Kulturhalle Ochtendung
Kosten/Nutzerverhältnis in Schieflage
Ochtendung. Der Ortsgemeinderat Ochtendung zieht rückschauend Bilanz über die 10 Jahre alte Kulturhalle. Die Halle lässt sich wegen ihrer überdimensionalen Größenordnung offensichtlich nur für Groß- und Gewerbeveranstaltungen vermarkten. Dabei handelt es sich überwiegend um Bewerber von außerhalb des Ortes. Die Zahl der Bewerber sei bis auf ein Minimum zurückgegangen, so in der Gemeinderatssitzung vom 30. Mai 2015.
Das Kosten/Nutzerverhältnis ist somit in eine Schieflage geraten. Wegen Überlastung und Sanierung der alten Wernerseck-Schulhalle sollte ursprünglich der Neubau der Halle in erster Linie den Belangen der Ochtendunger Bevölkerung und Vereinen, in angemessener Größe für einen Ort von circa 5300 Einwohnern, dienen. Wegen des unvorteilhaften kreisförmigen Grundrisses der Kulturhalle ist eine Unterteilung der Fläche - je nach Bedarf - in mehrere Sektionen für Kleinveranstaltungen nicht geeignet. Dass eine Mehrzweckhalle (wie in einigen umliegenden Gemeinden) mit unterteilungsfähigem Rechteckgrundriss sinnvoller gewesen wäre , steht wohl außer Zweifel. In der Planungsvorbereitung lag ein solches Modell vor. Nun beabsichtigt die Gemeinde, die kreisrunde Fläche durch flexible Raumteiler zu unterteilen - wohl eine späte Erleuchtung. Die hierfür anfallenden Kosten dürften nicht unerheblich sein und hätten bei einer Rechteck-Konzeption, wie vor beschrieben, eingespart werden können.
Abschließend sei zu bemerken, dass diese Kulturhalle mit ihrer Größenordnung sowie den hohen Unterhaltungskosten eher für Städte wie z. B. Mayen oder Andernach geeignet und für den ländlichen Raum jedoch ein bis zwei Nummern zu groß ist.
Kurt Heidrich, Bau-Ing. BSVI,
Ochtendung
