Allgemeine Berichte | 03.11.2013

Konzert der Maifeldchöre gastierte zum zehnten Geburtstag in Ochtendung

Ein Geschenk an die Musikbegeisterten

Der Frauenchor Ochtendung richtete in diesem Jahr das Konzert der Maifeldchöre aus.WE

Ochtendung. Das Konzert der Maifeldchöre konnte seinen zehnten Geburtstag feiern und gastierte dazu in diesem Jahr wieder in der Ochtendunger Kulturhalle. Zuvor hatten die Chöre, genau wie heute noch im weiten regionalen Umfeld üblich, das Verbandsgemeindesängerfest gefeiert. Der Namenswechsel wurde im Besonderen deshalb vollzogen, um den schon immer gern gesehenen nicht aktiv singenden Gästen zu verdeutlichen, dass es eben nicht nur ein Fest für die Sängerinnen und Sänger ist, sondern ein Geschenk an alle Musikbegeisterten. Für dieses jährliche Event bieten sich von seinem Umfang her im Grunde vor allem an das Forum in Polch, die Stadthalle in Münstermaifeld und die Halle in Ochtendung. Und sicher sind diese Örtlichkeiten von ihrem feierlichen Rahmen her allemal einem Zelt vorzuziehen. Veranstalter ist aber nach wie vor die Verbandsgemeinde Maifeld; nur der Ausrichter wechselt alljährlich. Das war in diesem Jahr der Frauenchor Ochtendung, der mit seinen 38 Jahren ältester Damenchor auf dem Maifeld ist.

Begrüßung zahlreicher Gäste

In wohltuend kurzen Ansprachen wurden Gäste und Aktive zunächst von Elke Ludwig als Vorsitzende des ausrichtenden Vereins begrüßt, bevor Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch als Hausherrin und Bürgermeister Maximilian Mumm als Veranstalter ihre Gedanken ausdrückten. Frau Ludwig grüßte zunächst einige Orts- und Stadtbürgermeister namentlich, um dann den Ochtendunger Ehrenbürger und ersten Beigeordneten der Verbandsgemeinde, Franz Schmitz, besonders hervorzuheben. „Wenn der Frauenchor Hilfe braucht, ist Franz Schmitz immer gerne bereit mit zu arbeiten.“ Dies sicher auch, weil Ehefrau Heidi als Sangesschwester im Chor aktiv ist. Die heimische Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch bezeichnete die Musik als „die schönste Sprache der Welt“ und ging in ihren Worten kurz auf deren verbindende, gesellschaftliche und soziale Funktion ein bevor Bürgermeister Maximilian Mumm, wie auch seine Vorrednerin, dem Frauenchor für die aufwendigen Arbeiten als Ausrichter dankte. Durch den Abend der 13 teilnehmenden Chöre führte dann charmant, teils witzig und immer gut informiert Sangesschwester Hiltrud Dingendorf vom ausrichtenden Chor.

Tradition trifft Moderne

Ankündigen durfte die Moderatorin dabei Repertoires, die sowohl traditionelles Liedgut umfassten - wer sollte es bewahren, wenn nicht die Gesangvereine und -chöre - aber zunehmend auch anspruchsvolle Schlager und moderne Stücke in fremden Sprachen. Dabei ist schon lange der Name Rammstein mit neuer deutscher Härte kein Tabu mehr und die Beatles dürfen sogar nicht mehr fehlen. Geschuldet sind diese Programmänderungen sowohl dem sich wandelnden Zeitgeist und Musikgeschmack der zuhörenden Gäste als auch in gleichem Maße den eigenen Aktiven. Dennoch bleibt das Nachwuchsproblem ständig auf der Tagesordnung der Verantwortlichen in den Vereinen. Dem mehrstündigen Musikgenuss folgten etwa 400 Gäste und Aktive. Sie wurden dabei vom gastgebenden Verein aus Küche und Gaststube freundlich umsorgt. Dass der dabei erwirtschaftete finanzielle Überschuss sofort wieder in den Gesang investiert wird, sollte jedem selbstverständlich sein. Die Kosten für Noten, Fahrten und Chorleiter sind jährlich immens. Das Konzert im kommenden Jahr wird sicherlich in Polch stattfinden, weil es vom Jungen Chor Maifeld ausgerichtet werden soll.

Bunt und beschwingt präsentierte der „Junge Chor Maifeld“ Schlager der 50er und 60er-Jahre.

Bunt und beschwingt präsentierte der „Junge Chor Maifeld“ Schlager der 50er und 60er-Jahre.

Der Frauenchor Ochtendung richtete in diesem Jahr das Konzert der Maifeldchöre aus.Fotos: WE

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