Politik | 06.04.2014

Bürgerempfang im Forum Polch mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Ehrung für zwei verdiente Genossen

Die neu gestiftete Hans-Egelhardt-Medaille erinnert an den langjährigen Vorsitzenden der Polcher SPD

Ehrung für zwei verdiente Genossen

Polch. Der SPD-Ortsverein Polch hatte Interessierte zu einem Bürgerempfang ins Forum eingeladen und viele waren gekommen. Udo Zenz, Schatzmeister der Polcher SPD konnte Bürgermeister, Parteifreunde aus der Region und auch Bürger in der „guten Stube“ von Polch begrüßen.

Der Hauptgrund war sicher die Rede der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer, doch auch Polcher Lokalpolitiker nutzten die Veranstaltung, um einige Angelegenheiten vorzubringen.

Der Bürgerempfang stand unter dem Einfluss der bevorstehenden Kommunalwahlen. Die SPD sieht sich in Polch hervorragend aufgestellt und geht „mit einer motivierten Mannschaft und gestärkt durch eine positive Stadtentwicklung“ in die Kommunalwahl.

Ziel der Genossen ist, die Stadtspitze und die stärkste Fraktion im Rat für die nächsten fünf Jahre zu stellen. Transparenz, Offenheit und größtmögliche Bürgerbeteiligung seien die Eckpunkte der sozialdemokratischen Politik in Polch im Sinne einer zukunftsorientierten Entwicklung in der Stadt.

Beispiele dessen, was die Genossen unter einer positiven Entwicklung verstehen, wurden an diesem Abend in Polch aufgezeigt. Maßnahmen zur Kinder- und Jugendbetreuung, die Industrieansiedlungen, die Erschließung von Neubaugebieten und die Erneuerung des Stadtzentrums wurden angeführt. Detaillierter beschrieb Bürgermeister Günter Schnitzler in seiner Rede im weiteren Verlauf des Abends das aus seiner Sicht Geleistete.

Attraktivität der Stadt soll gesteigert werden

Weitere Zukunftsobjekte sollen zufriedenstellend abgeschlossen werden - denn „Ein besseres Polch kommt nicht von alleine“, wie es sich die SPD als Slogan auf ihr Banner geschrieben hat. Die Attraktivität der Stadt soll weiter gesteigert werden. Wesentliche Themen der Veranstaltung waren daher die zukünftige Wohnsituation, die Verkehrsverhältnisse in der Stadt und auch der demografische Wandel: Die SPD möchte eine behindertengerechte Innenstadt schaffen und diese als Wohnbezirk, aber auch für Geschäftsansiedlungen interessanter machen. Dabei sollen alle Anstrengungen unternommen werden, um Bereiche wie das alte Krankenhaus in die Planungen einzubeziehen.

Wie wichtig die politische Arbeit gerade im kommunalen Bereich sei, zeigte Landrat Dr. Alexander Saftig in seiner Rede auf. Ministerpräsidentin Malu Dreyer freute sich auch über das große Interesse der zahlreichen Anwesenden an der Veranstaltung. Auch sie ging in ihrer Rede auf die kommunale Politik ein. Zur Lage der Haushalte erklärte die Ministerpräsidentin, mehr Handlungsspielraum für die Kommunen und engere Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Land seien angestrebt, man müsse Hand in Hand arbeiten.

Demografischer Wandel stellt Land vor Herausforderungen

Weitere Schwerpunkte ihrer Landespolitik sind laut Dreyer Bildung und der demografische Wandel. So gebe es im Land weniger junge Fachkräfte in den Betrieben, und das werde zu einem Problem. Gleichzeitig erhöhe sich die Zahl der älteren Menschen, die sich gleichzeitig jedoch verstärkt im Ehrenamt einsetzten. Rheinland-Pfalz sei das Land mit den meisten ehrenamtlich engagierten Bürger, so Dreyer. Sie verband ihre Ausführungen mit einem Hinweis auf eine Versicherung für Ehrenamtler, die das Land Rheinland-Pfalz biete. Im Zusammenleben mit älteren Menschen seien alternative Wohnformen gefordert. Vor Ort in Polch sah Dreyer dabei das Vorhaben um das alte Krankenhaus als eine solche Möglichkeit.

„Alter Bahnhof“ bleibt ein Schwerpunktprojekt

Stadtbürgermeister Günter Schnitzler zeichnete noch einmal die bereits umgesetzten Projekte nach und skizzierte die zukünftigen Ziele. Ein Schwerpunkt sei der Umbau „Alter Bahnhof“, dieses Thema sei in jüngster Zeit ins Gerede gekommen, so Schnitzler. Trotz der insgesamt positiven Bilanz der bisher geleisteten Arbeit gebe es noch viel zu tun für die Stadt.

Im Anschluss gab es ein absolutes Novum - eine Ehrung, die zum ersten Mal vergeben wurde. In Erinnerung an das Polcher SPD-Urgestein Hans Engelhardt wurde eine Medaille angefertigt. Diese wurde an Ilse Schmitz-Eckert und Hans Georg Ziesemer zum Dank für ihre Verdienste um den Ortsverein Polch verliehen. Die Hans-Egelhardt-Medaille gab es aus den Händen von Ministerpräsidentin Malu Dreyer persönlich.

Nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung suchte Dreyer im Saal die Begegnung mit den Bürgern, wobei intensive und persönliche Gespräche zustande kamen.

Nach Beendigung des offiziellen nutzte Malu Dreyer die Gelegenheit, sich unter die Bürger im Saal zu mischen.

Zum ersten Mal wurde die Hans-Engelhard-Medaille vergeben. Freude nicht nur bei den Geehrten (v. l.) , Ilse Schmitz-Eckert (2. v. l.) und Hans Georg Ziesemer (2. v. r.) sondern auch bei (v. l.) den SPD-Landtagsabgeordneten Marc Ruland und Benedikt Oster), Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Stadtbürgermeister Günter Schnitzler. Fotos: US

Landrat Dr. Alexander Saftig sprach bei der Veranstaltung mit der Ministerpräsidentin die Arbeit auf kommunaler Ebene an.

Der demografische Wandel im Land war ein zentrales Thema von Dreyers Rede.

Ehrung für zwei verdiente Genossen
Ehrung für zwei verdiente Genossen

Ehrung für zwei verdiente Genossen

Ehrung für zwei verdiente Genossen

Bürgermeister Günter Schnitzler begrüßte die Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Forum Polch.

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