Allgemeine Berichte | 21.10.2015

Ökumenischer Pilgerweg für Klimagerechtigkeit führt durch das Bistum Trier

„Natur - Impulse - politisches Engagement“

Am 1. November startet die Strecke in Remagen und führt nach Andernach

Drei der Verantwortlichen für die Tagesetappen werben fürs Mitpilgern: Rudolf Demerath, Gemeindereferent PG Untermosel-Hunsrück; Günter Leisch, Pastoralreferent im Dekanat Andernach-Bassenheim, und Beate Ternes, Schulsozialarbeiterin Realschule PLus Mendig. privat

Region. „Gemeinschaft erfahren, Natur erleben und sich politisch engagieren“: Das können die Teilnehmer des Ökumenischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit. Der Weg startete in Flensburg mit dem Ziel Paris, wo Ende November die UN-Klimakonferenz stattfindet. Von Sonntag, 1. November bis Donnerstag, 12. November führt der Weg auch durch das Bistum Trier und Bereiche der Evangelischen Kirche im Rheinland. Zum Mitpilgern eingeladen sind alle Interessierte - auch für einzelne Tages-Wegstrecken. Am 1. November startet die Strecke durch das Bistum Trier in Remagen und führt nach Andernach. Von dort geht es weiter nach Mendig (2. November), dann nach Münstermaifeld (3. November) und nach Cochem (4. November). Hier findet am 5. November ein Workshop-Tag mit vielfältigen Angeboten statt - von Vorträgen zum ökologischen Weinanbau, über die Besichtigung des Moselkraftwerkes Fankel und der Biogasanlage Alflen, bis hin zu Friedensgebeten der evangelischen Jugend. Von Cochem aus geht es nach Alf (6. November) und weiter Richtung Trier. Gestaltet werden die einzelnen Strecken mit sogenannten Kraft- und Schmerzpunkten, die auf aktuelle Klimaherausforderungen der Region und der Welt eingehen: So gibt es etwa Stationen an einer Permakultur, einer Solaranlagen-Firma oder einem Pumpspeicherkraftwerk. Auf dem Programm stehen auch Verpflegungspausen, Impulse und Gottesdienste.

„Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, erklärt Etappenverantwortlicher Günter Leisch. Auch viele Ehrenamtliche seien mit im Boot - ob für Verpflegung und Unterbringung der Pilger oder die Streckengestaltung.

Ein „sichtbares Zeichen“ setzen

Der Klimaweg soll ein „sichtbares Zeichen“ setzen, schreiben Bischof Dr. Stephan Ackermann und Präses Manfred Rekowski in ihrem gemeinsamen Aufruf. Die konkreten Forderungen der Veranstalter des ökumenischen Pilgerweges: Ein sofortiges, rechtlich verbindliches und faires Klimaabkommen; gerechte, ehrgeizige und dauerhafte Klimaschutzmaßnahmen sowie eine deutliche Erhöhung der finanziellen Mittel für Anpassung und Klimaschutz.

„Klimaschutz ist für Christen und für Menschen anderer Religionen eine ethische Verpflichtung“, sagt Ludwig Kuhn von der Diözesanstelle Weltkirche im Bistum Trier und Etappen-Koordinator für die Strecke von Remagen bis Perl. Es gehe um die Verantwortung für die besonders betroffenen armen Bevölkerungsgruppen im Süden und um die Lebensmöglichkeiten für die kommenden Generationen. Rolf Stahl, Superintendent des evangelischen Kirchenkreises Koblenz, pflichtet seinem katholischen Kollegen bei: „Es ist unser gemeinsames Ziel, verantwortlich mit der uns anvertrauten Schöpfung umzugehen.“ Das sei jedoch gemeinsam und ökumenisch am besten zu bewältigen: „Zusammengelegte Kräfte sind oft effektiver.“

Nähere Informationen

Weitere Informationen sowie Karten mit GPS-Daten, auch für das Smartphone, gibt es auf: http://www.klimapilgern.bistum-trier.de. Kurzentschlossene können jederzeit auf den Tagesetappen hinzustoßen. Am Workshop-Tag in Cochem können alle Interessierten teilnehmen. Informationen unter info@keb-mittelmosel.de.

Bischöfliche Pressestelle Koblenz

Drei der Verantwortlichen für die Tagesetappen werben fürs Mitpilgern: Rudolf Demerath, Gemeindereferent PG Untermosel-Hunsrück; Günter Leisch, Pastoralreferent im Dekanat Andernach-Bassenheim, und Beate Ternes, Schulsozialarbeiterin Realschule PLus Mendig. Foto: privat

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