Wasserschutzgebiet Münstermailfeld-Metternich
Zukunftsweisende Kooperation
Verhältnis zwischen Wasserversorger und örtlicher Landwirtschaft nun von Vertrauen und Zuversicht geprägt
Münstermaifeld-Metternich. Von den Fortschritten der Kooperation des Wasserzweckverbands Maifeld-Eifel (WVZ) mit 14 Landwirten im Wasserschutzgebiet Münstermaifeld-Metternich überzeugte sich Dr. Thomas Griese, Staatssekretär vom Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Ernährung, Weinbau und Forsten Rheinland-Pfalz im Rahmen eines Vor-Ort-Besuchs des Wasserwerks im Schrumpftal am 21. September. Im Mittelpunkt der Veranstaltung, bei der auch Landrat und Verbandsvorsteher Alexander Saftig, SGD-Präsident Ulrich Kleemann, und Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Nassau sowie Vertreter der an der Kooperation beteiligten Landwirte teilnahmen, stand die Verbesserung der Grundwasserqualität im Wasserschutzgebiet Münstermaifeld-Metternich. Umweltstaatssekretär Thomas Griese: „Der Nitratgehalt des Grundwassers im Maifeld ist wie auch in anderen Regionen im Land höher als die EU erlaubt, deshalb besteht Handlungsbedarf“. Diese Herausforderung gilt es zu meistern, um sowohl die EU-Vorgaben zu erfüllen, als auch die mittel- und langfristige Trinkwasserqualität sicherzustellen. Die Kooperation zwischen Wasserversorger und Landwirtschaft stellt hierbei einen wichtigen Meilenstein dar. Da das Gewinnungsgebiet der Quellen in Münstermaifeld-Metternich überwiegend landwirtschaftlich genutzt wird, kommt hierbei den Landwirten eine Schlüsselrolle zu. Ziel ist es, die Düngung zu optimieren, sodass weniger Nitrat ausgewaschen wird und der Ertrag gleich hoch bleibt. Dazu trägt neben einem effizienteren Düngereinsatz auch beispielsweise der Anbau von Zwischenfrüchten und Stoppelbrachen bei. Die Landwirte können hierbei auf die kompetente Unterstützung und Beratung durch Tina Wey, Fachberaterin des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum, setzen. Die Kooperation wurde zunächst auf eine relativ kleine Fläche von 40 ha begrenzt, wenn sich die Maßnahmen positiv auf den Nitratgehalt im Grundwasserkörper auswirken, soll eine Ausweitung auf das gesamte Wasserschutzgebiet angedacht werden. Dr. Alexander Saftig zog in seiner Ansprache ein positives Fazit zum derzeitigen Stand der Kooperation: Nachdem anfänglich noch Skepsis vorherrschte, sei das Verhältnis zwischen Wasserversorger und örtlicher Landwirtschaft nun von Vertrauen und Zuversicht geprägt. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg der Kooperation.
