Allgemeine Berichte | 01.07.2026, 21:22 Uhr

Auf den Spuren des Mittelalters in und um Rhens

Kaiser Ruprecht Bruderschaft auf Exkursion

Die Exkursionsgruppe der Bruderschaft im alten Steinbruch. Ganz links: Exkursionsleiter MB Dieter Kaul
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Rhens. Mit einer hochmotivierten Gruppe unter der kenntnisreichen Leitung von Mitbruder Dieter Kaul hat die Kaiser Ruprecht Bruderschaft eine eindrucksvolle Exkursion erlebt.

Auf dem Programm stand die Suche nach Überbleibseln und Spuren aus dem Mittelalter in und nahe der Stadt Rhens.

Kaul verwies einleitend völlig zu Recht darauf, dass sich in der Stadt selbst mit Ausnahme der allerdings hochbedeutenden, 100 Meter langen Stadtmauer aus der Zeit um das Jahr 1400 und des Rathauses (1514 und später) keinerlei oberirdische Bauten aus mittelalterlicher Zeit erhalten haben.

Somit lag der Schwerpunkt auf der Suche nach Relikten der Vergangenheit in der näheren Umgebung. Fachkundig präsentierte Kaul dem interessiert lauschenden Damen und Herren die Spuren menschlichen Lebens und Schaffens im Mühlental an Hand überkommener Geländestrukturen, die dem oberflächlichen Betrachter heute kaum noch ins Auge fallen. Besonders stark gilt dies für die ehedem zahlreichen Mühlen, die einen ganz entscheidenden Faktor für das mittelalterliche Wirtschaften darstellten. Folgerichtig erkundete die Gruppe den ehemaligen Standort einer inzwischen völlig abgegangenen und von Buschwerk überwucherten Mühle.

Höhepunkt war aber zweifellos der Besuch eines längst stillgelegten Steinbruchs, in dem laut Kauls überzeugender Darlegung bereits im 14. Jahrhundert die Steine für die Rhenser Stadtmauer gebrochen worden sind – eine unabdingbare Voraussetzung für das mächtige Bauwerk, wenn man bedenkt, dass in Rhens selbst keinerlei Möglichkeit zum Brechen von Steinen gegeben war und das Baumaterial vollständig vom Steinbruch bis auf die Baustelle transportiert werden musste. Zum Bruchsteinmaterial für die eigentliche Mauer kamen dann noch Werksteine für Tür-, Tor- und Fenster- sowie Schartengewände, die aus noch entfernter gelegenen Steinbrüchen herangeführt mussten.

Den sehr gelungenen Ausflug beschloss ein ausgedehntes gemütliches Grillen, bei dem noch lange gefachsimpelt wurde. Kanzler Alexander Thon bedankte sich herzlich bei Dieter Kaul, dem es wieder einmal gelungen war, seinen Gästen völlig neue und nachhaltige Erkenntnisse zu präsentieren.

Die Exkursionsgruppe der Bruderschaft im alten Steinbruch. Ganz links: Exkursionsleiter MB Dieter Kaul Foto: Gernot Rürup, Urmitz

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