Allgemeine Berichte | 02.12.2014

Frauennotruf Koblenz - Fach- und Beratungsstelle für vergewaltigte Frauen und Mädchen

Mehr Schutz für Frauen und Mädchen im Ermittlungs- und Strafverfahren

Rechtsanwältinnen und Prozessbegleiterinnen gründen Netzwerk zur Verbesserung des Opferschutzes bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung

Koblenz. Obwohl jede siebte Frau ab dem 16. Lebensjahr mindestens einmal in ihrem Leben schwere sexualisierte Gewalt erlebt, kommt dies in bis zu 95 Prozent der Fälle nicht zur Anzeige. Denn die Opfer fürchten die hohen Belastungen eines Ermittlungs- und Strafverfahrens und schätzen die Chancen auf eine Verurteilung des Täters als sehr gering ein. Viele Juristinnen und Frauenrechtsorganisationen bezeichnen dies als katastrophal für die betroffenen Mädchen und Frauen. Anlässlich des diesjährigen weltweiten Widerstandstags gegen Gewalt an Frauen trafen sich deshalb auf Initiative der Koblenzer Fach- und Beratungsstelle für vergewaltigte Frauen und Mädchen acht engagierte Rechtsanwältinnen und fünf Prozessbegleiterinnen und gründeten das „Netzwerk Nebenklage und Prozessbegleitung - Recht und Unterstützung für von sexualisierter Gewalt betroffene Frauen und Mädchen“, so der ausführliche Name dieser neuen Institution in der Region Koblenz.

„Wir wollen erreichen, dass Mädchen und Frauen sich geschützt und gestärkt erleben, wenn ein Strafverfahren eingeleitet wurde und uns dafür einsetzen, dass sie die besten Chancen und Möglichkeiten haben, vor Gericht zu ihrem Recht zu kommen und Wiedergutmachung zu erhalten“, so eine der Teilnehmerinnen. Bewährte und effektive Vorgehensweisen entwickeln, sich austauschen in konkreten Fällen und auf strukturelle Missstände hinweisen, - das sind einige der Aufgaben, die die Netzwerkpartnerinnen gemeinsam angehen wollen.

Vergewaltigt zu werden bedeutet, starke Ohnmachtsgefühle und einen existentiellen Kontrollverlust zu erleben. Die Abläufe von Ermittlungs- und Strafverfahren rufen oftmals ebensolche Gefühle hervor.

„Wenn Frauen und Mädchen sich im Rahmen eines Strafverfahrens als kompetent und aussagefähig erleben, sie ihre Rechte kennen und wahrnehmen, fühlen sie sich nicht ein weiteres Mal hilflos und ausgeliefert“, wissen die Fachfrauen aus ihrer Erfahrung. Sie sind überzeugt: „Eine gelungene Kooperation von engagierten Nebenklagevertreterinnen und psychosozialen Prozessbegleiterinnen wird erheblich dazu beitragen, Belastungen für die Betroffenen und auch für ihre Bezugspersonen zu verringern.“

Informationen zum Netzwerk und Kontakte zu den Netzwerkteilnehmerinnen über Frauennotruf Koblenz, Fach- und Beratungsstelle für vergewaltigte Frauen und Mädchen unter Tel. (02 61) 3 50 00.

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