In Münstermaifeld war der Nikolaus schon unterwegs
Stimmungsvoller Adventsmarkt in der historischen Altstadt
Münstermaifeld. Vor der Kulisse der imposanten Stiftskirche lockte der älteste Weihnachtsmarkt auf dem Maifeld am ersten Adventswochenende wieder zahlreiche Besucher in die historische Altstadt von Münstermaifeld. Im Rosengarten und dem benachbarten Innenhof der Probstei, umgeben von historischen Gebäuden, luden über 30 Stände zum weihnachtlichen Stöbern, Kaufen, Genießen und Verweilen ein. In dem geschlossenen Areal fühlten sich die Marktbesucher offensichtlich sehr wohl und genossen die heimelige Atmosphäre. Die Stadt Münstermaifeld hatte mit einer großen Zahl von Bänken und Kissen einladende Sitzmöglichkeiten geschaffen und mit offenen Feuerstellen und Lichtgirlanden für wohlige Wärme und Licht gesorgt. Der Beigeordnete Walter Meurer hatte die Marktleitung übernommen und platzierte mit seinem Team die Verkaufsstände so, dass die Besucher im Umfeld der kulinarischen Angebote verweilen konnten. Traditionsgemäß wurde die „Verpflegung“ überwiegend von den ortsansässigen Vereinen und Gruppen übernommen. Die KG „Rot-Weiß“ schenkte Glühwein aus, die Möhnen brutzelten knusprige „Kröbbelche“, die Interessengemeinschaft „Wir für Münstermaifeld“ servierten „Döppekoche“ und bei der CDU gab es Bratwürste und Steaks vom Schwenkgrill. Ebenso servierten die Stadtkapelle, die SPD sowie die Alten Herren kalte und warme Getränke.
Verkauf für den guten Zweck
Für den guten Zweck beteiligten sich die Fördervereine der Synagoge, des Kurfürst-Balduin-Gymnasiums, der Jugendfeuerwehr und der Maifeld-Scouts mit selbst gefertigten Dekoartikel, selbst hergestellter Marmelade, Backmischungen et cetera. Mit einem Stand, prall gefüllt mit schönen alten Dingen, die Bürger gestiftet hatten, präsentierte sich der Förderverein der Lasserger Benedikt - Kirche. Weitere Standbetreiber in und um den Rosengarten offerierten Adventsschmuck, Krippen und Vogelhäuschen aus Holz sowie geschmackvolle Dekoartikel. Die Tourist-Information in der Probstei II hatte ihre Tore geöffnet und bot ebenfalls ein kleines vorweihnachtliches Sortiment an. Im Johann-Büchel-Saal wurde von einer privaten Elterninitiative Weihnachtsbasteln für Kinder und Jugendliche angeboten. Zwei Etagen tiefer, im Gewölbekeller, konnten die Besucher bei einer Ausstellung des Archäologischen Museums unter dem Motto „Reichtum, Macht, Seelenheil“ tiefer in die Geschichte des Maifelds eintauchen. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht der Fund eines fränkischen Gräberfeldes auf dem Vorplatz der Münstermaifelder Stiftskirche. Schräg gegenüber im Gebäude Probstei I zeigte der Förderverein Stiftung Kulturbesitz die Ausstellung von Marion Durben-Schneider. Die Bilder der Künstlerin konnten hier im Rahmen einer Versteigerung zugunsten des „Fördervereins Flüchtlingshilfe Maifeld e.V. erworben werden. Die Galerie Eberhardt, die in der ehemaligen Münstermaifelder Volksschule beheimatet ist, hatte ebenfalls zu einer Kunstausstellung eingeladen. Zudem hielten mehrere Geschäftsleute ihre Läden im Laufe des Tages offen. Zum Höhepunkt des Marktes gehörte der Rundgang des Heiligen Nikolaus, mit seinen Engeln, eskortiert von der Jugendfeuerwehr. Stadtbürgermeisterin Claudia Schneider freute sich über die große Resonanz der Besucher. „Der Markt wird auch in den nächsten Jahren in dieser Kompaktheit fortgeführt, damit die heimelige und gemütliche Atmosphäre weiterhin erhalten bleibt“, versprach sie.
Der Förderverein für die Benediktkirche Lasserg beteiligte sich am Adventsmarkt. Fotos: LP
Der heilige Nikolaus besuchte mit seinen Engeln den Adventsmarkt in Münstermaifeld.
Künstlerin Monika Durben-Schneider vor einem ihrer Kunstwerke.
