Allgemeine Berichte | 14.02.2013, 12:10 Uhr

Tolle Stimmung in der Kulturhalle

Mit karnevalistischen Höhepunkten begeisterte die Kappensitzung der „GOK“ in Ochtendung

Die Prinzengarde mit ihren schönen Uniformen.

Ochtendung. Mit einem karnevalistischen Feuerwerk aus Tanz, Gesang und Büttenreden begeisterten die Akteure der Großen Ochtendunger Karnevalsgesellschaft (GOK) mit ihrer Kappensitzung das närrische Publikum in der voll besetzten Kulturhalle. Die Aktiven der vier Ochtendunger Karnevalsvereine: KG Schafskopf 1903 e.V., Prinzengarde-Corps Ochtendung von 1953 e.V., KG Ewig Jung und der Carnevalsverein Ochtendunger Bürgerwehr (kurz: COB) boten den fast 600 Gästen einen bunten und unterhaltsamen Abend.

Geteiltes Prinzenkostüm

Günter Pinetzki, Präsident der GOK und Träger des Krombiere-Jeck-Ordens 2013, sowie der Vizepräsident des GOK Alois Oster hatten sich zur Begrüßung des närrischen Volkes ein Prinzenkostüm geteilt. Damit wollten sie ihrer Zuversicht optisch Ausdruck verleihen, dass im Jubiläumsjahr 2014 (111 Jahre KG Schafskopf), wieder ein Prinz die Regentschaft im Ochtendunger Karneval übernimmt. Für die musikalische Begleitung der Sitzung sorgte der Fanfarenzug Blau-Weiß. Den Einmarsch aller Aktiven begleiteten die beiden Sitzungspräsidenten Andrea Hauswirth und Jürgen Lehnigk-Emden, die auch humorvoll das über sechs Stunden dauernde Programm begleiteten. Angeführt wurde der Saaleinzug vom Trommlerkorps Blau-Weiß Ochtendung. Günter Dingendorf wurde von der Rentnerband zum neuen Ehrenrentner ernannt. Gemeinsam mit acht seiner Vorgänger wurde zur Freude des Publikums das alte Ochtendunger „Knollenlied“ gesungen. Der Ochtendunger Ehrenbürger Franz Schmitz sowie Gerd Hain vom GOK erhielten vom Präsidenten Günter Pinetzki den diesjährigen Sessionsorden der GOK.

„Szenen einer Ehe“

Zum ersten Mal standen die Darsteller des Musikvereins Ars Musica auf der Bühne. Leo Bender, Isabella Thiel, Lothar Kalter, Emil Barz, Andrea Hauswirth und Renate Hollmann erhielten für ihren mehrteiligen Vortrag „Szenen einer Ehe“ den Beifall des Publikums. Nach dem Mariechen- und Gardetanz der Tanzgarde Blau-Weiß der DJK unter der Leitung von Daniela Pohl und Nicole Schmorleiz, präsentierte die Tanzgarde „Rote Funken“ (Trainerin: Susanne Monreal) tänzerische Leckerbissen. Ebenso viel Beifall erntete das Tanzpaar der COB, Mike Butter und Rebecca Bernard (Trainerin: Sarah Lüngen) im Trachtenlook sowie das Duo Christian Menges und Marina Müller des Fanfarenzugs Blau-Weiß.

„Stippeföttchentanz“

Nach einem zackigen „Stippeföttchentanz“ ließ die Prinzengarde ihr neues Mariechen Melissa Ahej auftreten. Erstmals präsentierte sich auch Mandy Simon als neue „Schafsmarie“. Mayleen Hein trat hingegen aus beruflichen Gründen zum letzten Mal als Mariechen der KG „Ewig Jung“ im Ochtendunger Karneval auf. Die Möhnen bedankten sich bei ihrer seit 2008 tätigen Tanzmarie, einzeln, für das langjährige Engagement. Die Instrumentalgruppe KORN unternahm eine musikalische Reise um die Welt, während die Sänger der KG Schafskopf, unter der Leitung von Christian Einig, karibisches Flair in die festlich geschmückte Narrhalla brachten.

Wie die Alterspflege in Zukunft aussehen könnte, präsentierten die Möhnen „Ewig Jung“. In ihrem Vortrag „Pflegenotstand“ zeigten sie den Zuschauern einen Einblick in die Zustände in einem durchrationalisierten Altenheim. Der Vertreter der „Blauen Partei“ Günter Gries nahm mit Blick auf die kommenden Wahlen die lokalen Ereignisse in Wort und Bild aufs Korn. So schlug er den Verantwortlichen des Sportvereins vor, frühere Ochtendunger Fußballgrößen wieder zu reaktivieren, um den derzeit erfolglosen Seniorenfußballern wieder zu Erfolg zu verhelfen. Diese Maßnahme würde nach seiner Meinung mittelfristig sogar zu internationalem Fußballflair in einer neu zu errichtenden „RPBL-Arena“ führen. Als „Liss und Hein“ amüsierten Rita Hirsch und Daniel Schnack die Gäste mit Anekdoten aus dem Schlafzimmer und stimmten mit dem Song „Ochtendung, mein Heimatland“ auf das 1050-jährige Dorfjubiläum in diesem Jahr ein. Zu bereits vorgerückter Stunde schafften es Markus und Renate Rühle dennoch, die Zuhörer mit Magie und deftigen Sprüchen bei Laune zu halten. Die Frauen der „Ochtendunger Bürgerwehr“ (COB) traten als Hühner in einem Schwarzlichttheater auf. Die Männer des Vereins (trainiert von Eric Becker) bewegten sich mit erotischen Tanzeinlagen ebenfalls vor schwarzer Kulisse. Optische Glanzlichter der Sitzung setzten die Showtanzgruppen Mystery Dancers mit einem ABBA-Medley (Trainerinnen: Michaela Brandt und Stefanie Wilhelmy) und die Tanzgruppe Dancation der DJK (Trainerin: Ramona Cecire) in aufwendigen Pfau-Kostümen.

Als Höhepunkt der Session steht den Narren und Jecken noch der traditionelle Veilchendienstagszug bevor, zu dem Tausende von Zuschauern aus der Region erwartet werden.

Die Prinzengarde mit ihren schönen Uniformen.
Der neue Ehrenrentner Gerd Dingendorf (2.v.r.) und seine Vorgänger sangen das „Knollenlied“.

Der neue Ehrenrentner Gerd Dingendorf (2.v.r.) und seine Vorgänger sangen das „Knollenlied“.

Die Möhnen der KG „Ewig Jung“ sorgten für Stimmung.

Die Möhnen der KG „Ewig Jung“ sorgten für Stimmung.

Günter Pinetzki (l.) und Alois Oster begrüßten die Narren mit einem geteilten Prinzenkostüm.

Günter Pinetzki (l.) und Alois Oster begrüßten die Narren mit einem geteilten Prinzenkostüm.

Die Prinzengarde mit ihren schönen Uniformen.

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