Der neue Kinderspielplatz im Polcher Stadtteil Ruitsch wurde offiziell übergeben
Nur die Hauptdarsteller fehlten
Ruitsch. Temperaturen von drei Grad über dem Gefrierpunkt, teilweise strömender Regen, ein kalter Wind - es war ein Wetter, bei dem selbst der größte Tierliebhaber seinen Hund nicht vor die Tür schickt. Kein Wunder, dass die Hauptdarsteller, die Kinder, bei der Übergabe des neuen Kinderspielplatzes am renaturierten Ruitscher Bach im Polcher Stadtteil Ruitsch fehlten. Der Freude der Verantwortlichen tat dies allerdings keinen Abbruch, schließlich war das Gelände in den Tagen zuvor schon rege in Anspruch genommen worden.
„Es war eine tolle Gemeinschaftsarbeit. Freitags hatten wir 35 freiwillige Helfer, samstags noch einmal 25 Leute, die uns unterstützt haben“, zog Ortsvorsteher Günter Martin zufrieden Bilanz. „Das ermutigt den Ortsbeirat und die Interessengemeinschaft Ruitsch natürlich ungemein. Für den Stadtteil Ruitsch war es die größte Maßnahme in den vergangenen Jahren, von Straßenprojekten einmal abgesehen. Wir alle können stolz darauf sein, was wir gemeinsam geleistet haben. Und im Frühjahr bei sicherlich besserem Wetter wird dann auch noch richtig gefeiert.“
In die gleiche Kerbe schlug der Polcher Stadtbürgermeister. „Ruitsch kann sich mit diesem Spielplatz an einem herrlichen Fleckchen Erde sehen lassen“, so Gerd Klasen. „Seit einem Jahr sind wir dran, alle Spielplätze in Polch selbst und in den Stadtteilen auf Vordermann zu bringen. Und in Ruitsch war die Not sicherlich am ärgsten. Wir haben die Spielleitplanung mit ins Boot genommen und dafür gesorgt, dass das Gelände saniert wurde und alle maroden Geräte durch neuwertige ersetzt wurden.“ Wichtig sei, dass viel in Eigenleistung erbracht worden sei. „Auf das, was ich selbst geschaffen habe, passe ich besonders gut auf. Die Eltern halten ein Auge drauf, weil sie das Gefühl haben: Dieser Spielplatz gehört in irgendeiner Weise auch mir.“
Etwa 12.000 Euro hat der Kinderspielplatz im Polcher Stadtteil Ruitsch gekostet. 2.100 Euro kamen vom RWE, jeweils 500 Euro gaben die Kreissparkasse Mayen, die VR-Bank und die Volksbank Rhein/Ahr/Eifel hinzu. Ortsvorsteher Martin vergaß aber auch nicht, die ehrenamtlichen Helfer, die beiden städtischen Mitarbeiter Egon Geisen und Heinz Wild sowie die Kolliger Baufirma Robert Ollig, die einen Bagger kostenlos zur Verfügung stellte, in seine Dankesworte mit einzubeziehen. Und im Frühjahr werden sie alle gemeinsam feiern. Stadtbürgermeister Klasen wird dann seine sinnbildliche und süffisante Frage zu Beginn seiner Rede bei besserem Wetter hoffentlich nicht wiederholen müssen: „Wer ist hier eigentlich der Schirmherr?“
