heimat.
Bedeutung für Tourismus und Identität
Die Stadtführer tragen wesentlich dazu bei, Münstermaifeld als touristisches Ziel attraktiv zu machen.
Sie zeigen:
• die mittelalterlich geprägte Altstadt
• die bedeutende Stiftskirche
• versteckte Winkel und weniger bekannte Geschichten
Damit sind sie wichtige Botschafter der Stadt – nach außen für Gäste und nach innen für die eigene Bevölkerung.
Fazit: 25 Jahre mit Blick in die Zukunft
Ein Vierteljahrhundert Stadtführungen in Münstermaifeld steht für ehrenamtliches Engagement, Leidenschaft für Geschichte und gelebte Gemeinschaft.
Auch in Zukunft wird ihre Aufgabe darin bestehen:
die Vergangenheit lebendig zu halten – und sie immer wieder neu zu erzählen.
Dies feiert die Arbeitsgemeinschaft der Stadtführer für Münstermaifeld am
Sonntag, dem 14. Juni 2026 ab 11.00 Uhr im Rosengarten in Münstermaifeld.
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