Auszeichnung für ein schwalbenfreundliches Haus in Pillig
Schwalbenfreundliches Haus in Pillig schützt Rauchschwalben und fördert Naturschutz
aus Mayen
Pillig. Gegen Bedrohung und Schwund der Schwalben, den eleganten Sommerboten, hat das Ehepaar Röttgen ein deutliches Zeichen gesetzt. In ihrem Anwesen mit Nebengebäuden für Pferde befinden sich 16 Rauchschwalbennester! Hier finden die Zugvögel, die jedes Frühjahr aus ihren Winterquartieren südlich der Sahara in unsere Gefilde kommen, noch die Möglichkeit ungestört zu brüten.
Für diesen wertvollen Beitrag zum Naturschutz verliehen Mitglieder des Vorstands der NABU-Gruppe Osteifel e.V. ihnen eine Urkunde und eine Plakette mit der Aufschrift „Schwalbenfreundliches Haus“. Denn ihr Engagement ist heute leider selten geworden.
Während Schwalben jahrhundertelang selbstverständliche Mitbewohner waren und als Kulturfolger die Gebäude der Menschen für die Aufzucht ihrer Jungen nutzen konnten, werden sie heute oft nicht mehr geduldet. Manchmal fallen sie auch Sanierungsmaßnahmen zum Opfer.
Dabei fangen sie vor allem Mücken, Fliegen und Blattläuse aus der Luft und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt des natürlichen Gleichgewichts. Durch den Mangel an Brutstätten und viele andere Gefahren, auch auf der weiten Reise von Afrika hierher und zurück, gehen die Bestände der Mehl- und Rauchschwalben seit Jahren zurück.
Umso wichtiger ist das Verhalten von Menschen wie Herr und Frau Röttgen, die an ihren Gebäuden die Flugkünstler dulden und sich schon seit Jahren an ihren Sommergästen erfreuen.
Auch andere Hausbesitzer, die Rauch- oder Mehlschwalben ein Quartier bieten, können sich gerne beim NABU Osteifel e.V. oder direkt über die Website des NABU in Deutschland (www.NABU.de/schwalben) bewerben, um ebenfalls eine Plakette und eine Urkunde zu erhalten.
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Heidrun Burk-Böhnlein (rechts), Vorsitzende des NABU Osteifel, überreicht die Plakette „Schwalbenfreundliches Haus“ an Roswitha Röttgen-Reith und Walter Röttgen. Foto: Hubert Schmitt