Politik | 28.10.2015

Landrat Dr. Alexander Saftig besucht Rüber

Kleine Dörfer rücken in den Fokus

Ortschefin Karin Butter im Gespräch mit Bürgermeister Max Mumm, Landrat Dr. Alexander Saftig und Alois Astor vom Kreishaus.Privat

Kreis Mayen-Koblenz. Nicht nur die großen Städte eines Landkreises sind für die Zukunft wichtig. Auch kleinere Dörfer sind für die Zukunft eines Landkreises von großer Bedeutung. Doch was kann man als Kreisverwaltung unternehmen, um Dörfer langfristig lebenswert zu gestalten? Während einer Tour durch mehrere kleinere Dörfer des Landkreises setzt sich Landrat Dr. Alexander Saftig gezielt mit dieser Frage auseinander. Jetzt besichtigte er die Ortsgemeinde Rüber. Rund 880 Einwohner zählen zur Ortsgemeinde, die fünf Kilometer östlich von Polch liegt und zur Verbandsgemeinde Maifeld gehört. Der Landrat war erstaunt über die relativ hohe Anzahl an Mietwohnungen in einer so kleinen Gemeinde. „Oft zieht es Verwandte von Anwohnern aus Rüber wieder zurück in die Heimat“, so Bürgermeisterin Karin Butter. „ Nicht nur der Bedarf an Mietwohnungen, sondern auch die Nachfrage an Bauplätzen ist eindeutig vorhanden.“ Auch die kleinsten Bewohner finden ihren Platz in Rüber. Die seit 20 Jahren bestehende Kindertagesstätte wurde in den letzten Jahren neu gestaltet. Dennoch müssen weitere Anpassungen folgen, zum Beispiel fehlen noch Schlafplätze und ein Speisesaal. Die Grundschulen und weiterführenden Schulen in den naheliegenden Städten wie Polch oder Münster Maifeld, erreichen die Kinder aus Rüber mit dem Bus. Kinder im Alter von acht bis 12 Jahren können den wiederbelebten Jugendtreff besuchen. Die betreute Gruppe startet immer wieder verschiedenste Aktionen in der freien Natur oder im Jugendraum des Gemeindehauses. Auch Rentner haben ihre Funktion in der Gemeinde. So trifft sich wöchentlich eine Gruppe von fünf bis sieben rüstigen Rentnern und übernimmt ehrenamtlich Arbeiten für die Gemeinde oder anderer Bürger von Rüber. „Nur wer emotional mit seinem Heimatort verbunden ist, packt mit an und bleibt in der Gemeinde“, stellt Saftig fest. Das Leben im ländlichen Raum bedeutet auch gleichzeitig Leben in der Natur und in direkter Nachbarschaft zu den Naturschutzgebieten. Die Stiftung Natur und Umwelt im Landkreis Mayen-Koblenz wird mit dem Land über die Flächen des Naturschutzgebietes „Notbachtal“ eine Vereinbarung abschließen, um die vorhanden Potenziale zu nutzen. Festzustellen ist: Die Ortsgemeinde Rüber funktioniert. Sowohl die jungen, als auch die älteren Bürger von Rüber sind gut integriert und fühlen sich wohl. „Ziel ist es die einzelnen Altersgruppen im Ort zu integrieren und dann zueinander zu führen“ so Karin Butter. „Ich nehme aus Rüber sehr viele gute Eindrücke mit: Vieles wurde bereits in Angriff genommen, einiges steht aber noch auf der Agenda der Gemeinde. Wir werden versuchen, so gut es geht bei der Umsetzung der Ideen zu unterstützen“, so Saftig.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Ortschefin Karin Butter im Gespräch mit Bürgermeister Max Mumm, Landrat Dr. Alexander Saftig und Alois Astor vom Kreishaus.Foto: Privat

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