Ortsvereine Polch und Ochtendung der Arbeiterwohlfahrt begingen Jubiläum gemeinsam
Mobiler Sozialer Dienst Maifeld feierte sein 25-jähriges Bestehen ganz groß
Ochtendung. Vor 25 Jahren gründeten die Ortsvereine der Arbeiterwohlfahrt Ochtendung und Polch gemeinsam den Mobilen Sozialen Dienst Maifeld. Zum Gründungsvorstand gehörten damals Karl Sauer, Dieter Rothweiler und Wolfgang Kaschner aus Polch und aus Ochtendung Renate Severin, Matthias Severin und Matthias Wirz. Sie hatten sich zum Ziel gesetzt, alten, kranken, behinderten und hilfsbedürftigen Menschen zu helfen. Diese Dienste sollten keine Konkurrenz zur etablierten Sozialstation der Caritas sein, nein, das Angebot der Caritas sollte einfach sinnvoll ergänzt werden. Die Aufgabenstellung damals war: die Selbstständigkeit im Alter länger zu erhalten und einem vorzeitigen Umzug in ein Altenheim entgegenzuwirken. Eine Aufgabe, die im Zeichen des heutigen demografischen Wandels noch wichtiger geworden ist als damals bei der Gründung des MSD Maifeld.
Das Startkapital für das ganze Unternehmen stellten die AWO-Ortsvereine Ochtendung und Polch zur Verfügung und übernahmen damit auch das ganze Risiko des Unternehmens. Aber es gab ja fähige Leute im Vorstand, und so sollte es wohl auch gelingen. Für das Büro stellte die Gemeinde Ochtendung einen Raum im Rathaus zur Verfügung, der bis heute vom MSD als Anlaufstelle für die Mitarbeiter und als Büro genutzt werden darf.
1995 wurde ein Kooperationsvertrag mit der Caritas-Sozialstation abgeschlossen, der bis heute besteht und der sich für beide Seiten positiv entwickelt hat. Die Mitarbeiter des MSD übernehmen hier alle hauswirtschaftlichen Hilfen der Pflegeversicherung, der Krankenkassen und des Sozialamts, aber auch hauswirtschaftliche Arbeiten außerhalb der sozialen Sicherungssysteme.
Heute steht der MSD unter dem Vorsitz von Karl Nachtsheim vom AWO-Ortsverein Polch, sein Stellvertreter ist Jürgen Lehnigk Emden vom AWO-Ortsverein Ochtendung. Geschäftsführerin ist Elvira Horst. Inzwischen sind zehn Mitarbeiter beschäftigt, die rund 50 Kunden betreuen.
Am vergangenen Freitag trafen sich nun alle mit zahlreichen geladenen Gästen, um das Jubiläum gebührend und ganz groß zu feiern. Es waren viele Gratulanten gekommen, die dem MSD in ihren Reden immer wieder bestätigten, dass dies der richtige Weg sei. Es war eine schöne Feier, denn sie hat dem MSD, ihren Gründern und den heute Verantwortlichen gezeigt, dass mit einigem Mut, mit viel Arrangement und mit noch mehr Überzeugung ein großes Werk geschaffen werden kann.
