Ochtendungs 1050-Jahrfeier war ein grandioser Gala-Abend
Eine musikalische Zeitreise, eine Neandertalerkalotte und die „Rentner vom Eck“
Ochtendung. Es war eine festliche Großveranstaltung nach Maß und stürmische Begeisterung bei mehr als 800 Gästen in der Ochtendunger Kulturhalle. So verwandelte sich die 1050-Jahrfeier zu einem grandiosen Gala-Abend mit zahlreichen Ehrengästen aus Nah und Fern. Bürgerinnen und Bürger aus Ochtendung feierten mit ihren Gästen die 1050 Jahre der Ersterwähnung von Ochtendung. Gäste aus den beiden Partnergemeinden Caiazzo und La Chaussee St.Victor sowie Gäste aus der englischen Stadt Aylsham waren extra angereist, um den Festabend im Sinne einer musikalischen Zeitreise mit zu erleben. Große Freude versprühte auch Bürgermeisterin Rita Hirsch bei ihrer Begrüßungsrede. Ochtendung einst geprägt von Landwirtschaft ist heute ein Ort von Handel, Gewerbe und einer guten Infrastruktur, stellte Rita Hirsch in ihrer Rede fest. Ein buntes, abwechselungs- und informationsreiches Programm gestaltet von Vereinen der Ortsgemeinde stellte einmal mehr das gute Miteinander unter Beweis. In brillanter Weise hatten Heike Thurm und Günther Pinetzki die Moderation des Abends übernommen. Es war ein Vergnügen ihnen zu lauschen, da sie immer wieder historische Hintergrundinformationen eingebaut hatten.
Doch zunächst gab es Grußworte des Staatsministers Roger Lewentz. In seiner Rede stellte er fest, wie attraktiv Ochtendung ist und welch´ eine gute, zentrale Funktion dem Ort zukommt. Lob hatte er für das großartige Programm, welches man zu dieser Veranstaltung aufgestellt hatte. „Wenn man in diese große Halle kommt, die bis auf den letzten Platz gefüllt ist, so zeigt es doch, das man mit diesem Fest das Herz der Mitbürger getroffen hat und das ist keine Selbstverständlichkeit“, so Lewentz. „Hier freut man sich gemeinsam und hier feiert man gemeinsam“, fügte er an. Im Anschluss übergab er als Gastpräsent den großen und sehr schweren Wappenschild der Landesregierung Rheinland-Pfalz an Rita Hirsch.
Landrat Alexander Saftig stellte in seinem Grußwort mit Freude fest, das bürgerliches Engagement in Ochtendung groß geschrieben wird. Durch ein intaktes gesellschaftliches Gemeindeleben und eine stetige Entwicklung halten sich die Menschen gerne in Ochtendung auf und haben einen Grund, ihrer Heimat treu zu bleiben. Die Geschichte von Ochtendung hält er für eine Erfolgsgeschichte, denn die Ochtendunger sind sympathische Leute, schlaue Leute könnte man sogar sagen: „Die Ochtendunger sind ein „Volk mit Köpfchen“, so Saftig.
Zur Geschichte hatte er noch eine interessante Feststellung im Gepäck. Drei Kilometer nördlich von Ochtendung, im Bereich des Vulkans „Wanneköpfe“ wurde 1997 eine Neandertalerkalotte, also ein Schädeldach eines erwachsenen Mannes gefunden. Diese Schädeldecke zeigte er auch dem Publikum und erklärte, das Alter dieses Schädels ist auf 160.000 Jahre datiert. Sie stammt also von einem frühen Neandertaler. „In meiner Hand halte ich den Beweis, ihr Ochtendunger habt euch verdammt gut gehalten, denn ihr seid deutlich älter als 1050 Jahre und dazu gratuliere ich euch“, so der Landrat.
Verbandsbürgermeister Maximilian Mumm bezeichnete den Blick von der Bühnen als „einen Blick fast wie im Fußballstadion.“ Auch bezeichnete er das Fest als außergewöhnlich und die direkte Art der Ochtendunger wisse er sehr zu schätzen. Lobende Worte fand er auch für das ausgezeichnete Gemeinschaftsleben, das in Ochtendung vorherrsche. „Die Gemeinde kann stolz auf das Erreichte sein“, so Mumm. „In Ochtendung hat man das Herz am rechten Fleck“, fügte er an.
Erstklassiges Programm
Im Ablauf des Programms hatte die DJK Ochtendung ein großartiges Videoprojekt zur 72-Stunden Aktion angefertigt. Hier sah man einzelne, meist ältere Bürger im Gespräch mit den Jugendlichen. Fragen zur Geschichte und zum Ortsgeschehen wurden beleuchtet. Hierbei kamen auch die „Rentner vom Eck“ nicht zu kurz und Hunderte Gäste gerieten dabei in stürmische Begeisterung. Das Projekt war eines der vielen Höhepunkte im Laufe des Abends. Werner Wilbert konnte ebenso mit seinen Liedvorträgen begeistern, wie auch die Tanzgruppen und auch die gesanglichen Darbietungen des Frauenchors und des Kirchenchors.
Ein umfangreiches Programm, dem Anlass angemessen, endete am späten Abend mit dem Auftritt der bekannten Coverband „BIG DIG“, die dann zum Tanz und zur Unterhaltung aufspielte. Ein ganzer Ort feierte bis in die frühen Morgenstunden und man konnte feststellen: Ochtendung ist zwar 1050 Jahre alt doch heute moderne denn je - hier lebt man gerne und gerne miteinander.
Eine festliche Großveranstaltung nach Maß und stürmische Begeisterung bei mehr als 800 Gästen in der Kulturhalle.
Verbandbürgermeister Maximilian Mumm übergab ein Geldgeschenk an die Ochtendunger Bürgermeisterin.
Tolle Leistung der DJK Ochtendung mit ihrer Interpretation zur 1050 Jahrfeier bei der 72-Stunden-Aktion.
Eine musikalische Zeitreise der letzten 50 Jahre zeigte die Tanzgruppe der DJK mit ihrem „Abba Medley“.
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