Erfolgreiche Rettungshundeteams
100% Erfolgsquote bei Rettungshundestaffel Rhein-Mosel
aus Kottenheim
Frühjahrsprüfung: 100% Erfolgsquote für die BRH Rettungshundestaffel Rhein-Mosel
Mitte April richtete die für die Landkreise Mayen-Koblenz, Ahrweiler und einen Teil des Kreises Cochem-Zell zuständige BRH Rettungshundestaffel Rhein-Mosel e.V. ein sensationell erfolgreiches Prüfungswochenende aus, an dem insgesamt 23 Prüfungen in den Bereichen Flächen- und Trümmersuche abgenommen wurden. Dafür leisteten die Mitglieder viele Stunden ehrenamtliche Arbeit bei der Vorbereitung und Durchführung der Prüfungen sowie bei der Versorgung der Teilnehmer und Helfer vor Ort. Alles lief wie am Schnürchen und auch das Wetter passte.
<span class=“\“ImTitle\““><span class=“\“ImTitle\““>Am Samstag stellten die Teilnehmer ihr Können vor den kritischen Augen des Leistungsrichters bei der Flächenprüfung im Wald in der Nähe von Koblenz unter Beweis. Hier mussten die Hunde zusammen mit ihrem Hundeführer jeweils bis zu drei Personen in einem Gebiet von ca. 25.000 Quadratmetern finden. Dafür hatte jedes Team maximal 25 Minuten Zeit. Der Hund nutzt dafür alle Sinne, allem voran natürlich seine besonders gute Nase. Die Aufgabe des Hundeführers besteht hauptsächlich darin, den Hund so zu führen, dass das gesamte Suchgebiet abgedeckt wird und der Hund damit die Möglichkeit bekommt, alle versteckten Personen zu finden. „Führen“ bedeutet hier, den freilaufenden Hund so zu schicken und zu lenken, dass er den menschlichen Geruch über den Wind aufnehmen und darüber den Weg zu der Person finden kann.
Anders als z.B. beim PKW-Führerschein, muss ein Rettungshundeteam jedes Jahr wieder im Rahmen der sogenannten Wiederholungsprüfung zeigen, dass Mensch und Hund ihre Aufgaben im Ernstfall sicher und zuverlässig bewältigen können. Das ist auch für erfahrene Teams immer wieder mit einer gewissen Anspannung verbunden.
Ganz besonders aufregend ist jedoch die Hauptprüfung – die erste Prüfung eines Teams nach ca. zwei bis drei Jahren intensiver Ausbildung. Deshalb war die Freude besonders groß, dass in diesem Jahr drei neue Teams auf Anhieb ihre Hauptprüfung bestanden. Auch die vier „Wiederholungstäter“ meisterten alle souverän die ihnen gestellten Aufgaben, so dass die Erfolgsquote der Staffel Rhein-Mosel bei sagenhaften 100% lag. Neben den eigenen Teams waren auch Starter anderer BRH-Staffeln zur Prüfung in den Kreis MYK gekommen, die weiteste Anreise hatte eine Teilnehmerin aus Cuxhaven.
<span class=“\“ImTitle\““><span class=“\“ImTitle\““>Am Sonntag wurde der Schauplatz der Prüfungen auf ein speziell für Trümmerübungen angelegtes Gelände in Kaiserslautern verlegt. Dort wird für Einsätze in Trümmerlagen beispielsweise nach Gasexplosionen trainiert. Wie wichtig auch diese Sparte ist, zeigte sich u.a. 2024 nach dem Hoteleinsturz in Kröv an der Mosel. Auch für diese Prüfung wurden wieder freiwillige Helfer beispielsweise in Röhren oder unter Schutt in einem eigens dafür angelegten Trümmerkegel versteckt und von den Hunden souverän gefunden und durch stetiges Bellen angezeigt.
Die Erfolgsquote lag auch hier bei 100% für die Gastgeber, dabei bestanden vier Teams ihre Hauptprüfung und ein Team die Wiederholungsprüfung. Auch die meisten Starter anderer Staffeln aus den angrenzenden Bundesländern waren erfolgreich.
<span class=“\“ImTitle\““><span class=“\“ImTitle\““>
Abgerundet wurde dieses äußerst erfolgreiche Wochenende durch eine bestandene Prüfung im Bereich Personenspürhunde. Hier meisterte Hans-Günther Schade mit seinem Hund Bruno bei der benachbarten Staffel Rhein-Lahn-Taunus den Mantrailer-Basistest. Dabei verfolgte der Hund eine ca. 1 bis 2 Stunden alte Spur über 850m Länge, um bei der „vermissten Person“ anzukommen. Damit absolvierte das Team den ersten großen Schritt in Richtung Einsatzfähigkeit.
Kurze Zeit später, Anfang Mai, verzeichnete die Mantrailersparte einen weiteren Prüfungserfolg: Florian Schick aus Kaisersesch bestand mit seinem Beagle Barney die Negativ-Prüfung. Dabei muss der Hund den Geruch einer vermissten Person z.B. von einem Kleidungsstück aufnehmen und dem Hundeführer dann zeigen, ob die gesuchte Person sich zuvor in einem bestimmten Bereich aufgehalten hat oder nicht (= negativ), bzw. ob und wo die Spur nach kurzer Distanz endet, weil die Person z.B. in ein Auto oder einen Bus gestiegen ist. Diese Informationen sind bei realen Einsätzen für die Planung der weiteren Suche von enormer Bedeutung.
Die Rettungshundestaffel Rhein-Mosel ist sehr stolz auf all diese erfolgreichen Prüfungen und die damit gezeigte Leistungsfähigkeit ihrer Teams. Einige weitere Teams hatten die erforderlichen Prüfungen schon im ersten Quartal des Jahres als Gäste anderer Staffel erfolgreich absolviert, so dass man sich jetzt ganz entspannt der Vorbereitung eines ganz besonderen Ereignisses widmen kann: im September feiert die Staffel ihr 25-jähriges Bestehen mit einem großen Fest auf dem Marktplatz in Mayen! Dort wird es u.a. Vorführungen mit den Hundeteams und eine große Blau-lichtmeile mit vielen Gästen anderer Rettungsorganisationen geben.</span></span></span></span></span></span>
Trümmerprüfung: oben: Ellen Heusel und Vader und Daiva, Mitte: Heike Böttcher mit Lucy und Buffy, unten Saskia Douglas mit Elsa Foto: Kerstin Mönster
