Fußball-Regionalliga Südwest – Saison 2014/15 – 33 Spieltag
Samir Benamar trifft zum Punktgewinn
TuS Koblenz verabschiedet sich mit einer ordentlichen Leistung von ihrem Publikum
Koblenz. Mit einem Remis verabschiedete sich die TuS Koblenz von ihren Zuschauern aus der Saison 2014/15. Gegen den FC Homburg/Saar reichte es am Oberwerth zu einem 1:1. Für das Team von Cheftrainer Petrik Sander wäre sogar ein Heimsieg drin gewesen, hätte man die zahlreichen guten Möglichkeiten besser ausgenutzt. Ob es aber am Ende reicht, bleibt bis Ende Mai noch abzuwarten. Aber zumindest die Lage in der dritten Liga hat sich aus der Sicht der TuS deutlich verbessert. Die Reserve des FSV Mainz 05 siegte in Halle knapp mit 2:1 und steht nun zwei Punkte über einem Abstiegsplatz. Ein Punkt beim letzten Heimspiel gegen den Chemnitzer FC könnte hier schon reichen. Bei einem Sieg hätten die Rhein-Hessen den Liga-Erhalt, sich und somit ihren Teil zum noch möglichen Klassenerhalt beigetragen, dann müssten nur noch die Offenbacher Kickers sich gegen Würzburg und der 1.FC Saarbrücken gegen den Nordost Vertreter durchsetzen. Nur dann hätte die TuS den Klassenerhalt doch noch erreicht. Auch beim letzten Auftritt hatte Petrik Sander wieder einmal Personalprobleme. Kurzfristig fiel auch noch Torwart Igor Luketic mit einer Erkältung aus, dadurch kam Darius Motazed zu seinem Regionalligadebüt im TuS-Trikot. „Allerdings hätte dieser Wechsel auch ohne die Erkrankung stattgefunden da dies, nach der Verletzung von Fabrice Vollborn, mit den beiden Spielern so abgesprochen war. Dafür rückte aber wieder Angelo Hauk nach seiner Rotsperre in die Startelf. Genauso wie Samir Benamar, der nach seiner Verletzung erstmals wieder ran durfte. Die favorisierten Saarländer erwischten den besseren Start und tauchten in den ersten zehn Minuten immer wieder gefährlich im Strafraum der Gastgeber auf. Aber die Schängel versteckten sich keineswegs und kamen ebenfalls zu ersten Gelegenheiten.
Mutiges Spiel nach vorne
So entwickelte sich ein flottes Spiel zwischen zwei Teams, die beide mutig nach vorne spielten. Die bis dato größte Möglichkeit zur 1:0-Führung verpasste nach etwa zwanzig Minuten Flügelflitzer Benamar nach einem Pass von Anel Dzaka. Aber fünf Meter vor dem FC-Gehäuse versagten dem 22-Jährigen die Nerven. Besser machten es da eine Minute später die Gäste. Nach einem Eckball landete eine Kopfballverlängerung von Andreas Gaebler bei Verteidiger-Kollege Nils Fischer, der keine Mühe hatte das Leder aus fünf Metern mit dem Kopf zu verwerten. Bis zur Pause blieb es bei dieser knappen Führung, obwohl sich beide Seiten bemühten und zu weiteren Möglichkeiten kamen. Auch im zweiten Abschnitt blieb die Partie spannend und abwechslungsreich. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase bauten die Schängel immer mehr Druck auf. Allerdings dauerte es bis zur 59. Minute, ehe die Hausherren für ihre Bemühungen endlich belohnt wurden. Nach einer Flanke von Kevin Steuke verpasste zwar Dzaka den Ball, aber dafür stand Benamar goldrichtig und drosch das Spielgerät mit einem trockenen Linksschuss aus zehn Metern in die Maschen. Und mit wenig Glück hätten die Schängel, fünf Minuten später, sogar nachlegen können. Nach einem weiteren Steuke-Freistoß zischte ein Volleykracher von Stefan Hickl nur Zentimeter am Pfosten vorbei. Allerdings hatten die Gastgeber aber kurz darauf wieder Glück, als bei einem völlig verunglückten Kopfball von Daniel Reith der eingewechselte Patrick Schmidt nicht genau genug zielte und sich TuS-Verteidiger Oliver Laux in letzter Sekunde in den Schuss werfen konnte. In der Schlussphase der Partie entwickelte sich dann ein offener Schlagabtausch. Marc Gallego, Thierry Steimetz und Schmidt vergaben beste Möglichkeiten aufseiten der Homburger und Marco Quotschalla hatte den Siegtreffer gleich zweimal für die TuS auf dem Kopf.
Schlusspfiff brachte beste Chance
Mit dem Schlusspfiff dann die beste Chance der zweiten 45 Minuten überhaupt: Wiederum scheiterte Quotschalla aus kürzester Distanz mit einem Kopfball am starken FCH-Keeper Kevin Broll. Letztlich bleibt es am Ende bei der gerechten Punktteilung, was dann auch die beiden Trainer so zu Protokoll gaben. „Ich glaube, dass wir heute hier, obwohl es eigentlich für beide Teams um nichts mehr ging, ein gutes Spiel gesehen haben mit zahlreichen Möglichkeiten auf beiden Seiten. So war das im Endeffekt ein verdientes 1:1“, fasste Jens Kiefer vonseiten des FCH die neunzig Minuten knapp zusammen. Und auch Petrik Sander machte es kurz. „Es gibt eigentlich dem Kommentar nicht mehr viel hinzuzufügen. Es war kein einfaches Spiel, aber ich glaube es ist meinem Team gelungen, im letzten Heimspiel einen vernünftigen Eindruck zu hinterlassen. Daher können beide Teams mit dem Punkt heute hier leben“. Am kommenden Samstag steht nun die letzte Partie der TuS in dieser Saison beim SC Freiburg an. Für viele Akteure heißt es damit auch Abschied nehmen. Offiziell stehen bisher allerdings erst zwei Abgänge fest. Jeromey Heyer und Johannes Göderz gaben bereits bekannt, dass sie im nächsten Jahr nicht mehr das Trikot der Schängel tragen werden. „Mit Jo hätte ich gerne weitergearbeitet. Aber er hat mir gegenüber erklärt, dass sein Körper die Belastung so nicht mehr verarbeiten kann und das deshalb wechselt wird“, hat Sander Verständnis für den Entschluss von Göderz.
TuS Koblenz: Motazed, Hickl, Laux, Reith, Softic, Dzaka (78.Duchscherer), Lietz, Marx, Hauk (49.Steuke), Benamar (82.Saito), Quotschalla.
FC Homburg/Saar: Broll, Gaebler, Fischer, Kröner, Halet, Kilian (76. Ehrmann), Stegerer, Steimetz, Schäfer (70.Gallego), Amri, Hesse (36.Schmidt).
