JSG Mailfeld - D-Junioren
Pokalkrimi ohne Happy End
D IV unterliegt unglücklich im Neunmeterschießen mit 6:5 gegen den VfR Koblenz
Koblenz. Die D IV der JSG Maifeld ist durch ein 6:5 nach Neunmeterschießen gegen den VfR Eintracht Koblenz in der Runde der letzten 32 Mannschaften im D-Junioren-Rheinlandpokal ausgeschieden. Trotz zuletzt durchwachsener Ergebnisse legte das junge Team von Markus Weidung und Alexander Dück auch aufgrund der großartigen Unterstützung, die das Auswärtsspiel für die JSG Maifeld mehr oder weniger zu ihrem Heimspiel werden ließ, sprichwörtlich „los wie die Feuerwehr“. Selbstbewusst, kampf- und laufstark gepaart mit der nötigen Leidenschaft, zeigte die Mannschaft den Gastgebern in jeder Situation in der Anfangsphase, wer an diesem Tage gewillt war, in die Runde der letzten 16 Mannschaften des Rheinlandpokals einzuziehen. So war das Team der JSG Maifeld in den ersten 20 Spielminuten absolut spielbestimmend; legte gar ein wahres „Powerplay“ hin, das die Akteure des VfR Koblenz gar nicht zur Entfaltung kommen ließ. Spätestens an der Mittellinie fanden die Angriffsbemühungen der Gastgeber durch eine konzentrierte Defensivarbeit aufseiten der JSG Maifeld ein jähes Ende.
Trotz dieser Spielhoheit verstand es die Mannschaft nicht, sich für ihren hohen Aufwand mit einem Torerfolg zu belohnen. Zwar wurde ansehnlich durch die eigenen Reihen kombiniert, doch der letzte Pass wollte an diesem Tag einfach nicht gelingen - zu unsauber wurden die Möglichkeiten einfach zu Ende gespielt. Die besten Möglichkeiten für einen Torerfolg hatten noch Felix Frieb-Preis und Julien Richard, deren Fernschüsse jeweils stark vom Torhüter der Gastgeber pariert wurden sowie Simon Ney, der den Ball nach einer schönen Flanke von Pascal Horst leider leicht über das Gebälk schoss. Erst zum Ende der ersten Spielhälfte konnten sich die Gastgeber mehr und mehr aus der Umklammerung der JSG Maifeld lösen, ohne jedoch das Tor von Sophie Ney in Bedrängnis zu bringen. Somit wurde mit einem dann doch schmeichelhaften Unentschieden für den VfR Eintracht Koblenz die Seiten gewechselt.
Nach der Pause dann das gleiche Bild: Zwar waren die Gastgeber nun mehr am Spielgeschehen beteiligt, doch tonangebend waren weiterhin die Akteure der JSG Maifeld. Doch auch in Halbzeit zwei wollte der Ball nicht den Weg ins Tor finden, da die junge Mannschaft ein ums andere Mal am gut aufgelegten Torhüter der Heimelf scheiterte. In der 40. Spielminute griff dann mal wieder eine alte Fußballerweisheit: Wer vorne seine Chancen nicht macht, wird hinten irgendwann bestraft. Die ansonsten souverän agierende Hintermannschaft der JSG Maifeld erlaubte sich in besagter Minute nach einem eigenen Angriff, der erfolgreich abgewehrt wurde, einen Stellungsfehler, den die Akteure des VfR Koblenz gnadenlos ausnutzten und somit mit ihrer ersten großen Chance im Spiel den gesamten Spielverlauf auf den Kopf stellten.
