Wahl der Beigeordneten in Ochtendung
SPD setzte sich selbst „schachmatt“
Kein Grund für Selbstmitleid - Niederlage mit Ansage
Die Sozialdemokraten stimmen nach der Niederlage bei der Wahl der Beigeordneten ein Klagelied des Selbstmitleids an. Fakt ist, es gibt im neuen Rat keine absolute Mehrheit einer Fraktion mehr. Fakt ist weiter, jeder hat mit jedem über die Bildung von Mehrheiten gesprochen, also SPD + CDU, SPD + FWG, SPD + Ich tu’s, CDU+FWG und CDU + Ich tu’s.
Nach den Gesprächsrunden war klar: Keiner „koaliert“ mit keinem! In den Sachfragen steht jeder für seine Positionen. Mehrheiten müssen Einzelfall abhängig gefunden werden.
Fakt war nach all den Gesprächen aber auch, dass es bei der Wahl des 1. Beigeordneten keine Mehrheit für den bisherigen Amtsinhaber Dr. Dieter Puschke (SPD) geben wird.
Ein anderer Personalvorschlag der SPD hätte durchaus die Unterstützung von „Ich tu´s“ gefunden, das zeigte ja auch die Wahl des 3. Beigeordneten. Insofern steuerte die SPD bei der Wahl des 1. Beigeordneten in eine Abstimmungsniederlage mit Ansage und hat sich selbst „schachmatt“ gesetzt.
Dass es für die SPD insgesamt anders hätte laufen können, zeigte die Wahl des 3. Beigeordneten. Hier hat „Ich tu´s“ den SPD-Bewerber Thomas Kaut unterstützt, sonst wäre es nicht zur Stichwahl und zum Losentscheid gekommen. Bitter natürlich obendrein, dass Ortsbürgermeisterin Rita Hirsch (SPD) das Los der CDU-Kandidatin Laura Plitzko zieht. Glück und Pech liegen halt nah beieinander.
Für die SPD besteht kein Grund für Selbstmitleid, sie hatte es - wenn sie das selbstkritisch reflektiert - selbst in der Hand, wie sich die neue Verwaltungsspitze zusammensetzt. Die CDU darf sich freuen, sie stellt mit Clemens Neises und Laura Plitzko zwei Beigeordnete.
Gleichwohl sollten jetzt alle den Blick nach vorne richten und sich fraktionsübergreifend zum Wohle des Ortes der lösungsorientierten Sacharbeit zuwenden.Reinhard Theisen
Ratsmitglied,
CDU-Fraktion im Ortsgemeinderat Ochtendung
