TV Welling
Knappe Niederlage gegen den Tabellenzweiten
Welling. Der TuS Weibern hat das Rheinlandligaderby zum Saisonabschluss beim TV Welling für sich entschieden. Die personell arg geschwächten Gastgeber können sich aber nach ihrer 21:24 (11:14)-Heimniederlage durchaus erhobenen Hauptes in die von allen ersehnte Spielpause verabschieden. Gleiches gilt für die Gäste aus der Eifel, die nach der Rückkehr in das Oberhaus des Handballverbandes Rheinland eine starke Saison gespielt - und diese mit dem dritten Platz gekrönt haben. In der gut besuchten Wellinger Nettetalhalle entwickelte sich eine kampfbetonte, hart aber nicht unfair geführte Partie. Beide Abwehrreihen schenkten sich nichts. Ebenso, wie es die Zuschauer, die der Begegnung einen würdigen Rahmen verliehen von einem Derby erwarten. Dennoch war ein solches Engagement am letzten Spieltag nicht unbedingt zu erwarten. Zumal bei den Wellingern das „letzte Aufgebot“ an den Start ging. „Bei uns ist auch Florian Monschauer noch ausgefallen. Mit Sven Acht und Ralf Weiler haben zwei Akteure aus der zweiten Mannschaft ausgeholfen und von unserem Stammkader blieb neben der Anfangsformation auf dem Feld nur noch ein Spieler auf der Bank übrig,“ ordnete TV-Spielertrainer Kai Schäfer das Geschehen ein. Entsprechend waren es die Weiberner, die fast ausnahmslos in Führung lagen, aber dennoch ein paar Schlüsselsituationen unbeschadet überstehen mussten, um den laut Schäfer „letztlich unbestritten verdienten Sieg“ einzufahren. Beispielsweise jene, als die Maifelder beim 19:20 einen Siebenmeter vergaben. Oder auch die Phase, in der die Gastgeber eine vierminütige Überzahl nicht nutzen konnten. Weiberns Michael Kraus erhielt zwei Minuten und wegen Meckerns dann die sogenannte Zwei plus Zwei-Minutenstrafe, aber die Wellinger konnten einen Zwei-Tore-Rückstand (20:22) selbst da nicht aufholen. „Das waren sicher die Knackpunkte. Unsere Anhänger waren zufrieden, wie wir uns gegen den deutlich größeren Weiberner Kader aus der Affäre gezogen haben, aber als Trainer trauerst Du solchen vergebenen Chancen nach, weil Du das Gefühl hast, es sei mehr drin gewesen“, so Schäfer. Einen, der seine Chancen nutzte, stellte er aber explizit heraus. „Kai Orth hat kämpferisch nie aufgesteckt, war heute nicht nur wegen seiner Tore unser bester Mann und hat überhaupt eine Klasse-Saison gespielt“, so Schäfer. Auf Weiberner Seite überragte hingegen Torhüter Tobias Arenz, an dem die Wellinger Akteure des Öfteren hängen blieben. Nachdem laut Schäfer „alle mit denen ich gesprochen habe jetzt aber auch einfach froh sind, dass die Saison vorbei ist“, konnten sowohl er als auch Reuland jeweils ein sehr zufrieden ausfallendes Saisonfazit ziehen. Schäfer: „Drei Jahre Rheinlandliga am Stück hat es in Welling noch nie gegeben. Wir haben den Klassenerhalt im schwierigeren zweiten Jahr vorzeitig gesichert, trotz mancher Verletzung. Ich denke in Welling können alle zufrieden in die Pause gehen“. Aufgebot des TV-Welling: Basibüyük, S. Monschauer; Orth (8/2), Hürter (4/1), Schnor (3), Schäfer (2), Lichtl (2), Schwarz (1), Weiler (1), Acht, Gilles-Schulden und Päulgen.
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