In der Folge verlegte sich die Heimmannschaft noch mehr auf eine geordnete Defensivarbeit und versuchte über Kontergegenstöße den „Sack zuzumachen“. Die Mannschaft der JSG Maifeld hingegen ließ sich nicht verunsichern und war darum bemüht, mit ihrem Kombinationsfußball den hochverdienten Ausgleich zu erzielen. Zwar verfehlte Yannik Steuer mit seinem Fernschuss nur knapp das Gehäuse, doch Augenblicke später sollten die Angriffsbemühungen belohnt werden. Nachdem Simon Ney auf der halblinken Seite schön freigespielt werden konnte, zog selbiger in die Mitte und konnte mit einem Flachschuss den Ausgleich für seine Farben erzielen.
Strafstoßpfiff bleibt aus
Sichtlich angetrieben von dem Ausgleich wollte die JSG Maifeld nun das Führungstor markieren. Hierbei hatte wiederum Simon Ney die beste Chance, als er nach guter Vorarbeit von Felix Frieb-Preis auf das Tor der Heimelf zu rannte. Dabei legte er den Ball am Torhüter des VfR Koblenz vorbei, sodass sich dieser nicht anders als mit einem Foulspiel zu helfen wusste. Zur Verwunderung aller zeigte die bis dahin souverän leitende Schiedsrichterin nicht auf den Strafstoßpunkt, sondern ließ die Partie weiterlaufen. Die zunehmend harte Gangart der Heimelf forderte noch kurz vor Schluss ihren Tribut, als Felix Frieb-Preis nach einem Tritt verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen musste. Etwas geschockt von diesem Vorfall erspielte sich das Team der JSG Maifeld in den verbleibenden Minuten nur noch Halbchancen und hatte zum Ende sogar noch etwas Glück, da die Gastgeber mit der letzten Aktion des Spiels wieder in Führung hätten gehen können.
Somit musste das Neunmeterschießen für die Entscheidung in diesem Pokalkrimi sorgen. Da sowohl aufseiten des VfR Eintracht Koblenz als auch bei der JSG Maifeld die jeweiligen Schützen souverän einnetzen konnten, musste die Mannschaft der JSG Maifeld mit ihrem letzten Schützen nachziehen, um eine Verlängerung des Neunmeterschießens zu erzwingen. Der Neunmeter des Maifelder Schützen rutschte dem Torhüter der Heimelf dabei unter dem Körper durch, überschritt ganz knapp die Torlinie, ehe der Torwart den Ball im Nachfassen aus dem Tor heraus befördern konnte. Für einen kurzen Augenblick wussten beide Mannschaften nicht, ob der Ball die Torlinie komplett passiert hatte oder auch nicht. Doch auch hier entschied die Schiedsrichterin zum Nachteil der Maifelder Mannschaft, die sich somit denkbar knapp und unglücklich mit 6:5 nach Neunmeterschießen aus dem Rheinlandpokal verabschieden musste.
„Stolz auf jeden Einzelnen“
Trotz dieses Pokalkrimis ohne Happy End fand Trainer Markus Weidung auch lobende Worte für seine Mannschaft: „Natürlich sind wir alle enttäuscht, da wir gerne noch eine Runde weiter gekommen wären. Wir haben es leider verpasst, uns in der Anfangsphase mit einem Tor zu belohnen, das sicherlich hochverdient gewesen wäre.
Am Ende hat uns dann auch in der einen oder anderen Szene das nötige Quäntchen Glück gefehlt. Wenn die erste Enttäuschung verflogen ist, werden die Jungs und Mädels aber sehen, was sie bisher geleistet haben. Ich bin sehr stolz auf jeden Einzelnen in dieser tollen Mannschaft. Wir haben heute phasenweise tollen Kombinationsfußball geboten und die nötige Einstellung an den Tag gelegt, um unseren Gegner vor arge Probleme zu stellen, auch wenn es schlussendlich nicht ganz gereicht hat.“
Es spielten: So. Ney, F. Leber, N. Curdt, K. Emmer, P. Horst, J. Reutelsterz, J. Richard, F. Frieb-Preis, Si. Ney sowie Y. Steuer, M. Krechel, C. Becker, L. v. Doornick und M. Kries.
